Ajowan, auch Ajwain oder Königskümmel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Trachyspermum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.
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Vegetative Merkmale Ajowan ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis über 70 Zentimetern erreicht. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach fiederschnittig mit schmal linealischen, ganzrandigen spreizenden Zipfeln letzter Ordnung. Generative Merkmale Die gestielten Blüten befinden sich in einem doppeldoldigen Blütenstand, der 5- bis 15-strahlig ist mit Hüllen und Hüllchen. Die Hüllblätter sind oft dreispaltig. Die meist zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die relativ dicken Kelchzähne sind eiförmig mit stumpfem oberen Ende. Die Kronblätter sind weiß, außen im Mittelfeld kurz borstig behaart, am oberen Ende tief herzförmig ausgerandet mit faltig eingeschlagenem Zipfel. Es ist ein Stylopodium am unterständigen Fruchtknoten mit zwei kurzen Griffeln vorhanden. Die knapp 2 Millimeter große, ovale Spaltfrucht mit ausgeprägten Längsrippen ist an der Spitze halsartig verjüngt und überall von weißlichen blasenförmigen Papillen dicht warzig rau. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.
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Die getrockneten Früchte des Ajowans haben ein starkes Thymianaroma und schmecken brennend-aromatisch. Sie werden als Gewürz verwendet. In der indischen Küche werden sie oft stärkehaltigen Gemüsen wie z. B. Kartoffeln hinzugefügt. Hülsenfrüchte, die in Indien eine große Rolle als Proteinquelle spielen, werden dort sehr oft mit Ajowan gewürzt, wodurch sie bekömmlicher werden. Da die Aromen des Ajowan eher fett- als wasserlöslich sind, ist es sinnvoll, die Samen zunächst kurz in Butter oder Öl anzubraten und diese Zubereitung dann dem Essen beizumengen. Geschmacksgebende Verbindungen werden so gelöst und besser im Gericht verteilt. Das Aroma wird spürbar verstärkt. Heilwirkung Das aus den Früchten (Fructus ajowani) durch Destillation gewonnene Ajowanöl diente früher als kommerzielle Quelle von Thymol, das als wirksames Expektorans vielfach Bestandteil von Hustentropfen ist, heute aber synthetisch produziert wird.
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