Pflanzenwissen · Art
Die Schlamm-Segge ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Carex elegans Willd., Carex fuscocuprea (Kük.) V.I.Krecz., Carex glaucocarpa St.-Lag., Carex laxa Dewey
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Die Schlamm-Segge ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Die Schlamm-Segge ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 20 bis 50 (15 bis 60) Zentimetern erreicht. Sie bildet lange, im Schlamm kriechende oberirdische und unterirdische Ausläufer und Rhizome. Das Rhizom ist rund und rot bis schwarz-braun mit gelben, verfilzten Wurzeln, die ein ausgedehntes Netzwerk bilden. Die scharf dreikantigen, weniger als 1 Millimeter dicken, schwach linierten Stängel wachsen aufrecht und sind nur am Grund beblättert. Die untersten, dreikantigen Blattscheiden sind braun bis rot-braun und glänzend und gitternervig. Die Scheidenmündung ist ausgerandet. Die vordere Scheidenwand ist weiß, sehr dünnhäutig, lappig zerfallend und sehr leicht einreißend. Die stumpfen bis spitzen Blatthäutchen sind 2 bis 4 Millimeter lang und weiß. Die grau- bis blau-grünen, am oberen Rand sehr rauen und in eine sehr lange borstlich verwachsenen Spitze ausgezogenen Blattspreiten besitzen eine Länge von etwa 50 Zentimetern sowie eine Breite von 1 bis 1,5, zuweilen bis 3 Millimetern, sind steif, rinnig bis gefaltet, mit V-förmigem Querschnitt und oft mit borstig zusammengefalteten oder knickrandigen Blatträndern. Generative Merkmale Das unterste Hüllblatt der Blütenstände ist pfriemlich bis laubblattartig und kürzer als der Blütenstand. Der Blütenstand ist 3 bis 6 Zentimeter lang und enthält zwei bis drei gestielte Ährchen. Männliche und weibliche Blüten befinden sich in verschiedenen Ährchen. Das endständige Ährchen ist männlich. Darunter befinden sich ein bis zwei voneinander entfernt stehende, lang gestielte und überhängende weibliche Ährchen. Die Spelzen sind rot- bis schwarzbraun oder grün. Die etwa 4 Millimeter langen, kurz geschnäbelten Fruchtschläuche sind elliptisch und linsenförmig zusammengedrückt und im Querschnitt undeutlich dreikantig. Es sind drei Narben vorhanden. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56, 62 oder 64.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
terrestrisch
oligotroph
heideland
langlebig
kuschel
sümpfe
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Kanada (Labrador), Dänemark, Finnland, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Island, Norwegen, Schweden
Weitere
Dänemark, Island, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Bulgarien, California, Central European Rus, Colorado, Connecticut, Czechoslovakia, Delaware, Dominikanische Republik
East European Russia, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Indiana, Iowa, Irland, Italien, Japan, Kamchatka, Kasachstan, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Kuril Is., Labrador, Magadan, Maine, Manchuria, Manitoba, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mongolei, Montana, Nebraska, Niederlande, Nevada, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Newfoundland, North Caucasus, North Dakota, North European Russi, Northwest European R, Northwest Territorie, Nova Scotia, Nunavut, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Polen, Primorye, Prince Edward I., Québec, Rumänien, Sakhalin, Saskatchewan, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Transcaucasus, Turkey, Ukraine, Utah, Venezuela, Vermont, Washington, West Siberia, Wisconsin, Yakutskiya, Yugoslavia, Yukon, Nearctic, Palaearctic, Global, Alaska, Alberta, Altay, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, British Columbia
Die Schlamm-Segge ist auf der Nordhalbkugel in fast ganz Europa, bis Zentral-, Nordasien und Nordamerika weitverbreitet. Außerdem kommt sie in der Dominikanischen Republik vor. In Europa fehlt sie nur in den Ländern Portugal, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Nordmazedonien, Moldau und im europäischen Teil der Türkei. In Ungarn kam sie früher vor. Sie wächst in den Sumpf- und Moorgebieten der borealen Ökozone und in niederschlagsreichen Gebirgsregionen mit Regenmoorwachstum. Die Schlamm-Segge gedeiht hauptsächlich auf nassen, zeitweilig flach überschwemmten, kalkarmen, mäßig nährstoffreichen und sauren Torfschlammböden. Sie kennzeichnet damit ihre Wuchsorte – die baum- und strauchfreien, nicht austrocknenden Hoch- und Zwischenmoorschlenken sowie Schwingrasen und Verlandungsbereiche nährstoffarmer und huminsäurereicher (dystroph) Gewässer. Sie ist eine kennzeichnende Pflanzenart der nassen Senken innerhalb von Bult-Schlenken-Komplexen der Regen- und Zwischenmoore. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5 (überschwemmt), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 1 (sehr nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental). Die Schlamm-Segge gilt als Eiszeitrelikt und wächst meist mit Torfmoosen (Sphagnum) der Cuspidatum-Gruppe zusammen. Sie ist ein Element der Kleinseggenriede in Moorschlenken und die Kennart der Pflanzengesellschaft des Torfmoos-Schlammseggenriedes (Caricetum limosae) innerhalb des Verbandes der Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion). Hier wächst sie zusammen mit dem Weißen Schnabelried (Rhynchospora alba), dem Braunen Schnabelried (Rhynchospora fusca), der Blasenbinse (Scheuchzeria palustris), Rundblättrigem Sonnentau (Drosera rotundifolia), Mittlerem Sonnentau (Drosera intermedia), Sumpf-Weichorchis (Hammarbya paludosa), Moor-Bärlapp (Lycopodiella inundata), Trügerischem Torfmoos (Sphagnum fallax), Sphagnum squarrosum und anderen. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Windeck in Bayern bis zu einer Höhenlage von 1750 Metern auf. Sonst in den Alpen steigt sie bis zu Höhenlagen von 2250 Meter auf.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle