Pflanzenwissen · Art
Die Braun-Segge, auch Wiesen-Segge genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).
Pflege
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Sortenvielfalt
Carex nigra subsp. alpina
Carex nigra subsp. alpina (Gaudin) LemkeCarex nigra subsp. intricata
Carex nigra subsp. intricata (Tineo ex Guss.) Rivas Mart.Carex nigra subsp. juncea
Carex nigra subsp. juncea (Fr.) SoóCarex nigra subsp. nigraCarex nigra subsp. transcaucasica
Carex nigra subsp. transcaucasica (T.V.Egorova) Jim.Mejías, G.E.Rodr.-Pal., Amini Rad & Martín-BravoCarex nigra var. nigraMarktplatz
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Belege
Carex acuta subsp. nigra (L.) Ehrh., Carex acuta var. nigra L., Carex caespitosa f. fuliginosa A.Br.
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Die Braun-Segge, auch Wiesen-Segge genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. Sie ist häufig sowie formenreich, wächst an nassen Standorten und kennzeichnet die nach ihr benannten Braunseggen-Sumpfgesellschaften der Kleinseggenriede.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Die Braun-Segge ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50, selten bis zu 90 Zentimetern erreicht. Sie bildet durch lange unterirdische Sprossausläufer lockere bis dichte Rasen. Der Grund des Stängels ist rundlich-dreikantig mit zahllosen blattlosen, braun bis rotbraunen Scheiden; sonst ist der Stängel scharf dreikantig, steif und etwa 1 Millimeter dick und nur am Grund beblättert. Die Blattspreiten sind ziemlich starr aufrecht, kürzer als der Stängel, 1 bis 3, selten bis zu bis 5 Millimeter breit und an den Rändern rau. Die mehr oder weniger aufrechten, zur Spitze überhängenden, dunkelgrau-grünen Laubblätter sind bis zu 100 Zentimeter lang, parallelrandig, flach bis leicht knickrandig beziehungsweise im Querschnitt V-förmig und an den Rändern rau. Die Blattscheiden sind dreikantig, gelb-braun bis rot-braun, matt oder glänzend, und oft mit feinen Gitternerven durchzogen. Die Scheidenmündung ist immer etwas bogig ausgerandet. Die vordere Scheidenwand ist dünn-weißhäutig, meist lappig zerfallend und mit dem weißen, nicht hochgehenden Blatthäutchen (Ligulae) oft hautkragenartig verbunden und ist 1 bis 3 Millimeter lang. Die Blätter sind epistomatisch, das heißt die Spaltöffnungen liegen auf der Blattoberseite – im Gegensatz zu der hypostomatischen Schlank-Segge (Stomata unten) und der amphistomatischen Bastard-Schlank-Segge (Stomata oben und unten). Generative Merkmale Der Blütenstängel ist scharf dreikantig, schlank, fest, aufrecht oder aufsteigend und im oberen Teil rau. Das unterste Hüllblatt ist laubblattartig und meist kürzer als der Blütenstand. Der aufrechte und meist nicht über 10 Zentimeter lange Blütenstand enthält ein bis zwei gestielte, dunkel-purpurfarbene, männliche und darunter befindliche zwei bis vier sitzende, schwarz-grüne, weibliche Ährchen. Die weiblichen Ährchen sind aufrecht und bei einer Länge von meist 2 bis 3 (1 bis 5) Zentimetern sowie einer Breite von 3 bis 5 Millimetern länglich-eiförmig bis kurz-zylindrisch. Die männlichen Ährchen sind bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 2 Millimetern schmal-zylindrisch. Die schwarzen Spelzen der weiblichen Blüten sind bei einer Länge von 1,5 bis 2,5 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern eiförmig bis länglich-eiförmig, grün gekielt mit sehr schmalen weißhäutigen Rändern. Die Fruchtschläuche (Utriculi) sind grün, oben braun, außen gewölbt und innen flach. Sie sind 2 bis 3 Millimeter lang sowie 1,5 bis 2 Millimeter breit und damit länger als die Spelzen. Sie umgeben die zweinarbigen Fruchtknoten und später die braunen Schließfrüchte und tragen oben einen sehr kurzen, nicht eingeschnittenen Schnabel. Die grau- bis dunkel-braunen Früchte sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern eiförmig. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 80, 82, 84 oder 88.
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terrestrisch
oligotroph
heideland
langlebig
grünland
kuschel
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Kanada (Labrador), Dänemark, Finnland, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Grönland, Island, Norwegen, Portugal (Portugal Continental), Schweden
Eingeführt
Kanada (British Columbia), Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, South Georgia, Portugal (Flores Island)
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), East Himalaya, Finnland, Frankreich, Føroyar, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Grönland, Ungarn
Island, Iran, Irak, Irland, Irkutsk, Italien, Kasachstan, Krasnoyarsk, Krym, Labrador, Maine, Massachusetts, Michigan, Mongolei, Marokko, Niederlande, New Brunswick, New Hampshire, New York, Newfoundland, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Nova Scotia, Polen, Portugal, Prince Edward I., Québec, Rumänien, Sardegna, Sicilia, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Transcaucasus, Turkey, Ukraine, Vermont, West Siberia, Yakutskiya, Yugoslavia, Global, Albanien, Altay, Amur, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Buryatiya, Central European Rus, Chita, Connecticut, Corse, Czechoslovakia, East European Russia
Die Braun-Segge ist auf der Nordhalbkugel in den gemäßigten Gebieten weitverbreitet. Sie kommt außer in Europa im nördlichen und westlichen Asien, in Nordafrika, in Nordamerika und in Grönland vor. Die Braun-Segge ist in fast ganz Europa häufig vorzufinden. Sie kommt in fast allen Ländern Europas vor und fehlt nur in Nordmazedonien und im europäischen Teil der Türkei. In den Allgäuer Alpen steigt sie zu bis einer Höhenlage 2100 Metern auf. Oberhalb des Riffelsees bei Zermatt im Kanton Wallis kommt sie bei einer Höhenlage bis zu 2800 Metern vor. Sie wächst auf subneutralen, meist kalkarmen, nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Böden mit pH-Werten zwischen 4,8 und 6,4, meist aber auf sauren Torfen. Der Schwerpunkt liegt auf stark wechselfeuchten bis -nassen, sauren und stickstoffarmen Böden. Sie ist die Charakterart der Pflanzengesellschaften der Braunseggensümpfe (Ordnung: Caricetalia nigrae). Diese sind vor allem durch dunkel- bis rot- oder goldbraun gefärbte Braunmoose (Amblystegiaceae) gekennzeichnet. Die Kleinseggenriede bilden großflächigere Bestände in Basen-Zwischenmooren oder sind kleinflächig in Feuchtwiesen eingestreut, kommen aber auch in Kontakt mit Röhrichtgesellschaften von Gewässern oder in vermoorten Dünentälern von Inseln vor.
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