Pflanzenwissen · Art
Das Weiße Straußgras, auch Flecht-Straußgras oder Bentgras genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Straußgräser (Agrostis) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).
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Agrostis stolonifera subsp. eu-alba
Agrostis stolonifera subsp. eu-alba (Litard.) Emb. & MaireAgrostis stolonifera var. cedretorum
Agrostis stolonifera var. cedretorum (Maire & Trab.) Maire & WeillerAgrostis stolonifera var. densiflora (Guss.) Giardina & Raimondo, 2007Marktplatz
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Das Weiße Straußgras, auch Flecht-Straußgras oder Bentgras genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Straußgräser (Agrostis) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es wird als weidefestes Futtergras vor allem im Feuchtgrünland verwendet.
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Beschreibung. Pflanzen mehrjährige, stoloniferous. Extravaginale Tiller mit Kataphyllen. Stolonen bis zu 1 (- 2) m lang. Culms (8 -) 15 - 60 cm lang, aufrecht, an der Basis decumbent, Knoten (2 -) 3 - 7, matros, untere Knoten Wurzel, internodiert matros. Blätter meist Kaulin; Hüllen 2,5 - 8 cm lang, in der Regel kürzer als die Internoden, matrös oder scaberulous; Ligulen 1 - 7 mm lang, länger als breit, dorsal scaberulous, Spitzen gerundet zu schneiden, zu zerreißen; Klingen (1 -) 2 - 10 cm lang, (1 -) 2 - 6 mm breit, linear, flach, immer gewunden, wenn trocken scaberulous auf beiden Oberflächen. Panikeln (3 -) 4 - 20 cm lang, 0,5 - 3 cm breit, bei der Anthese offen, kontrahierend, dicht, lanceolat, manchmal spiciform; Äste aufsteigend, von unten in mittlerer Länge verzweigend, schäbige, minderwertige Äste 2 - 6 cm lang, seitliche Äste oft mit Spilets in der Nähe ihrer Basis; Pedikel 0,5 - 3,3 mm lang, aufsteigend, schäbig. Spikelets 1,6 - 2 (- 3) mm lang, grünlich, oft mit Purpur gefärbt; Lumpen gleich ungleich, lanceolat, Apices akut bis kurz akuminierend, 1 - geädert, schuppig am Kiel, unteres Lumpen 1,6 - 2 (- 3) mm lang, oberes Lumpen 1,4 - 2 (1,6 - 2 (- 3) mm lang; Kallus puberulös, mit 2 Bündeln kurzer Trichome, manchmal unauffällig; Lemmas 1,4 - 2 mm lang, elliptisch bis länglich, ganz, akut bis stumpf, manchmal gezahnt, 3 (5) - geädert, unauffällig oder hervorstechend distal, ungesägt, selten von oben markiert, bis zu 1,5 mm lang, 0,8 - 1,5 mm über der Basis eingesetzt, gerade oder schwach geniculate; Paleas vorhanden, 0,7 - 1,4 mm lang, 2 - geädert, steinig; Antheren 3, 0,9 - 1,5 mm lang. Caryopsis 0,9 - 1,3, elliptisch; Endosperm fest. 2 n = 28, 35, 42 (Harvey 2007).
Das Weiße Straußgras ist sehr formenreich. Vegetative Merkmale Das Weiße Straußgras ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 8 bis 40 Zentimetern. Es breitet sich über blattreiche oberirdische Ausläufer aus und bildet dichte Rasen. Die ästig aufsteigenden Halme sind glatt, kahl und besitzen zwei bis fünf Knoten (Nodien). An den unteren Knoten bilden sich sprossbürtige Wurzeln und neue Triebe. Das Blatthäutchen (Ligula) ist als ein 2 bis 6 mm langer, häutiger Saum ausgebildet. Die kahlen, fein zugespitzten, grau- oder blaugrünen Laubblätter sind 0,5 bis 5 mm breit und bis 10 Zentimeter lang. Sie sind in jungem Zustand eingerollt, später flach ausgebreitet. Die Blattspreiten sind dicht von Nerven durchzogen und sehr fein rau. Generative Merkmale Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Der rispige Blütenstand ist bei einer Länge von 1 bis 13 Zentimetern sowie einer Breite von 0,4 bis 2,5 Zentimetern länglich und zur Anthese ausgebreitet, sonst oft dicht zusammengezogen. Seine Seitenäste gehen zu dritt oder zu siebt von der Hauptachse ab. Die Ährchen stehen in dichten Büscheln. Die einblütigen Ährchen sind 2 bis 3 mm lang, lanzettlich-spitz geformt, glatt und kahl. Die kahlen Hüllspelzen sind einnervig und so lang wie das Ährchen. Die glatten, kahlen, meist unbegrannten Deckspelzen sind fünfnervig, um 2 mm lang und erscheinen am oberen Ende abgerundet. Die Vorspelze erreicht etwa drei Viertel der Länge der Deckspelze. Die Staubbeutel werden 1 bis 1,5 mm lang. Die Karyopsen werden von den Deck- und Vorspelzen umschlossen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28, 35 oder 42.
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Fig. 4 N, 30 B, 33
Das Weiße Straußgras wird als züchterisch bearbeitetes, aus Pflanzen stark beanspruchter Golfgrüns herangezogenes, kriechendes Straußgras (creeping bentgrass) für Sportrasen eingesetzt.
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Beim Weißen Straußgras handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Krankheiten Das Weiße Straußgras wird von verschiedensten Pilzarten befallen. So kommen die Rostpilze Puccinia agrostidis, Puccinia graminis und eventuell Uromyces agrostidis mit Uredien und Telien vor. Sclerotinia homoeocarpa ist der Verursacher der Dollarflecken-Krankheit auf Straußgräsern. Fusarium tricinctum und Fusarium roseum lösen eine Fusarium-Welke aus. Microdochium nivale löst den Rosa-Schneeschimmel aus. Ferner kommen Rhizoctonia solani, Pythium-Arten und Typhula incarnata und Typhula ishikariensis vor.
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Die Erstveröffentlichung von Agrostis stolonifera erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 62. Das Artepitheton stolonifera leitet sich von stolo für Ausläufer und fere für tragen ab. Synonyme für Agrostis stolonifera L. sind: Agrostis adscendens Lange, Agrostis alba L., Agrostis ambigua Roem. & Schult., Agrostis aristulata Müll. Hal., Agrostis aspera Weber, Agrostis brevis Knapp, Agrostis bryoides Dumort., Agrostis caespitosa Gaudich., Agrostis caespitosa Gaudich. ex Mirb., Agrostis capillaris var. stolonifera (L.) Druce, Agrostis decumbens Hall. f. ex Gaudin, Agrostis depressa Mez ex Pilg., Agrostis depressa Vasey, Agrostis dulcis (Pers.) Sibth. ex Kunth, Agrostis eliasii Sennen, Agrostis flava O.F.Müll., Agrostis glaucescens (C.Presl) Spreng., Agrostis glaucescens Opiz ex Steud., Agrostis jacutica Schischk., Agrostis macrantha Schischk., Agrostis maritima L., Agrostis maritima With., Agrostis mutabilis Knapp, Agrostis nemoralis Phil., Agrostis patula Gaudin, Agrostis polymorpha var. stolonifera (L.) Huds., Agrostis prorepens (W.D.J.Koch) G.Mey. ex Asch., Agrostis prostrata Hook. f., Agrostis pseudoalba Klokov, Agrostis reptans Rydb., Agrostis sibirica Petrov, Agrostis sicula Guss. ex Steud., Agrostis sicula Kunth, Agrostis sinaica Boiss., Agrostis stolonizans Besser ex Schult. & Schult. f., Agrostis zerovii Klokov, Agrostis stolonifera subsp. stolonizans (Besser ex Schult. & Schult. f.) Soó, Agrostis stolonifera var. compacta Hartm., Agrostis stolonifera var. patula (Gaudin) Rchb., Agrostis stolonifera var. prorepens W.D.J.Koch. Es gibt von Agrostis stolonifera beispielsweise die Varietäten: Agrostis stolonifera var. palustris (Huds.) Farw. (Syn.: Agrostis stolonifera subsp. palustris (Huds.) Tzvelev, Agrostis palustris Huds.): Sie kommt an Flussufern und an Teichen vor. Agrostis stolonifera L. var. stolonifera. Nach Euro+Med gibt es zahlreiche Unterarten: Agrostis stolonifera subsp. albida (Trin.) Tzvelev: Sie kommt in Europa in der Ukraine, in Moldau, Russland und Rumänien vor. Agrostis stolonifera subsp. filifolia (Link) H. Scholz: Sie kommt in Portugal vor. Agrostis stolonifera subsp. gaditana (Boiss. & Reut.) Valdés & H. Scholz: Sie kommt in Marokko, Portugal, Spanien, Frankreich, Korsika und Belgien vor. Agrostis stolonifera subsp. karsensis (Litv.) Valdés & H. Scholz: Sie kommt in Aserbaidschan vor. Agrostis stolonifera subsp. maritima (Lam.) Vasc.: Sie kommt in Frankreich und in Albanien vor. Agrostis stolonifera subsp. scabriglumis (Boiss. & Reut.) Maire: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Portugal, Spanien, Frankreich, Korsika, Griechenland, Sizilien, Bulgarien, Rumänien, Syrien, Libanon und in Palästina vor. Agrostis stolonifera L. subsp. stolonifera Agrostis stolonifera subsp. straminea (Hartm.) Tzvelev: Sie kommt in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Schweden Litauen, Lettland, Estland und in Russland vor. Agrostis stolonifera subsp. transcaspica (Litv.) Tzvelev: Sie kommt im Kaukasusraum vor.
terrestrisch
mesotroph
langlebig
eurytop
kuschel
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Portugal (Madeira), Schweden
Eingeführt
Australien, Kanada (Labrador), Chile (Juan Fernandez Islands), Taiwan, Costa Rica, Ecuador, Falklandinseln, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Französische Süd- und Antarktisgebiete (French Southern and Antarctic Lands Terres australes et antarctiques françaises (TAAF)), Grönland, Japan, Mexiko
Neuseeland, Südafrika, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Ohio, Tristan da Cunha, Gough Island, Chile Central, Chile North, Chile South, Kolumbien, Colorado, Connecticut, Crozet Is., Delaware, District of Columbia, Easter Is., Florida, Georgia, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Jamaika, Jawa, Kamchatka, Kansas, Kentucky, Kerguelen, Khabarovsk, Kuril Is., Labrador, Louisiana, Macquarie Is., Magadan, Maine, Manitoba, Marion-Prince Edward, Marquesas, Maryland, Massachusetts, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, North Dakota, Northwest Territorie, Nova Scotia, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Peru, Primorye, Prince Edward I., Queensland, Québec, Rhode I., Réunion, Sakhalin, Saskatchewan, South Carolina, South Dakota, Sri Lanka, Sumatera, Tasmania, Tennessee, Texas, Uruguay, Utah, Venezuela, Vermont, Victoria, Virginia, Washington, West Virginia, Western Australia, Wisconsin, Wyoming, Bogotá, Alabama, Alaska, Alberta, Aleutian Is., Amsterdam-St.Paul Is, Antipodean Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Arizona, Arkansas, Azores, Bolivien, British Columbia, California, Canary Is., Chatham Is., Portugal (Faial Island)
Weitere
Kolumbien (Boyacá, Cundinamarca), Dänemark, Grönland, Island, Norwegen, Portugal (Madeira Island), Vereinigte Staaten (Hawaii), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (Alaska), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Krasnoyarsk, Algerien
Altay, Kriti, Krym, Turkmenistan, Tuva, Lebanon-Syria, Libyen, South European Russi, Österreich, North Caucasus, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Madeira, Spanien, Bulgarien, Buryatiya, North European Russi, Manchuria, Central European Rus, Tschad, Northwest European R, Ukraine, Xinjiang, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Chita, Schweden, Schweiz, Corse, Pakistan, Palestine, Zypern, Czechoslovakia, Yakutskiya, Usbekistan, East Aegean Is., East European Russia, East Himalaya, Polen, Portugal, West Himalaya
Das Weiße Straußgras ist in den gemäßigten Zonen Eurasiens, auf Madeira und in Nordafrika bis zum Tschad beheimatet. In zahlreichen anderen Ländern, besonders in Amerika, Australien, Neuseeland und Südafrika ist Agrostis stolonifera ein Neophyt. In Europa kommt es in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Nordmazedonien. Es besiedelt feuchte, nährstoffreiche, oft kalkhaltige, sandig-kiesige Lehm- oder Tonböden, kann jedoch auch auf Schlickböden im Überschwemmungsbereich der Gewässer vorkommen. Agrostis stolonifera ist die Kennart der Ordnung der Flutrasen (Agrostietalia stoloniferae). Agrostis stolonifera ist auch als Begleitart in Ampfer-Queckenrasen-Gesellschaften (Agropyro-Rumicion) und Vogelknöterich-Trittrasen-Gesellschaften (Polygonion avicularis) zu finden. An den Küsten formt es zusammen mit der Strand-Grasnelke den Verband Armerion maritimae. Das Weiße Straußgras wächst in frischen bis feuchten Rasen, Wiesen, Weiden und Äckern. Nicht selten ist es auch entlang von Ufern, Gräben und entlang von Wegsenken zu finden. Dieses salztolerante Gras wächst auch an der Küste auf der Außenseite der Dünen. In den Allgäuer Alpen steigt es in Vorarlberg nahe der Widdersteinhütte bis zu 2015 Metern Meereshöhe auf. In Graubünden steigt es im Val da Fain, einem Seitental des Val Bernina, bis 2780 Meter Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w+ (sehr feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant). Kriechende Wuchsform Bewurzelung Ausläufer
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Verteilung und Lebensraum. Eingeführt. Agrostis stolonifera stammt aus Eurasien und Nord-Amerika (Harvey 2007). In der Untersuchungszone wurde dieses Taxon aus den mexikanischen Bundesstaaten Baja California und Veracruz gesammelt Abb. Agrostis wurde auch aus den südlichen Vereinigten Staaten und Mexiko-Stadt berichtet, auch aus den Bundesstaaten Chiapas, Chihuahua, Coahuila, Hidalgo, Jalisco, Mexiko, Michoacan, Nuevo Leon, Puebla und Tlaxcala (Davila et al. 2018; Sanchez-Ken 2019), aber es wurden keine Exemplare aus diesen Staaten gesehen. Dieses Taxon wurde an Bachrändern und offenen Flächen von Kiefernwäldern zwischen 1800 und 2100 m a. s. l. gesammelt Abb. Es gibt mehr Aufzeichnungen dieser Art in der Untersuchungszone, in Datenbanken (GBIF 2023 d), aber nicht alle haben Bilder, und daher konnten wir ihre Identität nicht bestätigen.
Agrostis stolonifera var. jahandieziana
Agrostis stolonifera var. longipaleata
Agrostis stolonifera var. stenantha
Agrostis stolonifera var. trinervata
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