Pflanzenwissen · Art
Raps, auch Reps oder Lewat genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kohl (Brassica) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).
Pflege
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Sortenvielfalt
Brassica napus subsp. rapifera
Brassica napus subsp. rapifera Metzg. ex SinskayaBrassica napus subsp. unranked DC., 1821Brassica napus var. cruentaBrassica napus var. pabularia (DC.) Alef.Brassica napus var. rapifera Metzg.
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Belege
Brassica campestris f. annua Schübl. & G.Martens
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Raps, auch Reps oder Lewat genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kohl (Brassica) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist eine wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanze. Genutzt werden die Samen vor allem zur Gewinnung von Rapsöl und dem Koppelprodukt Rapskuchen. Die Steckrübe Brassica napus subsp. rapifera ist eine Unterart von Raps.
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Vegetative Merkmale Raps ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimetern. Es kann eine fleischige Pfahlwurzel ausgebildet werden. Der aufrechte Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind gelegentlich an der Nervatur und den Blatträndern sehr schwach grau bewimpert, meist aber vollständig kahl oder am Ansatz schwach behaart. Die grundständigen am unteren Bereich des Stängels angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist bis zu 15 Zentimeter lang. Ihre Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 25, selten bis zu 40 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 7, selten bis zu 10 Zentimetern im Umriss eiförmig, länglich-rund bis lanzettlich, fiederteilig gelappt oder leierförmig, manchmal ungeteilt ist. Der Endlappen ist eiförmig und am Rand gezähnt, gewellt oder ganzrandig. Je Seite der Mittelrippe stehen ein bis sechs seitliche Blattlappen, deutlich kleiner als der Endlappen, gelegentlich fehlend und ebenfalls am Rand gezähnt, gewellt oder ganzrandig. Die am oberen Bereich des Stängels wechselständig angeordneten Laubblätter sind ungestielt mit einer Blattspreite, die bei einer Länge von bis zu 8 Zentimeter sowie einer Breite von bis zu 3,5 Zentimeter lanzettlich, eiförmig oder länglich, ihre ohrförmige Spreitenbasis umschließt den Stängel und der Blattrand ist glatt oder gewellt. Blütenstand, Blüte und Frucht Witterungsabhängig beträgt die Blühdauer eines Exemplars etwa drei bis fünf Wochen, eine einzelne Blüte ist aber bereits nach ein bis zwei Tagen verblüht. 20 bis 60 Blüten befinden sich in einem endständigen, traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier aufsteigenden oder selten fast aufrechten Kelchblätter sind bei einer Länge von 5 bis 10 Millimeter und einer Breite von 1,5 bis 2,5 Millimeter länglich. Die vier leuchtend- bis blassgelben Kronblätter sind bei einer Länge von meist 1 bis 1,6 (0,9 bis 1,8) Zentimeter sowie einer Breite von meist 6 bis 9 (5 bis 10) Millimeter, breit verkehrt-eiförmig mit gerundetem oberen Ende und einem 5 bis 9 Millimeter langen Nagel. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind (selten bis 5) meist 7 bis 10 Millimeter lang und die 1,5 bis 2,5 Millimeter langen Staubbeutel sind länglich. Der Fruchtknoten ist langgestreckt mit kurzem bis kaum erkennbarem Griffel und kopfiger Narbe. Der sparrige oder aufsteigende, gerade Fruchtstiel ist meist 1,2 bis 2,3 (1 bis 3) Zentimeter lang. Die ungestielte Schote ist bei einer Länge von 5 bis 9,5 (3,5 bis 11) Zentimetern und einem Durchmesser von 3,5 bis 5 Millimetern linealisch, zylindrisch bis schwach vierkantig und enthält zwölf bis zwanzig Samen. Die dunkelbraunen bis schwärzlichen runden Samen sind bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 (1,2 bis 3) Millimeter kugelig mit fein genetzter Oberfläche.
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→ Hauptartikel: Rapsöl, Rapsstroh und Rapsextraktionsschrot → Hauptartikel: Rapskuchen Ernährung, Futtermittel und stoffliche Nutzung Aus der Rapssaat, dem wirtschaftlich genutzten Pflanzenteil, wird in erster Linie Rapsöl gewonnen, das als Speiseöl und Futtermittel, aber auch als Biokraftstoff genutzt wird. Weiter wird Rapsöl in der chemischen und pharmazeutischen Industrie verwendet und dient als Grundstoff für Materialien wie Farben, Bio-Kunststoffe, Kaltschaum, Weichmacher, Tenside und biogene Schmierstoffe. Als Koppelprodukte der Rapsölgewinnung in Ölmühlen fallen je nach Verarbeitungsmethode rund zwei Drittel der Rapssaatmasse in Form von Rapskuchen, Rapsexpeller oder Rapsextraktionsschrot an. Diese Produkte finden vor allem als eiweißreiches Tierfutter Verwendung und können Importe von Soja teilweise ersetzen. Glycerin, das als Nebenprodukt der Weiterverarbeitung von Rapsöl zu Biodiesel anfällt, findet ebenfalls Verwendung in der Futtermittelindustrie, zunehmend aber auch in der chemischen Industrie sowie als Bioenergieträger. Das bei der Ernte anfallende Rapsstroh verbleibt in der Regel als Humus- und Nährstofflieferant auf dem Acker, kann aber auch energetisch genutzt werden. Für die Imkerei haben Rapsfelder große Bedeutung. Rapsblüten sind unter anderem in Deutschland eine der wichtigsten und ergiebigsten Nektarquellen für Honigbienen, eine Rapsblüte produziert in 24 Stunden Nektar mit einem Gesamtzuckergehalt von 0,4 bis 2,1 mg. Ein Hektar Raps kann in einer Blühsaison eine Honigernte von bis zu 494 kg einbringen. Aufgrund des großflächigen Anbaues ist der fein und schmalzartig kandierende Rapshonig zugleich leicht als sortenreiner Honig zu ernten. Rapsblätter und Stängel einiger Varietäten sind essbar und werden hauptsächlich in der asiatischen und afrikanischen Küche als Gemüse verwendet. Bioenergieträger → Hauptartikel: Rapsmethylester und Biodiesel Rapssaat hat sich etwa seit dem Jahrtausendwechsel zu einem wichtigen Bioenergieträger entwickelt. Rapsöl wird dabei vor allem für die Biokraftstoffe Pflanzenölkraftstoff und Biodiesel (Rapsölmethylester) verwendet. Daneben dient das Öl als Treibstoff in Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken und als Brennstoff – pur oder in Beimischung – in Ölheizungen, die für den Pflanzenölbetrieb angepasst sind (Pflanzenölbrenner). Rapskuchen wird derzeit fast ausschließlich in der Tierfütterung genutzt, möglich ist jedoch auch die Verbrennung oder die Nutzung als Substrat in Biogasanlagen zur Wärme- und Stromerzeugung. Neben den allgemeinen Vorteilen der Bioenergieträger wie Erneuerbarkeit, weitgehende CO2-Neutralität und der Fähigkeit, Sonnenenergie zu speichern, spricht für die energetische Nutzung von Pflanzenölen, dass sie in großen Mengen verfügbar sind und die Nutzung mit relativ geringem technischem Aufwand möglich ist. Ein wichtiger Faktor aus Sicht der Ressourceverfügbarkeit ist bei weltweit steigendem Proteinbedarf die Nutzung der Koppelprodukte als proteinreiche Futtermittel. In Deutschland ist Rapsöl derzeit das einzige einheimische Pflanzenöl, das in großen Mengen für eine energetische Nutzung zur Verfügung steht. Kritisiert werden an der Nutzung von Raps als Energiepflanze der Flächenbedarf bei zunehmender Flächenkonkurrenz zu Nahrungs- und Futtermitteln. Teilweise in Zusammenhang damit werden die Auswirkungen der Biokraftstoffproduktion auf die Weltmarktpreise von Nahrungsmitteln diskutiert. Zudem ist der Ressourcenverbrauch von Raps als Bioenergieträger zu berücksichtigen: Die Düngung der Pflanze und, in geringerem Maße, die Verarbeitung der Rapssaat zu Pflanzenöl und Biodiesel verbrauchen Energie und Rohstoffe, der Wasserverbrauch der Rapspflanze beim Aufwuchs ist ebenfalls erheblich. Diskutiert wird, wie sich die Stickstoffdüngung auf die Klimabilanz von Raps auswirkt. Ein Teil des Stickstoffs kann zu Distickstoffoxid (N2O, „Lachgas“) umgesetzt werden, ein bis zu 320-fach so stark wirkendes Treibhausgas wie Kohlenstoffdioxid (CO2). Die tatsächlich freigesetzte Menge hängt unter anderem von dem Anteil des Stickstoffs im Dünger ab, der tatsächlich zu Lachgas umgesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt. Für die Berechnung sind auch Faktoren wichtig, wie z. B. die von der Pflanze aufgenommene Stickstoffmenge, die tatsächlich eingesetzte Menge an Dünger und die Einbeziehung von Nebenprodukten (Rapsschrot) in die Bilanzierung. Verschiedene Studien nennen eine positive Klimabilanz. Große Presseresonanz fand 2008 eine Studie, die eine negative Klimabilanz für Treibstoff aus Raps berechnete, deren Einschätzung der oben genannten Faktoren von vielen Seiten jedoch als veraltet und wissenschaftlich nicht haltbar kritisiert wurde.
Es kommt sowohl Selbstbefruchtung innerhalb einer Blüte als auch Fremdbefruchtung durch Bienen vor.
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Taxonomie Die Erstveröffentlichung von Brassica napus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 666. Genetik Brassica napus ist eine allopolyploide Hybride, die aus einer Bastardisierung von Rübsen (Brassica rapa) und Gemüsekohl (Brassica oleracea) hervorgegangen ist. Das Genom von Raps besteht aus 38 Chromosomen, davon sind 20 bzw. 18 Chromosomen von den beiden Ausgangsformen.
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cbd_2014_pathway:escape_agriculture
Annual herb
casual
Eingeführt
Australien, Belgien, Bulgarien, Kanada (Alberta), Chile, Kongo-Kinshasa (the Democratic Republic of the Congo), Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Falklandinseln, Frankreich
Französische Süd- und Antarktisgebiete (French Southern and Antarctic Lands Terres australes et antarctiques françaises (TAAF)), Deutschland, Grönland, Indien, Irland, Italien, Japan, Südkorea (Jeju Island), Litauen, Malta, Marshallinseln (Kwajalein Atoll), Mexiko, Republik Moldau, Niederlande (The Netherlands), Peru, Portugal (Portugal Continental), Rumänien, Russland, Seychellen, Schweiz, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Jemen, Québec, Rodrigues, Réunion, Sardegna, Saskatchewan, Saudi-Arabien, Sicilia, South Australia, Spanien, Tasmania, Tennessee, Transcaucasus, Tunesien, Ukraine, Utah, Vermont, Victoria, Virginia, Washington, West Himalaya, West Siberia, West Virginia, Wisconsin, Galápagos Islands, Bogotá, Afghanistan, Alabama, Alaska, Albanien, Alberta, Algerien, Altay, Amsterdam-St.Paul Is, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Arizona, Arkansas, Azores, Baleares, Baltic States, Bangladesch, Bolivien, British Columbia, Buryatiya, California, Central European Rus, Chile Central, Chile South, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Kolumbien, Colorado, Connecticut, Corse, Costa Rica, Crozet Is., Kuba, Czechoslovakia, Delaware, District of Columbia, Dominikanische Republik, East European Russia, Äthiopien, Florida, Galápagos, Georgia, Griechenland, Guatemala, Haiti, Idaho, Illinois, Indiana, Inner Mongolia, Iowa, Iran, Irak, Juan Fernández Is., Kentucky, Kenia, Kerguelen, Korea, Krasnoyarsk, Krym, Labrador, Libyen, Louisiana, Madeira, Maine, Mali, Manitoba, Marshallinseln, Maryland, Massachusetts, Mauritius, Mexico Northwest, Michigan, Mississippi, Missouri, Marokko, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, Norfolk Is., North Carolina, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Northwest Territorie, Norwegen, Nova Scotia, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Pakistan, Palestine, Pennsylvania, Portugal, Primorye, Prince Edward I., Puerto Rico, Queensland
Weitere
Brasilien, Kanada (Newfoundland), Kanada (Prince Edward Island), Kanada (Labrador), Chile (Antofagasta Region, Atacama Region, Coquimbo Region, Valparaíso Region, Metropolitana Region, Biobío Region), Kolumbien (Boyacá, municipio de Iza, mina de Puzolana), Kolumbien (Cundinamarca, Putumayo), Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Norwegen
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