Pflanzenwissen · Art
Papaya, auch Melonenbaum oder Papayabaum genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Carica innerhalb der Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae).
Papaya, auch Melonenbaum oder Papayabaum genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Carica innerhalb der Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae). Die Wildform kommt vom südlichen Mexiko bis Costa Rica vor. Die Kulturform ist eine wichtige tropische Nutzpflanze.
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Vegetative Merkmale Diese schnellwüchsige, immergrüne Pflanze wird oft als Baum bezeichnet, weil sie einen ähnlichen Habitus besitzt. Die Papaya ist eine große, meist unverzweigte, aufrechte Pflanze. Der einzelne, halbholzige und hohle „Stamm“, der – bis auf die Tracheen – nicht verholzt, erreicht Wuchshöhen von 5 bis 10 Metern und Durchmesser bis 30 Zentimeter. Aufgrund der fehlenden Verholzung und der Wuchsform kann die Papaya weder als Baum noch als Strauch oder Staude bezeichnet werden. Manche sprechen von einem „baumförmigen Kraut“. Die Pflanze ist eher kurzlebig (bis 20–25 Jahre) im Vergleich mit einem Baum. Sie führt einen Milchsaft, Latex. Die einfachen Laubblätter sind spiralig um den Stamm angeordnet und werden kontinuierlich nach einer gewissen Zeit (also nicht in bestimmten Jahreszeiten) abgeworfen, so dass der Stamm unten kahl ist und oben einen „Schopf“ von Blättern trägt. Am Stamm bleiben Blattnarben erhalten. Die großen Blätter sind lang gestielt und die kahle, leicht ledrige Blattspreite besitzt einen Durchmesser von 35 bis 75 Zentimeter, sie ist handförmig gelappt bis geteilt; meist in fünf bis neun oder mehr Lappen. Die gelappten bis geteilten oder grob gezähnten Lappen sind ganzrandig mit spitzen Abschnitten. Der lange, hohle und steife Blattstiel wird bis über 100 Zentimeter lang. Generative Merkmale Die Blüten entspringen den Blattachseln, achselständig. Die Blüten sind meist zweihäusig diözisch verteilt, es gibt dann weibliche und männliche Pflanzen, allerdings gibt es auch „zwittrige“ Pflanzen die zwittrige und männliche Blüten tragen, sie sind also andromonözisch. Die weißen bis gelblichen, leicht duftenden, kurz gestielten bis sitzenden Blüten sind jeweils fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der sehr kleine, fünfzähnige Kelch ist becherförmig. Die dachigen Kronblätter sind bei den weiblichen Blüten fast frei, glockenförmig zusammenstehend und viel länger, während sie bei den männlichen viel kürzer sind und unteren röhrig verwachsen sind. Bei den zwittrigen Blütenkronen kommen beide Varianten vor. Bei den zwittrigen Blüten kommen 2 bis 10 Staubblätter vor. Die zwittrigen Blüten werden bestimmt durch Klimafaktoren unterschiedlich ausgeformt. Es sind bei den zwittrigen und männlichen Blüten jeweils Nektarien vorhanden. Die weiblichen Blüten produzieren keinen Nektar. Die größeren weiblichen Blüten erscheinen einzeln oder in kurzen zymösen Blütenständen, sie besitzen einen großen, oberständigen Fruchtknoten mit fast sitzenden, gelappten und federigen Narbenästen. Die viel kleineren männlichen Blüten, mit langer, schmaler Kronröhre, stehen in hängenden Rispen, sie besitzen 10 Staubblätter oben in der Kronröhre am Schlund, 5 sitzende mit größeren Antheren sowie 5 mit kurzen Staubfäden und kleineren Antheren, sowie einen reduzierten Pistillode. Die zwittrigen Blüten, in kurzen zymösen Blütenständen, mit kürzerer, breiterer Kronröhre und kleinem Fruchtknoten, liegen in der Größe zwischen den weiblichen und männlichen Blüten. Die weiblichen und zwittrigen Pflanzen bringen jeweils etwa gleich schwere Früchte hervor, allerdings verschieden geformte. Die weiblichen sind rundlicher und etwas nährwerthaltiger. Die Frucht, eine dünnschalige, glatte Beere, wird rund oder eiförmig bis ellipsoid, seltener birnenförmig oder länglich und etwa 15 bis 45 Zentimeter in der Länge und 10 bis 30 Zentimeter im Durchmesser groß und kann ein Gewicht bis über 10 Kilogramm erreichen. Die dünne Schale ist zäh und wachsig. In Europa kommt fast ausschließlich die hawaiische oder brasilianische Papaya in den Handel, deren Exemplare lediglich 0,5 Kilogramm erreichen. Daneben gibt es auch noch die mexikanische Form die viel größer ist. Die Schale der vollständig ausgereiften Beere ist gelblich-grün, das Fruchtfleisch ist hell- bis dunkelorange oder rosa und enthält in der hohlen Fruchtmitte, reihig angeordnet, zahlreiche schwärzliche, skulptierte, etwa 5 Millimeter große Samen, die von einer gelatinösen, durchscheinenden Sarkotesta umgeben sind. Es können bis über 700 Samen enthalten sein. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18, selten 36. Männliche Blüten Weibliche Blüte Zwei halbierte, verschieden große Papayas (das schwarze Quadrat ist 1 cm × 1 cm groß) Papayasamen mit und ohne Sarkotesta
Pflege
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Belege
Carica citriformis J.Jacq. ex Spreng., Carica citriformis Jacq., Carica cubensis Solms, Carica hermaphrodita Blanco
Nächster Schritt
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Die Samen der Papaya enthalten große Mengen an Papain, einem eiweißspaltenden Enzym. Sie wurden früher in der Volksmedizin als Entwurmungsmittel verwendet und heute in Pulverform als Zartmacher für Fleisch. Eine ähnliche Wirkung wird erreicht, wenn man rohes Fleisch in die Blätter des Papayabaums einwickelt oder in frischen Papayasaft einlegt. Verwendung in der Küche Unreife Früchte können wie Gemüse verarbeitet werden und unter anderem für Chutneys, Currys und Salsas verwendet werden. Im Nordosten Thailands, dem Isan, und in Laos ist Som Tam (in Thai: ส้มตำ, Laotisch: Tam Mak Hung, IPA: ɗam mak huŋ), ein sehr scharfer Salat aus unreifen Früchten mit in Fischsauce eingelegten Krebsen und Klebreis, das Nationalgericht. Das reife Fruchtfleisch hingegen schmeckt süßlich, mit etwas Zitronensaft und Zucker oder Ingwer wird der Geschmack noch verstärkt. Auch die Kerne der Papaya sind essbar; sie haben einen scharfen Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert. Die Frucht muss beim Kauf gelbliche Streifen oder Flecken aufweisen, dann reift sie noch vollständig nach. Den Grad der Reife kann man vor allem an der Festigkeit erkennen: Je leichter sich die Frucht mit dem Finger eindrücken lässt, desto reifer ist sie. Sie zeichnet sich dann durch einen besonders intensiven und süßen Geschmack aus; lediglich der Einsatz als Dekor kann durch die mangelnde Festigkeit problematisch werden.
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Tree
Eingeführt
Amerikanisch-Samoa, Angola, Anguilla, Australien, Botsuana, Brasilien, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Burkina Faso, Burundi, Tschad, Taiwan, Kongo-Kinshasa
Äquatorialguinea, Französisch-Guayana, Guinea (Base-Guinée), Guyana, Indien, Japan, Madagaskar, Malediven, Marshallinseln (Rongelap Atoll), Montserrat, Niue, Peru, Philippinen, São Tomé und Príncipe, Seychellen, Südafrika, Suriname, Timor-Leste, Tonga, Trinidad und Tobago, Venezuela, Jemen, Paraguay, Phoenix Is., Puerto Rico, Rodrigues, Ruanda, Zaïre, Windward Is., Western Australia, West Himalaya, Galápagos Islands, East Africa, Wake I., Vietnam, Venezuelan Antilles, Vanuatu, Tuvalu, Turks-Caicos Is., Tuamotu, Trinidad-Tobago, Thailand, Andaman Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Ascension, Assam, Bahamas, Bangladesch, Benin, Bermuda, Bolivien, Brazil Northeast, Brazil North, Brazil Southeast, Brazil South, Brazil West-Central, Kambodscha, Kamerun, Cabo Verde, Caroline Is., Kaimaninseln, Central African Repu, Chagos Archipelago, China Southeast, Weihnachtsinsel, Kokosinseln, Sri Lanka, Komoren, Cookinseln, Southwest Caribbean, Kuba, Dominikanische Republik, East Himalaya, Ecuador, South China Sea, Eritrea, Äthiopien, Fidschi, Florida, Gabun, Galápagos, Gambia, Gilbert Is., Salomonen, Guinea-Bissau, Guinea, Gulf of Guinea Is., Haiti, Hawaii, Society Is., Côte d’Ivoire, Jamaika, Laccadive Is., Leeward Is., Line Is., Marcus I., Marianas, Marquesas, Marshallinseln, Mauritius, Mexico Central, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Senegal, Santa Cruz Is., Mozambique Channel I, Nauru, Neukaledonien, Samoa, Nicobar Is., Ogasawara-shoto, Oman, Réunion
Weitere
Kolumbien (Colombia, Valle del Cauca, Santiago de Cali, Barrio El Refugio), Kolumbien (Cuenca río Amoyá: Maíto, Chaparral (763 msnm)), Kolumbien, Kolumbien (Amazonas, Antioquia, Chocó, Cundinamarca, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Nariño, Tolima, Vaupés), Komoren, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Singapur, Vereinigte Staaten (Hawaii), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Honduras, Guatemala, El Salvador
Costa Rica, Belize, Departamento del Tolima, municipio de Ibagué, vereda Buenos Aires, humedal laguna El Toro, Departamento del Tolima, municipio de San Luis, laguna de Chicualí, Departamento del Tolima, municipio Carmen de Apicalá, vereda Charcón, humedal Gavilán, Jardín Botánico de Bogotá, Global, Venezuela, Caño Cuduyarí, departamento de Vaupés (Amazonia Colombiana), Amazonia colombiana: sur del departamento del Vichada; el suroriente del Meta; todo el territorio de los departamentos de Amazonas, Caquetá, Guainía, Guaviare, Putumayo y Vaupés; la Bota Caucana; y las vertientes amazónicas de Nariño (la parte alta de los ríos Guamuez, Sucio, San Miguel y Aguarico), Panama, Tuluá, Nicaragua, Mexico Southwest, Mexico Southeast, Mexico Gulf
America