Kleine obligate oder fakultative rheophytische Kräuter bis 12 cm hoch. Stem aufrecht, meist durch Umhüllen Blattbasen ca. 1 cm in Diam verdeckt. Lässt viele zusammen in einer dichten bis eher lockeren Rosette; Petiole 1 - 3,5 cm lang × ca. 2 mm in diam., adaxial kanalikulär, grün oder tief rotstichig schwarz, oder lila, an der äußersten Basis umhüllend, Flügel, die sich zu einem sehr schmalen dreieckigen ligularen Teil bis 3 cm lang ausdehnen; Blattelliptikum bis ovate, 2,5 - 5 cm lang × 1,5 - 2 cm breit, ziemlich dick coriaceous, halbglänzend mittelgrün bis sehr dunkel rotstichig schwarz oder violett-grün adaxial, blass grünstichig rotstichig oder violett-grün adaxial, blass grünstichig rotstichig oder violett-grün, Basiskuneat, Spitze abgerundet und apikuliert für ca. 1,5 mm, Rand gewellt bis fast knusprig; Hauptseitenadern 3 oder 4 auf jeder Seite, sehr prominent adaxial, bündig mit der Klinge oder fast so abaxial, divergierend bei ca. 45° und laufend zu einer adaxial starken Randader; interprimäre Blütenstände, mehrere abwechselnd mit einem Blattblatt und/oder einem auffälligen Prophyll; Stieldrüsen mit einer Länge von 5 bis 9 cm, auffällig längs gerippt, mittel- bis dunkelgrün oder rot oder tiefrot-schwarz. Spathe breit ovate, immer aufgeblasen Turbinat kurz vor der Anthese, nicht verengt, 3,5 - 5 cm lang, mit acuminate Teil ca. 1 cm lang; untere Spathe-Trichterform, blassgelb, blassrosa oder rot gespült, persistent; Gliedmaße aufblasen in der Mitte mit einem Schlitz erscheinen auf distalen acuminate und aufgeblasenen Teil, dann caducous, weiß, oder blass bis mittelrosa, apiulate für ca. 2 mm. Spadix 2 - 2,5 cm lang; Pistillatzone 7 - 9 mm lang × c. 3 mm in Diam., mit 4 oder 5 Spiralen von Stempeln; Pistillen komprimierte Globusse, ca. 0,5 mm in Diam., Kalkgrün; Stigma sessile, capitate, ca. 1⁄2 Durchmesser der Eierstöcke, Papillat bei Anthesis; Pistilloden 2 - 4 an der Basis der Pistillatzone, Clavat mit flacher Oberseite, ca. 0,5 mm in Diam., weiß; Zwischenraum mit ca. 2 Reihen von schuppenartigen Staminoden, diese ca. 2 mm lang × c. 2 mm breit, distal eingekerbt, bei Pistillatanthesis aufgerichtet, dann bei Staminatanthesis reflexierend, weiß; Staminatzone schwach konisch, 7 - 9 mm lang × c. 6 mm in Diam. bei Base und ca. 4 mm im Diam. an der Spitze, bestehend aus 8 oder 9 regelmäßigen Reihen von Blüten; Staminatblüten wachsweiß; Staubstaub vergleichsweise groß, ca. 2,5 mm lang × ca. 1 mm im Durchmesser; dreieckige Röstrate im Filament, aufsteigend; ventral eingesetzte Thecae, schmal ellipsoid, ca. 1 mm lang × c. 0,3 mm breit, glatt; Thecae-Hörner gleich dem zugeordneten Theca, setaceös, nach oben gebogen; kugelförmig, kurzstipitatförmig, abrupt und weit gekürzt an der Kreuzung mit Staminatblüten, unterste Staminoden des überhängenden und teilweise verdunkelnden Anhangs der obersten Staubblätter; 1,7 - 2,3 cm lang × c. 12 mm in Diam., wachsweiß; Fruchtspatttrichterform, ca. 1 cm in Diam., mit schildförmigen Staminoden, die hartnäckig sind und grün werden, verbrauchter distaler Teil des Spadix fallend; Früchte und Samen nicht gesehen.
Bucephalandra kishii ist eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und der Gattung der Bucephalandra, die endemisch am Berg Gunung Saran und in dessen Umgebung in West-Kalimantan auf Borneo beheimatet ist. Deren Typuslokalität liegt am Gunung Saran in einer Höhe von 1500 m über dem Meeresspiegel und darüber. Es handelt sich um eine fakultativ rheophytische Pflanze („Strömungspflanzen“), das heißt, dass sie zwar an fließende Gewässer und an regelmäßige Überflutung angepasst ist, jedoch nicht darauf angewiesen ist, ja in der Natur kommt sie am Rande von Bächen außerhalb der durchschnittlichen Hochwasserlinie vor. Sie ist unter offenem Blätterdach in Bergwäldern auf Granit zu finden. Der Lokalendemit Bucephalandra kishii ist innerhalb der Gattung Bucephalandra unverwechselbar durch den aufrechten Stängel, die regelmäßige, eher lockere Blattrosette sowie durch die deutlich hervortretenden primären, das heißt von der Mittelrippe abgehenden Seitenadern auf der Oberseite ihrer Blattspreiten, die ihr als einen ihrer Handelsnamen „Skeleton“ eingebracht haben.
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Bucephalandra kishii ist innerhalb der Gattung Bucephalandra unverkennbar durch den aufrechten Stängel, die regelmäßige Blattrosette, und durch die deutlich hervortretenden primären Seitenadern auf der Oberseite an den Blattspreiten. Allein aufgrund dieser Merkmale kann B. kishii auch im nichtblühenden Zustand schwerlich mit einer anderen Bucephalandra-Art verwechselt werden. Um die anderen Bucephalandra voneinander zu unterscheiden, benötigt man blühende Pflanzen, denn dazu muss man Details des Kolbens (Spadix) im Blütenstand zu Betracht ziehen. Bucephalandra kishii zeichnet sich außerdem durch den konischen „Anhang“ (Appendix) aus, der aus lockeren, länglichen Staminodien mit ausgehöhlten Spitzen besteht. Unter Staminodien versteht man durch evolutionäre Rückbildung unfruchtbar gewordene, also sterile oder verkümmerte Staubblätter. Solch ein „Anhang“ (Appendix) endet bei Bucephalandra oben am Kolben, der dicht mit vielen am Ende gestutzten Staminodien besetzt ist. Bucephalandra kishii ist eine kleine obligate („ausschließlich darauf angewiesene“) oder fakultativ rheophytische krautige Pflanze. Sie wird bis zu 12 cm hoch. Der aufrechte Stängel ist meist durch scheidige Blattgründe mit einem Durchmesser von ca. 1 cm verdeckt. Ein Blattgrund (Blattbasis) ist der unterste Teil, mit dem das Blatt an der Sprossachse sitzt. Die Blätter sind zahlreich ausgebildet und stehen in einer dichten bis eher lockeren Rosette. Der Blattstiel ist 1–3,5 cm lang × ca. 2 mm im Durchmesser, auf der Oberseite kanalförmig, grün oder tief rot-schwarz oder violett und an der Basis scheidig. Die Blattspreite ist elliptisch bis eiförmig, 2,5–5 cm lang × 1,5–2 cm breit, ziemlich dick ledrig, halbglänzend mittelgrün bis sehr dunkel rötlich-schwarz oder purpurgrün auf der Oberseite, blasser grünlich-rot oder grün auf der Unterseite, die Basis ist keilförmig, die Spitze abgerundet und ca. 1,5 mm lang zugespitzt, der Rand wellig bis fast gekräuselt. Die Mittelrippe steht rückseitig in besonderem Maße hervor, auch vorderseitig ist sie hervorstehend. 3 oder 4 deutlich ausgeprägte Hauptseitennerven finden sich auf jeder Seite, diese stehen insbesondere auf der Oberseite sehr hervor, auf der Unterseite sind die bündig oder fast bündig mit der Blattspreite. Diese Seitennerven laufen in einem Winkel von ca. 45° auseinander. Blütenstand Wie alle Bucephalandra und alle Aronstabgewächse weist Bucephalandra kishii für diese Familie typischen Blütenstände mit einem unverzweigten Kolben und einem Hochblatt auf. Die Blütenstände (Infloreszenzen) sitzen zu mehreren zusammen, abwechselnd mit einem Blatt und/oder einem auffälligen Vorblatt Prophyll. Unter einem Vorblatt versteht man das erste bzw. eines der ersten Blätter an Seitenachsen der Sprossachse. Der Blütenstiel (Pedicellus) überragt die Blattstiele, ist 5–9 cm lang, auffällig längs gerippt, mittel- bis dunkelgrün oder auch rot oder tief rot-schwarz gefärbt. Der Kolben (Spadix) ist 2–2,5 cm lang. Dessen weiblicher Bereich ist 7–9 mm lang × ca. 3 mm im Durchmesser, mit 4 oder 5 Spiralen von Fruchtblättern. Spatha Die scheidenartige Blatthülle um den Blütenstand wird in der Botanik als Spatha bezeichnet. Dieses untere Hüllblatt (Spatha) ist bei Bucphalandra kishii trichterförmig, blassgelb, blassrosa oder rot gefärbt. Dessen Blattrand ist in der Mitte aufgebläht, mit einem Schlitz am distalen (= von der Mitte entfernten) zugespitzten und aufgeblähten Teil, dann abfallend, weiß, oder blass- bis mittelrosa, ca. 2 mm lang zugespitzt. Im fruchtenden Zustand sind die Spathae trichterförmig, ca. 1 cm im Durchmesser, mit schildförmigen Staminodien, die bestehen bleiben und grün werden. Die verbrauchten distalen (= von der Mitte entfernten) Teile des Blütenstandes fallen ab. Die Früchte und Samen sind nicht zu sehen. Blüten Wie bei den meisten Aronstabgewächsen sind die Blüten klein und unscheinbar. Männliche Blüten sind wachsweiß gefärbt. Die Staubblätter sind vergleichsweise groß, ca. 2,5 mm lang × ca. 1 mm breit. Die Staubfäden (Filamente) sind dreieckig-schnabelartig und aufsteigend. Die Staubbeutel-Hälften (Theken), in denen sich der Blütenstaub (Pollen) entwickelt, sind schmal ellipsoid, ca. 1 mm lang × ca. 0,3 mm breit, glatt. Deren nadel- oder hornförmigen Vorsprünge (die „Thekenhörner“) sind gleich lang wie die zugehörige Theke, borstenförmig und nach oben gebogen. Der Appendix („Anhang, Fortsatz“) am Kolbenende, oberhalb der männlichen Blütenzone, ist kugelförmig, kurz gestielt, an der Verbindungsstelle mit den Staubblättern abrupt und breit abgestumpft. Die untersten Staminodien (das sind unfruchtbar gewordene, also sterile oder verkümmerte Staubblätter) des Appendix sind überhängend und verdecken die obersten Staubblätter teilweise. Der Appendix ist 1,7–2,3 cm lang × ca. 12 mm im Durchmesser und wachsartig weiß gefärbt. Die Staminodien des Appendix sind schlank pyramidenförmig, die Spitzen etwas bis tief ausgehöhlt und 0,5–1 mm im Durchmesser. Fruchtblätter Die Fruchtblätter sind zusammengedrückt kugelförmig, ca. 0,5 mm im Durchmesser und limettengrün. Die Narbe ist sitzend, kopfartig, weist ca. die Hälfte des Durchmessers des Fruchtknotens auf und wird bei der Blüte papillös. 2–4 sterile Stempel (Pistilloden) sitzen an der Basis der weiblichen Zone des Kolbens, diese sterilen Stempel sind keulenförmig mit flacher Spitze und ca. 0,5 mm im Durchmesser.
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Der Lokalendemit kommt am Berg Gunung Saran (1741 m, auch „Bukit Saran“ genannt) und in dessen Umgebung in West-Kalimantan (Kalimantan Barat) im Südwesten der Insel Borneo vor. Paratypen (darunter versteht man alles Pflanzenmaterial außer dem Holotypus, dass dem botanischen Autor zum Zeitpunkt der Erstbeschreibung vorgelegen hat) wurden im Regierungsbezirk (Kabupaten) Melawi, im Distrikt (Kecamatan) Nanga Taman des Regierungsbezirks Sekadau und im Dorf (Kampung) Entebah gefunden.
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Beschränkt auf Gunung Saran.
Bucephalandra kishii kommt an Flussufern unter offenem Blätterdach in Bergwäldern auf Granit in Höhenlagen von 1500 m über dem Meeresspiegel und darüber vor. Die Art scheint eher ein fakultativer als ein obligater Rheophyt zu sein. In der Natur beobachtete Exemplare wachsen laut Peter C. Boyce an den Rändern von Bächen und zwar an Stellen, an denen sie nicht wie die meisten anderen Bucephalandra regelmäßigen Überschwemmungen ausgesetzt sind.
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Bucephalandra kishii kommt an Flussufern unter offenem oberen Hügelwald über Granit auf und über 1500 m über dem Meeresspiegel vor. Die Art scheint eher ein fakultativer als ein obligatorischer Rheophyt zu sein.
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