Pflanzenwissen · Art
Der Buchenfarn ist eine Pflanzenart in der Familie der Sumpffarngewächse (Thelypteridaceae).
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Aspidium phegopteris (L.) Baumg., Aspidium phegopteris f. geminatum G.Piep.,
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Der Buchenfarn ist eine Pflanzenart in der Familie der Sumpffarngewächse (Thelypteridaceae). Der Buchenfarn ist die einzige in Europa, beispielsweise auch in Mitteleuropa heimische von insgesamt drei Arten der Gattung Phegopteris.
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Der Buchenfarn erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 30, selten bis zu 50 Zentimetern. Das kriechende bis aufsteigende, längliche und verzweigte Rhizom weist einen Durchmesser von nur 1 bis 2,5 Millimetern auf. Die Blattwedel stehen einzeln, nicht in einer Rosette, jedoch oft in Herden dicht beieinander. Die zarte und matt hell-grüne Blattspreite ist bei einer Länge von 7 bis 22 Zentimetern sowie einer Breite von 5 bis 15 Zentimetern im Umriss dreieckig bis pfeilförmig und besitzt eine spreuschuppige Oberseite. Die mittleren Fiedern setzen an der Blattspindel breit an. Die untersten Fiedern stehen nach rückwärts ab, sind aber nicht wesentlich größer als die anderen. Jeder Wedel hat auf jeder Seite 12 bis 20 Fiedern. Sie sind gegenständig und stehen ziemlich nahe beieinander. Die Fiedern bilden mit Ausnahme der untersten 2 Paare an der Blattspindel dreieckige Flügel. Die Sori sind klein und schleierlos. Sporenreife erfolgt von Juli bis September. Chromosomensatz Es liegt Triploidie vor und die Chromosomenzahl beträgt 2n = 90.
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Der Buchenfarn ist ein sommergrüner Rhizom-Geophyt. Die Spaltöffnungen befinden sich in Anpassung an seinen luftfeuchten Standort auf der Blattober- und Blattunterseite. Die Sporen breiten sich als Körnchenflieger aus. Die generative Vermehrung erfolgt apomiktisch, d. h. Vorkeim und Sporophyt haben denselben Chromosomensatz, diese Art ist triploid. Der Sporophyt entwickelt sich ohne Befruchtung aus der Eizelle und bei der Sporenbildung entfällt die Reduktionsteilung. Die Vermehrung ist also apomiktisch. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch das verzweigte Rhizom. Die Blätter werden oft vom Pilz Uredinopsis filicina befallen.
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terrestrial
mesotrophic
woodlands
longlived
cuddly
mobile
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Kanada (Labrador), Taiwan, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Grönland, Island
Weitere
Dänemark, Island, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Bulgarien, Buryatiya, Central European Rus, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Colorado, Connecticut
Corse, Czechoslovakia, East European Russia, Finnland, Frankreich, Føroyar, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Grönland, Ungarn, Idaho, Illinois, Iowa, Irland, Irkutsk, Italien, Japan, Kamchatka, Kasachstan, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Kuril Is., Labrador, Magadan, Maine, Manchuria, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mongolei, Montana, Nepal, Niederlande, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, Newfoundland, North Carolina, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Northwest Territorie, Nova Scotia, Nunavut, Ohio, Ontario, Oregon, Pakistan, Pennsylvania, Polen, Primorye, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Rumänien, Sakhalin, Saskatchewan, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Tennessee, Tibet, Transcaucasus, Turkey, Tuva, Ukraine, Vermont, Washington, West Himalaya, West Siberia, West Virginia, Wisconsin, Yakutskiya, Yugoslavia, Yukon, Alaska, Albanien, Alberta, Altay, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, British Columbia
Die Art besitzt ein zirkumpolares Areal. Die Verbreitung wird als submeridional/montan bis boreal mit ozeanischer Ausprägung beschrieben. Er kommt in fast ganz Europa vor, ist jedoch im Süden selten. Er fehlt in Europa nur in Portugal und Moldawien. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis Westasien, umfasst den Kaukasusraum, Ostasien und Nordamerika. In Österreich ist er recht häufig und kommt in allen Bundesländern mit Ausnahme Wiens vor. In Deutschland ist er ebenfalls häufig, jedoch in einigen Bundesländern gefährdet (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Tieflandregion Niedersachsens). Der Buchenfarn wächst in Mitteleuropa vor allem in Wäldern auf modrigen, humosen, eher bodensauren und kalkarmen Böden, aber auch in Gebüschen, Hochstaudenfluren und im Krummholz. Häufig tritt er in Rotbuchen-, Tannen- und Fichten-Mischwäldern auf. Er kommt in der montanen bis subalpinen Höhenstufe vor. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil zwischen Bergkiefern auf dem Weg von Hinterhornbach zur Kaufbeurener Hütte bis zu einer Höhenlage von 1600 Meter auf. Nach Oberdorfer gedeiht er in Mitteleuropa besonders auf sickerfrischen, kühlen, mehr oder weniger nährstoffreichen, basenreichen, kalkarmen, mäßig sauer-humosen, lockeren, meist mittelgründigen steinigen Lehmböden. Er steigt in Vorarlberg im Montafon am Vergoldner Jöchl bis zu einer Höhenlage von etwa 2500 Metern auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w (mäßig feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
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