Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Wegeriche (Plantago)
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Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wegeriche (Plantago), die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht, manchmal bis zu 90 cm. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60 cm in die Tiefe reichen. Alle Laubblätter stehen aufrecht in einer grundständigen Rosette, wobei jede Pflanze normalerweise mehrere dieser Rosetten ausbildet. Die ungestielte, einfache Blattspreite ist schmal-lanzettlich und läuft an ihrem oberen Ende spitz zu. Sie ist 2–30 cm lang sowie 0,5 bis 3,5 cm breit und verschmälert sich nach unten hin allmählich. Die Blätter sind ganzrandig oder besitzen einzelstehende, flache Zähne. Sie besitzen 3 bis 5(–7) deutliche, parallele Längsnerven und sind zerstreut behaart bis fast kahl. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Auf einem langen, 5-furchigen, mehr oder weniger anliegend behaartem Schaft, der etwa doppelt so lang wie die Blätter ist, steht ein dichter, walzenförmiger, ähriger Blütenstand mit einer Länge von 0,5 bis 5(–8) cm. Die verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig. Die eiförmigen Tragblätter der Einzelblüten sind 2,5 bis 3,5 mm lang. Sie sind kahl oder mit kurzen Haaren besetzt. Die Kelchblätter sind 2,5 bis 3 mm lang. Die Blütenkrone besteht aus vier verwachsenen Kronblättern mit einer 2 bis 3 mm langen, kahlen Kronröhre und vier zurückgebogenen, bräunlichen, 1,5 bis 2 mm langen, lanzettlichen bis eiförmigen Kronzipfeln. Es sind vier, 3 bis 5 mm über die Kronblätter hinausragende Staubblätter mit weißlichen Staubfäden und gelblichen Staubbeuteln vorhanden. Die Frucht ist eine 3 bis 4 mm lange Deckelkapsel, die zwei ca. 2 mm lange Samen enthält. Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 12, seltener 72. Ähriger Blütenstand Ansichten einer Blüte Freigelegte, kahle Kronröhre
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Der Spitzwegerich ist ein tief wurzelnder Hemikryptophyt. Er ist sekundär windblütig und seine Blüten sind vorweiblich. Daneben findet auch eine Bestäubung durch pollensuchende Insekten statt. Die Samen sind weniger quellfähig als beim Breitwegerich (Plantago major). Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Wurzelsprosse. Die Verbreitung erfolgt über die klebrigen Samen, die an Tierpfoten, Schuhen und Rädern haften. Der Spitzwegerich dient einigen Schmetterlingsarten als Raupenfutterpflanze. Für den stark gefährdeten, oligophagen Wegerich-Scheckenfalter, den stark gefährdeten, regional monophagen Roten Scheckenfalter und den gefährdeten, oligophagen Zweibrütigen Scheckenfalter besitzt er eine besondere Bedeutung. Der Spitzwegerich wird vom Rostpilz Puccinia cynodontis mit Spermogonien und Aecidien befallen. Auch der Mehltau Podosphaera plantaginis befällt ihn häufig.
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terrestrisch
langlebig
mesotroph
kuschel
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Island, Portugal (Madeira)
Eingeführt
Australien, Bhutan, Bolivien, Botsuana, Brasilien, Bulgarien, Kanada (Newfoundland), Chile (Rapa Nui - Easter Islands), Taiwan, Kolumbien, Cookinseln, Costa Rica
Kuba, Ecuador, Falklandinseln, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Französische Süd- und Antarktisgebiete (French Southern and Antarctic Lands Terres australes et antarctiques françaises (TAAF)), Gabun, Grönland, Indien, Japan, Südkorea (Jeju Island), Lesotho, Madagaskar, Mexiko, Namibia, Niue, Pakistan, Portugal (Açores), Russland, Samoa, Südafrika, Sudan, Schweden, Timor-Leste, Tonga, Altay, Tristan da Cunha, Tuamotu, Tubuai Is., Amsterdam-St.Paul Is, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Arizona, Uruguay, Utah, Arkansas, Venezuela, Vermont, Virginia, Washington, Ascension, West Virginia, Windward Is., New Hampshire, Wyoming, Bahamas, Zaïre, Simbabwe, Bermuda, Brazil Southeast, Brazil South, British Columbia, California, Cape Provinces, Chile Central, Chile North, Chile South, Colorado, Connecticut, Crozet Is., Delaware, Desventurados Is., District of Columbia, Dschibuti, Dominikanische Republik, Easter Is., Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Florida, Free State, Französisch-Guayana, Georgia, Wisconsin, New Jersey, New Mexico, New York, New Zealand North, Newfoundland, Norfolk Is., North Carolina, North Dakota, Northern Provinces, Bogotá, Nova Scotia, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Panama, Pennsylvania, Peru, Primorye, Prince Edward I., Puerto Rico, Québec, Rhode I., Ruanda, Sakhalin, Society Is., South Carolina, South Dakota, Alabama, Sri Lanka, St.Helena, Alaska, Tansania, Tasmania, Tennessee, Texas, Maine, Malawi, Marion-Prince Edward, Maryland, Massachusetts, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Brunswick, Neukaledonien, Haiti, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Jamaika, Juan Fernández Is., Kamchatka, Kansas, Kentucky, Kenia, Kerguelen, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Gough Island, Kuril Is., KwaZulu-Natal, Leeward Is., Louisiana, Magadan, Portugal (Corvo Island)
Weitere
Kanada (Alberta), Kanada (Saskatchewan), Chile (Antofagasta Region, Coquimbo Region, Valparaíso Region, Metropolitana Region, O'Higgins Region, Maule Region, Biobío Region, Araucanía Region, Los Lagos Region, Aysén Region, Region of Magallanes and Antártica Chilena, Los Ríos Region, Arica and Parinacota Region), Kolumbien (Parque Nacional Natural Los Nevados), Kolumbien (Cauca), Komoren, Dänemark, Grönland, Island, Jamaika, Mauritius, Norwegen
Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (Hawaii), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Alaska)
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Spitzwegerichs ist das temperierte Eurasien und das nördliche Afrika bis Mauretanien. Inzwischen ist er weltweit verbreitet. Er kommt häufig in Fettwiesen, in Parkrasen (dort vor allem in seiner mageren Ausbildungsform), an Wegen und in Äckern vor. Nach dem Ökologen Heinz Ellenberg ist der Spitzwegerich eine Klassencharakterart der Grünland-Gesellschaften (Molinio-Arrhenatheretea). Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w (frisch aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental). In den Allgäuer Alpen steigt er am Hochtannberg in Vorarlberg bis zu 1750 m Meereshöhe auf. Die Palynologie (Pollenanalyse) hat den gut erkennbaren Pollen bereits für die späte Wärmezeit nachgewiesen. Spitzwegerich-Pollen in postglazialen Sedimenten werden als Siedlungszeiger interpretiert. Die geschlossene Pollenkurve beginnt meist erst im älteren Subatlantikum.
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