Pflanzenwissen · Art
Die Schlangenhaut-Kiefer, auch Lorica-Kiefer oder Panzerkiefer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
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Pinus heldreichii f. vivipara Tucovic & Stilinovic, Pinus heldreichii subsp. leucodermis (Antoine) E.Murray,
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Die Schlangenhaut-Kiefer, auch Lorica-Kiefer oder Panzerkiefer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie kommt in einigen Gebirgen des Balkans und in Süditalien vor. Sie wächst auf Felsen und bildet an ihren Standorten zusammen mit der Rotbuche meist die Baumgrenze.
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Erscheinungsbild Die Schlangenhaut-Kiefer wächst als Baum und kann Wuchshöhen von bis über 30 Meter und Brusthöhendurchmesser von bis über 200 Zentimeter erreichen. Einzelne Exemplare können bis zu 1.000 Jahre alt werden. Die Stämme sind sowohl bei jungen als auch bei alten Bäumen gerade. Krüppelwuchs und Strauchformen treten vor allem auf extremen Standorten und an der Baumgrenze auf. Die dichte Krone junger Bäume ist hellgrün und pyramidenförmig. Ältere Bäume besitzen eine dunklere, nicht so dichte, ovale Krone mit Zweigen, die an den Enden aufgerichtet sind. Wurzelsystem Bereits sehr junge Bäume besitzen eine lange und dünne Pfahlwurzel. Die Pfahlwurzel dringt bei alten Bäumen tief in den Boden ein und sorgt besonders auf steinigen Böden für eine feste Verankerung des Baumes. Rinde Zweige besitzen eine blau-grüne, weißliche Rinde. Auffallend ist die aschgraue, in ungleichmäßig trapezförmige Platten zerteilte und mit kleinen, glänzenden Schuppen bedeckte Borke älterer Bäume, die ein wenig an den Panzer eines Krokodils erinnert und namensgebend war. Die Borke ist bei jungen Bäumen silber-grau und glatt. Der Trivialname „Schlangenhaut-Kiefer“ leitet sich von der rautenförmigen weißlich-grauen Schuppenborke unterhalb der Krone ab. Holz Es liegen nur wenige Informationen über die technischen Eigenschaften des Holzes vor. Es soll weniger grob als das der Schwarzkiefer (Pinus nigra) sein. Gerade Holzfasern sollen widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und salzhaltiger Luft sein. Knospen und Nadeln Die eiförmigen und lang zugespitzten Knospen sind braun oder braun-rot und nicht harzig. Die Knospenspitze ist weißlich und die freien, braunen Schuppen besitzen silberweiße Ränder. Die steifen Nadeln stehen zu zweit an Kurztrieben und sind 5 bis 10 Zentimeter lang sowie 1,5 bis 3 Millimeter breit. Die Nadelränder sind leicht gezähnt und die Spitze ist stechend. Junge Nadeln sind hell-grün, ältere dunkel-grün. Es befinden sich auf allen Seitenflächen Stomatabänder. Die Nadeln verbleiben zwischen 5 und 6 Jahre am Baum. Blüten, Zapfen und Samen Die Schlangenhaut-Kiefer wird mit 15 bis 20 Jahren mannbar. Die männlichen Blütenzapfen sind hell-gelb mit dunklen Punkten. Die weiblichen Blütenzapfen sind purpurrot. Die ungestielten oder kurzgestielten Zapfen reifen nach zwei Jahren. Die reifen Zapfen weisen eine Länge von 5 und 10 Zentimetern sowie einen Durchmesser von 2 und 4 Zentimetern auf. Anfangs sind die Zapfen veilchenfarbig und färben sich zur Reife hin gelblich-braun. Man findet die Zapfen meist einzeln oder in Gruppen von zwei bis drei, schräg stehend an den Ästen. Diegeflügelten Samen sind bei einer Länge von 4 bis 8 Millimetern elliptisch, runzelig und grau. Das Tausendkorngewicht liegt zwischen 25 und 35 Gramm. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
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Die Schlangenhaut-Kiefer stellt keine Wirtschaftsholzart dar. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedenen Standorte macht die Schlangenhaut-Kiefer jedoch sowohl für die Forstwirtschaft als auch für den Landschaftsschutz interessant. Stamm eines Altbaumes, Orjen (Bijela gora) Einzelbaum in einem Buchen-Hallenwald, Orjen (Vučji zub) Orjen
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Die Erstbeschreibung von Pinus heldreichii erfolgte 1863 durch Konrad Hermann Heinrich Christ in Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel Band 3, Teil 4, S. 549. Das Artepitheton ehrt den deutschen Botaniker und Entdecker der Art auf dem thessalischen Olymp Theodor von Heldreich. Ein Synonym von Pinus heldreichii Christ ist Pinus leucodermis Antoine. Früher wurden einige Bestände auf der Balkanhalbinsel und die Vorkommen in Italien als eigene Art Pinus leucodermis oder als Varietät Pinus heldreichii var. leucodermis (Antoine) Fitschen angesehen. Aufgrund der geringen morphologischen Unterschiede und der Ergebnisse isoenzymatischer Vergleiche wird Pinus leucodermis nicht mehr als eigene Art oder als Varietät eingestuft, sondern mit Pinus heldreichii gleichgestellt. Aus verschiedenen Studien mit Isoenzymen geht hervor, dass die rezenten Bestände die Reste einer viel größeren Population sind.
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Eingeführt
Kroatien
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