Pflanzenwissen · Art
Carapa guianensis oder Andiroba ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mahagonigewächse (Meliaceae).
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Belege
Amapa guianensis (Aubl.) Steud., Carapa latifolia Willd., Carapa latifolia Willd. ex C.DC., Carapa llanocarti Kenfack,
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Carapa guianensis oder Andiroba ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mahagonigewächse (Meliaceae). Sie ist in Mittel- und Südamerika, besonders im Amazonasbecken beheimatet.
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Erscheinungsbild und Borke Carapa guianensis wächst als laubabwerfender bis halbimmergrüner, mittelgroßer bis großer Baum und erreicht Wuchshöhen von meist 35, maximal 55 Meter. Der gerade und bei Durchmessern von 1 bis maximal 2 Meter zylindrische Stamm ist bis in eine Höhe von 20 bis 30 Meter astfrei und besitzt bis in eine Höhe von etwa 2 Meter Brettwurzeln oder ist geriffelt. Die gräuliche bis bräunliche Borke ist im Alter rissig und abblätternd. Die jungen Bäume besitzen Pfahlwurzeln, aber später befinden sich die Wurzeln mehr an der Oberfläche. Blatt Die relativ großen (etwa 50–90 Zentimeter), gestielten, wechselständig und schraubig angeordneten Laubblätter sind paarig gefiedert mit einer zu einer Drüse umgewandelten Endfieder. Die ganzrandigen, eiförmigen, -lanzettlichen bis elliptischen, lanzettlichen oder verkehrt-eiförmigen, -eilanzettlichen, 8–18 und kurz gestielten Fiederblättchen sind gegenständig. Sie sind ledrig, fast kahl und oberseits dunkelgrün und glänzend, abgerundet bis spitz oder zugespitzt und etwa 12–25 Zentimeter lang. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die jungen Blätter sind rötlich. Blütenstand und Blüte Carapa guianensis ist einhäusig gemischtgeschlechtlich (monözisch). Die seitenständigen bis fast endständigen, relativ großen, langen Blütenstände besitzen die Form von Thyrsen. Die relativ kleinen, grün-weißlichen und meist vierzähligen, duftenden, fast sitzenden Blüten tragen eine doppelte Blütenhülle. Der vierlappige, grünliche Kelch ist klein und die grünlichen Kronblätter sind bootförmig. Die weißlichen, etwa 8 Staubblätter sind glockenförmigen verwachsen, mit einem stumpfen und unregelmäßig geschlitzten bis gekerbten oberen Rand. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die männlichen Blüten haben einen kleinen Pistillode und die weiblichen Antherode. Es ist ein kissenförmiger, lappiger Diskus vorhanden. Frucht und Samen Die etwa 6–12 Zentimeter große, mehr oder weniger rippige, braune, holzige, kahle und raue, wärzliche, sowie meist vierteilige, rundliche, septifragale Kapselfrucht hat zwei bis vier, kantige und braune Samen (Nüsse) in jedem Fach. Die Kapseln öffnen sich nicht immer. Die etwa 3,5–5,5 Zentimeter großen, pralinenartigen, dunkel- bis rotbraunen, formvariablen und rundkantigen, glatten Samen besitzen eine holzige Sarkotesta. Meist reifen in einem Fruchtstand nur ein bis zwei Früchte innerhalb von acht bis zwölf Monaten. Die korkigen Samen schwimmen und werden über das Wasser ausgebreitet, aber mindestens in Costa Rica erfolgt die Ausbreitung auch durch Agutis und manchmal Schweine.
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Verwendung in der Medizin Von wirtschaftlicher Bedeutung ist vor allem das nicht trocknende Andiroba– oder Carapaöl, -fett, das aus den Samen gewonnen wird. Das bittere Pflanzenfett wird zu medizinalen Zwecken verwendet (Hautverletzungen, Irritationen), und zur Abwehr von Insekten, insbesondere Stechmücken. Hierzu wird es entweder direkt auf die Haut aufgetragen, oder es wird in Kerzen verarbeitet, die zur Mückenabwehr abgebrannt werden. Ein Baum produziert durchschnittlich etwa 125 kg Samen pro Jahr, aus denen, je nach Methode, etwa 8–22 Liter Öl gewonnen werden. Aus der Rinde wird ein Tee hergestellt, der gegen Würmer und Fieber wirksam ist. Verwendung in der Holzindustrie Das mittelharte, leicht rötliche Holz wurde früher besonders im Schiffbau geschätzt und gerne für Masten benutzt. Es wird auch in der Möbelindustrie in Form von Furnieren oder Sperrholz verwendet. Es ist bekannt als Andiroba oder Crabwood.
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Heimisch
Brasilien, Kolumbien (Amazonas, Antioquia, Cauca, Chocó, Nariño, Santander, Valle), Kuba (Archipiélago de Cuba), Parque Nacional Natutral de Amacayacu, Santuario de Flora y Fauna Guanentá Alto Río Fonce, Parque Nacional Natural Utría, Parque Nacional Natural Sanquianga
Eingeführt
Libyen, Seychellen
Weitere
Kolumbien, Cerro Mecana, municipio Bahía Solano, Chocó, Belize, Bolivien, Brazil Northeast, Brazil North, CHOCÓ_QUIBDÓ_ALTAGRACIA, Costa Rica, Kuba, Dominikanische Republik, Ecuador, Französisch-Guayana
Guatemala, Guyana, Honduras, Leeward Is., Nicaragua, Panama, Peru, Suriname, Trinidad-Tobago, Venezuela, Windward Is., Región: Andina; Áreas protegidas: PNN Sanquianga, PNN Sumapaz, PNN Las Orquideas, Charalá, Municipios de Tadó y Condoto, Distrito minero del San Juan, Global, Resguardos Indígenas Mondo - Mondocito, municipio de Tadó, Cuenca de Río Claro
Carapa guianensis ist im tropischen, nördlicheren Südamerika bis Mittelamerika und in der Karibik weitverbreitet.
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