Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Xysmalobium
Uzara ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae). Sie ist in Afrika von Kenia bis nach Südafrika verbreitet. Aus ihrer Wurzel gewinnt die südafrikanische Volksmedizin seit vielen Generationen Heilmittel, die das Volk der Xhosa „Uzara-Medizin“ nennt. Afrikanische Heiler wenden die Uzara-Medizin bei Verdauungsstörungen, Regelbeschwerden, Migräne und Erkältungen an. In Deutschland wird seit 1911 aus der Uzara-Wurzel ein Trockenextrakt gewonnen. Mit ihm werden u. a. Durchfallerkrankungen behandelt.
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Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben (orthotroph, monopodial) wachsende, bis 1 Meter hohe, ausdauernde, krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse und die Blätter führen viel Milchsaft. In einer Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Querschnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten (Internodiallänge) beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen und borstigen, spitzen und stachelspitzigen Laubblätter sind 7 bis 20 cm lang und stehen kreuzgegenständig. Der ganze Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite. Die Basis ist abgerundet bis leicht herzförmig. Auf einem achsel- oder endständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger, mehr oder weniger behaarter Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die kleine, zwittrige, grün-gelbe, radiärsymmetrische, gestielte und behaarte, bärtige Blüte ist überwiegend fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die schmalen, spitzen Kelchblätter sind behaart. Es ist ein kurzes Gynostegium und eine Corona vorhanden. Die bis zu 10 cm langen, feinhaarigen und weichstacheligen, eiförmigen bis ellipsoiden, aufgedunsenen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich bis zu 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen. Blütenstand Blüten Ameisen an den Blüten Junge Früchte Austretender Milchsaft Wurzel: Außen umschließt ein Abschlussgewebe (Periderm) die Wurzel. Es besteht hauptsächlich aus meist zwei bis drei Lagen dünnwandiger Korkzellen. Das Rindenparenchym besteht aus rundlichen oder tangential gestreckten Zellen mit deutlich getüpfelten Wänden und gasgefüllten Hohlräumen (Interzellularen). Im Kambium liegen großlumige Tüpfelgefäße. Den gesamten Holzteil durchziehen Gefäßbündel. In allen Parenchymzellen der Wurzel sind Stärkekörner unterschiedlicher Form und Größe. Zudem enthält sie auffallend viele Hohlräume mit Calciumsalzkristallen (Calciumoxalatdrusen).
Pflege
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Sortenvielfalt
Xysmalobium undulatum var. ensifolium
Xysmalobium undulatum var. ensifolium Burch. ex Scott ElliotXysmalobium undulatum var. undulatumMarktplatz
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Belege
Asclepias ciliata Murray, Asclepias ciliata Murray ex Decne., Asclepias leucotricha Schltr., Asclepias repanda Paláu, Gomphocarpus undulatus (L.) Schltr., Woodia trilobata Schltr., Xysmalobium ambiguum N.E.Br., Xysmalobium amplifolium Weim., Xysmalobium angolense Scott Elliot, Xysmalobium barbigerum N.E.Br., Xysmalobium dilatatum Weim., Xysmalobium dispar N.E.Br.
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Weitere
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