Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Binsen (Juncus)
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Juncus bulbosus var. eusupinus Moench, Juncus bulbosus var. maroccanus FontQuer,
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Die Zwiebel-Binse, auch Knollen-Binse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Binsen (Juncus) innerhalb der Familie der Binsengewächse (Juncaceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Die Zwiebel-Binse wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 20 (bis 30) Zentimeter erreicht. Sie bildet kurze Ausläufer. Die Basis der Sprossachse ist zwiebelartig verdickt. Der meist bogig aufsteigende Stängel kann an den Knoten (Nodien) wurzeln und ist oft rötlich. Die Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die Öhrchen der Blattscheide sind lang und häutig. Die Laubblätter sind oft etwas rinnig und innen mit mehreren engen Längsröhrchen. Die Blattspreite kann borstlich bis fadenförmig, rundlich oder oberseits schwach rinnig sein und von variabler Länge. Generative Merkmale Die Blütezeit ist Juli bis Oktober. Der endständige Blütenstand ist eine Spirre. In der verzweigten Spirre sind zwei bis 15 Blüten knäuelig zusammengefasst. Der gesamte Blütenstand besteht aus 3 bis 20 solcher Köpfchen. Blütenköpfchen können aber teilweise durch Adventivsprosse aus den Achseln der Deckblätter ersetzt sein. Die rötlichgrünen Perigonblätter sind gleich lang und die äußeren spitziger als die inneren. Sie sind 2 bis 3 Millimeter lang, breit hautrandig und grün, hellbraun bis dunkelbraun oder rötlich. Die äußeren Blütenhüllblätter sind eiförmig bis lanzettlich und bootförmig. Der innere Staubblattkreis fehlt oder ist stark reduziert, daher gibt es oft nur drei Staubblätter. Die Staubbeutel sind 0,3 bis 1 Millimeter lang und so lang wie oder länger als die Staubfäden. Der sehr kurze Griffel trägt blassrote, 1 bis 1,5 Millimeter lange Narben. Die reife Kapselfrucht ist stachelspitzig und deutlich länger als die Perigonblätter. Sie ist grün bis dunkelbraun und gegen den Grund zu heller. Die Samen sind 0,5 bis 0,6 Millimeter lang, ellipsoidisch und rotbraun. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.
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Die Zwiebel-Binse ist ein Hydrophyt und Hemikryptophyt. Die Wuchsform ist je nach Standort sehr veränderlich. Untergetauchte Individuen gleichen solchen nur wenig, deren Standort nie längere Zeit überspült wird. Manche können sogar regelrecht im Wasser fluten. Manche Exemplare blühen schon im ersten Jahr und bleiben dann klein; ihr Stängel kann dann sogar nur einen Zentimeter lang sein. Blattartige Missbildungen am Blütenstand können durch die Stiche des Binsenflohs (Livia juncorum) hervorgerufen werden.
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terrestrisch
oligotroph
langlebig
kuschel
eurytop
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Portugal (Açores), Schweden
Eingeführt
Australien, Kanada (Newfoundland), Chile, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Neuseeland, Oregon, Labrador, Mauritius, New South Wales, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland
Nova Scotia, British Columbia, South Australia, Tasmania, Victoria, Washington
Weitere
Chile (Maule Region, Biobío Region, Araucanía Region), Dänemark, Island, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Spanien, Schweden, Schweiz, Tunesien, Turkey-in-Europe, Ukraine
Yugoslavia, Palaearctic, Global, Algerien, Österreich, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Central European Rus, Corse, Czechoslovakia, Finnland, Frankreich, Føroyar, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Ungarn, Irland, Italien, Madeira, Marokko, Niederlande, Northwest European R, Polen, Portugal, Rumänien, Sardegna
Die Zwiebel-Binse kommt außer in Europa in Marokko und in Tunesien vor. In Nordamerika, in Australien und in Neuseeland ist sie ein Neophyt. In Europa fehlt sie nur in den Ländern Albanien, Griechenland, Bulgarien und Moldau. Die Zwiebel-Binse besitzt einen (nordisch-)subatlantischen Verbreitungsschwerpunkt. Die Zwiebel-Binse fehlt oder ist selten im südlichen Mittelmeergebiet und in Südosteuropa. Die östliche Verbreitungsgrenze ist annähernd der 30. östliche Längengrad. Die Zwiebel-Binse gedeiht am besten in sauren und daher kalkarmen oder kalkfreien, oft überschwemmten Sand-, Schlick- oder Torfböden. Sie wächst an offenen Stellen in Flachmooren, in der Uferzone von Heideseen oder in träge durchflossenen Gräben von Sandgebieten. In Mitteleuropa ist sie insgesamt selten, kommt aber an ihren Standorten meist in kleineren Beständen vor. Sie steigt in den Alpen bis in Höhenlagen von etwa 1250 Meter. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w+ (nass aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).
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