Pflanzenwissen · Art
Die Chilenische Araukarie, auch Andentanne, Chiletanne, Schlangenbaum, Schuppentanne, Affenschwanzbaum, Affenbaum, Chilenische Schmucktanne oder Monkey Puzzle Tree genannt, in der örtlichen Sprache Mapundungun von der…
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Belege
Abies araucana (Molina) Poir., Araucaria araucana f. virgata Schwer., Araucaria araucana subsp. conguillioensis Silba
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Die Chilenische Araukarie, auch Andentanne, Chiletanne, Schlangenbaum, Schuppentanne, Affenschwanzbaum, Affenbaum, Chilenische Schmucktanne oder Monkey Puzzle Tree genannt, in der örtlichen Sprache Mapundungun von der indigenen Bevölkerung Pewen oder Pehuén genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Araukarien (Araucaria) in der Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Habitus Die Chilenische Araukarie ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 30 bis 50 Metern und Stammdurchmesser von 1 bis 2 Metern erreicht. Chilenische Araukarien wachsen sehr langsam; der Jahreshöhenzuwachs beträgt selten mehr als 30 Zentimeter. Sie erreichen ein hohes Alter, so dass es 1.300 bis 2.000 Jahre alte Exemplare gab. Als Nutzholz wurden meist etwa 500 Jahre alte Bäume verwendet. Der Baum bildet mehrere tief gehende Wurzeln und eine eiförmige bis schirmförmige Krone aus. Alle Äste stehen in Quirlen von 3 bis 7 Zweigen zusammen und gehen waagerecht vom Stamm ab. Sie sind sehr biegsam. Nach etwa 100 Jahren werden die unteren Zweige abgeworfen, und der Stamm wird unten sichtbar; alte Bäume sind oft nur noch in der Spitze beastet. Der Stamm ist stets gerade und zylindrisch. Die Zweige sind frischgrün und dicht mit Blättern besetzt. Belaubung Zweige, Äste und die Stämme von jungen Bäumen sind dachziegelartig mit den sehr harten und ledrigen schuppenförmigen, glänzend dunkelgrünen Blättern besetzt. Die dreieckigen Blätter sind 2,5 bis 3 Zentimeter lang und 1,5 bis 2 Zentimeter breit. Sie sind scharf in einen braunen Dorn zugespitzt und an den Rändern etwas gelb. Sie weisen an der Ober- und Unterseite Spaltöffnungen auf. Die Blätter sind spiralig am Zweig angeordnet. Rinde und Borke Die 10 bis 14 Zentimeter dicke Rinde mit dunkelgrauer Borke bietet der Chilenischen Araukarie Schutz vor Feuer und der Hitze heißer Asche nach Vulkanausbrüchen. Sie macht bis zu 25 % des Stammvolumens aus. Blüten, Zapfen und Samen Die Chilenische Araukarie ist zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig und wird mit 15 Jahren mannbar. Die einzeln oder in Gruppen endständig aufrecht stehenden, männlichen Blütenzapfen sind zapfenförmig, dunkelbraun, etwa 8 bis 12 Zentimeter lang, 4 bis 5 Zentimeter breit und bleiben nach dem Pollenflug im Juni noch monatelang am Baum. Sie besitzen spiralig angeordnete, sich dachziegelartig überlappende, dornige Schuppen. Die kugeligen weiblichen Blütenzapfen, cabezas (spanisch für „Köpfe“) genannt, erscheinen einzeln an der Oberseite der Zweige und reifen im zweiten Jahr. Sie weisen eine Länge von 10 bis 18 Zentimetern bei einem Durchmesser von 15 bis 20 Zentimetern auf, sind anfangs grün mit goldgelben Dornen und werden später zu braunen Zapfen, die noch am Baum aufbrechen und dann bis zu 200 ungeflügelte, rötlich-braune Samen freigeben. Diese werden piñones („Pinienkerne“) genannt, sind vier bis fünf Zentimeter lang und zwischen 1,5 und zwei Zentimeter breit. Sie haben einen leicht abgeflachten, länglich-keilförmigen Umriss. Das Tausendkorngewicht schwankt zwischen 3.300 und 5.000 g. Holz Das ockergelbe Kernholz unterscheidet sich farblich nur geringfügig vom Splintholz. Die Jahresringe sind nur schwer zu erkennen. Die Rohdichte des Holzes liegt bei 0,67 g/cm³. Es hat günstige mechanische Eigenschaften und ist leicht zu bearbeiten. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.
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Holznutzung Das hochwertige Holz wird unter anderem zum Haus-, Boots- und Brückenbau verwendet. Es findet auch als Furnier Verwendung. Nutzung als Nahrungsmittel Die einheimischen Indianer, insbesondere die zu den Mapuche zählenden Pehuenchen, dessen Bezeichnung sich vom Namen des Baumes herleitet, haben durch Ernte und Lagerung der piñones als ihrem praktisch alleinigen Nahrungsmittel die Winter in den Bergen überlebt. Gekocht oder geröstet kann den Kernen die Schale abgezogen werden, ähnlich wie bei einer Esskastanie; sie schmecken nach einer Mischung aus Kartoffel, Mandel und Erdnuss. Bedürftige Familien in Südchile bekommen im Zuge der staatlichen Unterstützung ein Stück Land mit Araukarien zugewiesen und können von der Ernte selbst leben und die überschüssigen Kerne verkaufen. Dazu ziehen sie in den Herbstmonaten (meistens März) mit dem Zelt in die Berge und holen die Fruchtzapfen mit einem Lasso vom Baum, um die Früchte einzusammeln. Nutzung als Ziergehölz Vor allem auf den britischen Inseln, aber auch in anderen milden Gegenden Europas, einschließlich in Deutschland wird die Chilenische Araukarie aufgrund ihres sehr exotischen Erscheinungsbildes als Park- und Zierbaum gepflanzt. Auch in anderen Teilen der Welt wird sie zu diesem Zweck genutzt. Da sie Getrenntgeschlechtlich sind, es also männliche und weibliche Individuen gibt, kann ein einzelner Baum weder Samen bilden, noch sich geschlechtlich fortpflanzen. Bei einer Neupflanzung ist zu beachten, dass sie genügend Wasser erhält. Ansonsten benötigt sie keine besondere Pflege. Habitus der Chilenischen Araukarie Gruppe im Arboretum Main-Taunus Baumkrone Araukarien im Nationalpark Huerquehue, Chile Araukarien im Nationalpark Villarrica, Chile
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cbd 2014 pathway:escape horticulture
zufällig
Eingeführt
Algerien, Belgien, Kolumbien (Bogotá, D.C.), Frankreich, Irland, Libyen, Niederlande (The Netherlands), Vereinigtes Königreich (Great Britain), Vereinigtes Königreich
Weitere
Brasilien, Taiwan, Kolumbien (Antioquia), Norwegen, Jardín Botánico de Bogotá, Chile Central, Chile South, Global, Argentina South
Südamerika (WGSRPD:8)