Pflanzenwissen · Art
Das Kleinblütige Fingerkraut, auch Rheinisches Fingerkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerkräuter (Potentilla) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
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Belege
Fraga micrantha (Ramond ex DC.) Fourr., Fraga sterilis var. parviflora Lapeyr., Fragaria breviscapa (Vest) Crantz, Fragaria breviscapa (Vest) Tratt., Fragaria micrantha (Ramond ex DC.) Tratt.,
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Das Kleinblütige Fingerkraut, auch Rheinisches Fingerkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerkräuter (Potentilla) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist von Nordafrika über West-, Süd- und Mitteleuropa sowie Kleinasien bis zum Kaukasusraum verbreitet.
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Erscheinungsbild und Blatt Das Kleinblütige Fingerkraut ist eine überwinternde grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 10 Zentimetern erreicht. Sie bildet keine Ausläufer. Die vegetativen Pflanzenteile sind dicht fein behaart. Die in grundständigen Rosetten zusammenstehenden Laubblätter überragen den Blütenstängel. Die Blattoberseite ist dunkelgrün sowie locker anliegend behaart und die Blattunterseite ist heller grün, aber nicht bläulich grün, sowie ziemlich dicht anliegend behaart. Die handförmig geteilte Blattspreite besitzt drei 1 bis 5 Zentimeter lange, verkehrt-eiförmige Blattabschnitte, die jederseits sechs bis elf spitze Zähne besitzen. Die Nebenblätter sind 3 bis 5 Millimeter lang und 6 bis 9 Millimeter breit, dreieckig-eiförmig mit zugespitztem oberem Ende. Blütenstand, Blüte und Frucht Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit, höchstens zu dritt auf einem Stängel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf behaarten Kelchblätter alternieren mit den fünf behaarten Nebenkelchblättern. Sie sind jeweils gleichgestaltig und breit dreieckig oder eiförmig-lanzettlich mit 3 bis 7,5 Millimetern Länge und 2 bis 5 Millimetern Breite. Die fünf Kelchblätter sind innen purpurrot. Die Kronblätter sind höchstens so lang wie die Kelchblätter. Die fünf freien, weißen und an ihrer Basis mehr oder weniger rosafarbenen Kronblätter sind 3 bis 5 (bis 8) Millimeter lang und 3 bis 3,3 Millimeter breit und mehr oder weniger verkehrt-eiförmig. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind bandartig verbreitert, fast so breit wie die Staubbeutel und mindestens an der unteren Hälfte bewimpert. Die Staubbeutel sind 0,3 bis 0,5 Millimeter lang und eiförmig. Der Nektardiskus ist gelb bis orangefarben. Es sind viele freie Fruchtblätter vorhanden. Der fadenförmige Griffel ist 1,8 bis 2 Millimeter lang. Der Blütenboden schwillt bei der Fruchtreife nicht an. Die 1,5 bis 1,8 Millimeter langen, 1,2 bis 1,8 Millimeter breiten, 0,8 bis 0,9 Millimeter hohen und etwa 0,6 g schweren, eiförmigen Nüsschen sind winzig runzelig. Es ist ein Elaiosom vorhanden. Die Blütezeit erstreckt sich in der Schweiz und in Deutschland von März bis Mai. Chromosomensatz Es liegt Diploidie vor, die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.
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Beim Kleinblütigen Fingerkraut handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Blütenökologisch handelt es sich um Scheibenblüten mit mehr oder weniger verstecktem Nektar. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Die Diasporen sind die Nüsschen.
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Die Erstbeschreibung von Potentilla micrantha erfolgte 1805 durch Augustin-Pyrame de Candolle auf der Grundlage von durch Louis Ramond gesammeltem und provisorisch benanntem Material. Das Artepitheton micrantha bedeutet „kleinstblütig“. Synonyme für Potentilla micrantha Ramond ex DC. sind: Potentilla breviscapa Vest, Potentilla fragaria Ten. nom. illeg., Potentilla parviflora Clairv., Potentilla tineoi Lojac., Potentilla fragariastrum subsp. micrantha (DC.) Bonnier & Layens und Potentilla micrantha subsp. breviscapa (Vest) Gams. Potentilla micrantha gehört innerhalb der Gattung Potentilla zur Untergattung Fragariastrum (Heist. ex Fabr.) Rchb.
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Eingeführt
Schweden
Vorkommen (Status unklar)
Dänemark, Norwegen, Corse, Czechoslovakia, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Iran, Italien, Krym, Lebanon-Syria
Marokko, North Caucasus, Polen, Rumänien, Sardegna, Sicilia, Spanien, Schweiz, Transcaucasus, Tunesien, Turkey, Ukraine, Yugoslavia, Albanien, Algerien, Österreich, Bulgarien