Pflanzenwissen · Art
Der Mulateiro oder Pau-Mulato ist ein Baum aus der Gattung Calycophyllum innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).
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Der Mulateiro oder Pau-Mulato ist ein Baum aus der Gattung Calycophyllum innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die Art kommt im Amazonasbecken vor und ist in Brasilien, Peru, Bolivien und Ecuador beheimatet.
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Der Mulateiro ist immergrün und erreicht eine Höhe von etwa 30 Metern sowie einen Stammdurchmesser von 70 cm oder mehr. Es werden oft kleinere Brettwurzeln ausgebildet. Die eiförmigen bis elliptischen, gestielten Laubblätter sind gegenständig und 9–17 cm lang und 6–7 cm breit. Die Blätter sind zugespitzt bis spitz und ganzrandig, die Nervatur ist gefiedert. Die Blütenstände sind endständige Zymen. Von Juni bis Juli produziert der Baum kleine zwittrige, weiße, aromatische Blüten. Die 5–6(8) Kronblätter sind zu einer länglichen Röhre mit ausgebreiteten und zurückgelegten Lappen verwachsen. Der grünliche, becherförmige und feinhaarige Kelch besitzt kleine, schmale und spitze Zähnchen. Die Antheren der hervorgestreckten und antipetalen Staubblätter sind rötlich, die Staubfäden sind weißlich. Der Fruchtknoten ist unterständig mit einem langen Griffel, mit zwei hellgelblichen, hakig eingerollten Narbenästen. Es werden kleine, ellipsoide Kapselfrüchte mit angepressten Haaren gebildet, die zahlreiche dunkelbraune Samen enthalten, deren Tausendkornmasse nur 0,11 bis 0,16 Gramm beträgt. Der Baum besitzt die Fähigkeit, seine Rinde einmal im Jahr vollständig abzuwerfen. Sie ist sehr glatt und ändert über das gesamte Jahr mit zunehmender Reife die Farbe. Im Frühjahr schimmert sie grün und ändert sich bis zum Spätherbst zu einem Braunton. Das recht schwere Holz des Baumes ist moderat beständig und recht hochwertig. Mulateiro verbreitet sich bevorzugt in der Nähe von Wasser oder in Regionen mit regelmäßiger Überschwemmung. Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Es fehlen sämtliche Quellenangaben für den nachfolgenden Abschnitt. Die wahrscheinlich verwendeten Quellen befinden sich im Abschnitt Weblinks und müssen als Einzelnachweise in den Fließtext eingebaut werden, um eine Sichtung des Artikels zu ermöglichen. --Poecilotheria36 (Diskussion) 20:15, 4. Okt. 2016 (CEST)
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Belege
Calycophyllum spruceanum (Benth.) Hook.f., Calycophyllum spruceanum f. brasiliensis K.Schum., Calycophyllum spruceanum f. peruvianum K.Schum., Eukylista spruceana Benth.
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Die Mulateiro-Rinde ist tief in der einheimischen Kultur verwurzelt und wird von den Indigenen bei sogenannten Ayahuasca-Ritualen als Beimischung verwendet, um die eigentliche Wirkung zu potenzieren. Zudem wird aus der Rinde ein Sud gewonnen, der bei Kompressen zur Behandlung von Schnittwunden, Eiterwunden und Verbrennungen verwendet wird. In der traditionellen Medizin sagt man, Mulateiro habe die stärksten antimykotischen und wundheilenden Eigenschaften von allen Amazonaspflanzen. Einige Indianer bereiten aus der Rinde auch einen Aufguss, den sie bei parasitären Infektionen einnehmen. Doch am bekanntesten ist der Mulateiro Extrakt, mit dem sich die Indianer nach dem Baden einreiben und in der Sonne trocknen. Dies bildet einen dünnen Film auf dem Körper und soll gegen die Auswirkungen des Alterns zu helfen, Parasiten und Pilzinfektionen effektiv verhindern und Blutungen stillen. In Paraguay wird der Extrakt mittlerweile offiziell zur Behandlung von Diabetes verwendet. Dabei wird 1 Kilogramm Rinde in 10 Liter Wasser aufgekocht, bis nur noch 4 Liter verbleiben. Das Gebräu soll laut heimischen Ärzten ganze drei aufeinanderfolgende Monate getrunken werden um Diabetes vollständig zu „heilen“. Die peruanische Indianerstämme hingegen, verwenden auch die pulverisierte Rinde bei Pilzinfektionen der Haut. Die abgekochte Mulateiro-Rinde wird zur Behandlung von Hautparasiten verwendet. Insbesondere bei „Sarna Negra“, einen hartnäckigen Parasiten, der sich tief unter der Haut einnistet und dort lebt. In peruanischen Kräutermedizin wird der abgekochte Sud sogar in peruanischen Krankenhäusern bei Augeninfektionen und infektiösen Wunden verwendet. Als Kosmetik-Inhaltsstoff findet Mulateiro in Brasilien bei sogenannter Wirkstoff- und Naturkosmetik zur Behandlung von Hautflecken, Hyperpigmentation, oxidativen Falten und wulstigen Narben immer mehr Anhänger. In den Amazonas-Großstädten, bzw. Manaus wird es als natürliches Insektizid und zur Linderung von blauen Flecken, Schwellungen und Erkrankungen der Eileiter verwendet. In der Schulmedizin wird das Harz der Rinde offiziell bei Abszessen und Hauttumoren (kein wissenschaftlich fundierter Nachweis erbracht) verordnet.
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Heimisch
Brasilien, Kolumbien (Amazonas, Putumayo)
Eingeführt
Indien, Trinidad-Tobago
Weitere
Brazil Southeast, Brazil West-Central, Kolumbien, Ecuador, Peru, Brazil North, Bolivien, Brazil Northeast, Región: Amazonia; Áreas protegidas: PNN Amacayacu