Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Zaunrübe (Bryonia)
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Belege
Bryonia alba var. monoica Merrem, Bryonia dioica M.Bieb., Bryonia monoeca E.H.L.Krause, Bryonia nigra Gilib.
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Die Weiße Zaunrübe, auch Schwarzbeerige Zaunrübe, Schwarzfrüchtige Zaunrübe, Gichtrübe oder Teufelsrübe genannt, ist eine giftige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
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Vegetative Merkmale Die Weiße Zaunrübe ist eine schnell wachsende, krautige, 3 bis 5 Meter lange Rankenkletterpflanze mit rübenartiger, verdickter Wurzel. Die Wurzeln, die oft die Größe einer Zuckerrübe erreichen, sind bis zu 2,5 Kilogramm schwer, etwas wulstig geringelt und nach unten verästelt. Der rauhaarige Stängel weist wechselständige, handförmige, spitzig entfernt gezähnte, bis fünflappige, spitze und herz-, pfeilförmige, raue Laubblätter und korkenzieherartige, gewundene Ranken auf. Generative Merkmale Bei der Weißen Zaunrübe finden sich, im Gegensatz zur Rotfrüchtigen Zaunrübe (Bryonia dioica), Blüten beiderlei Geschlechts an einer Pflanze, sie ist also einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). In den Blattachseln entspringen traubige Blütenstände mit nur wenige Millimeter kleinen, gelbgrünen Blüten, die vom Juni bis Juli blühen. Von August bis September erscheinen die kugeligen schwarzen Beerenfrüchte, die die Größe einer Erbse erreichen können. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.
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In der Heilkunde Die Arzneidroge wird aus der Zaunrübenwurzel (Bryonia-alba-Wurzel, Synonyme: Gichtrübe, Faselrübe, Faulrübe, Heckenrübe, Hundsrübe, Sauwurzel, Tollrübe, Hundskürbiswurzel) gewonnen. Die Arzneidroge besitzt drastisch abführende, hypoglykämische, tumorhemmende und zellschädigende Wirkungen. Die Droge oder die daraus hergestellten Zubereitungen werden wegen der starken toxischen Wirkungen therapeutisch nicht genutzt und können auch nicht empfohlen werden. Spezielle Extrakte aus der Weißen Zaunrübe werden wegen ihrer immunstimulierenden Wirkung in einigen Fertigarzneimitteln verwendet. Die toxikologischen Nebenwirkungen bestehen bei diesen Präparaten nicht. In der Homöopathie Das Homöopathikum Bryonia alba (Kürzel: Bry oder bry) wurde von Samuel Hahnemann im zweiten Band seiner Reinen Arzneimittellehre veröffentlicht. Das Mittel wird aus dem gewonnenen Saft von den, in Alkohol angesetzten, frischen, vor der Blütezeit ausgegrabenen Weißen Zaunrübenwurzel hergestellt. Zwei placebokontrollierte medizinische Studien fanden keine Belege für die Wirksamkeit von u. a. homöopathische Zubereitung von Bryonia alba enthaltenden Kombinationspräparaten (deren nur nach Indikationen erfolgende Verwendung der klassischen Homöopathie nach Hahnemann zuwiderläuft) bei diversen Beschwerdebildern. Die ursprünglich von Hahnemann geprüfte Pflanze Bryonia alba wird heutzutage in der Homöopathie oft durch Bryonia dioica ausgetauscht. Der Buchautor und Homöopath Frans Vermeulen ist der Meinung, dass sich aufgrund teilweise unterschiedlicher Gemütssymptome Bryonia alba homöopathisch nicht durch Bryonia dioica ersetzen lässt.
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Heimisch
Dänemark, Schweden
Eingeführt
Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Polen
Russland, Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Idaho, Montana, New Jersey, Turkmenistan, Utah, Usbekistan, Washington, Baltic States, Finnland, Hawaii, Irland, Czechoslovakia
Weitere
Dänemark, Norwegen, Slowakei, Ukraine, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Yugoslavia, Albanien, Altay, Österreich, Bulgarien, Central European Rus, East European Russia
Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Krym, Polen, Rumänien, South European Russi, Schweiz, Turkey-in-Europe, Turkey