Pflanzenwissen · Art
Das Langblättrige Waldvöglein oder Schwertblättrige Waldvöglein ist eine Pflanzenart aus der Gattung Waldvöglein (Cephalanthera) innerhalb der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae).
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Cephalanthera acuminata Wall., Cephalanthera acuminata Wall. ex Lindl.
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Das Langblättrige Waldvöglein oder Schwertblättrige Waldvöglein ist eine Pflanzenart aus der Gattung Waldvöglein (Cephalanthera) innerhalb der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae).
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Das Langblättrige Waldvöglein ist ein ausdauernder, krautig wachsender Rhizomgeophyt. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die mehr oder weniger zweizeilig angeordneten Laubblätter sind vier- bis sechsmal so lang wie breit und lanzettlich bis lineal-lanzettlich. Der traubige Blütenstand enthält in der Regel 8 bis 25 Blüten. Die rein weißen Blüten öffnen sich meist nur bis zur Hälfte. Die aufgerichtete Lippe weist vorne vier bis sieben orangefarbene Leisten auf. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Blüten werden fremdbestäubt und zeigen nur sehr geringen Fruchtansatz. Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 32.
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Blaetter lanzettlich, bis 10 cm lang, gefaltet, 4 - 6 mal so lang wie breit. Stengel i kahl. Bluetenstand 4 - 14 bluetig. Tragblaetter schmal lanzettlich, meist viel kuerzer als der Fruchtknoten. Perigonblaetter weiss, 10 - 15 mm lang, spitz. Fruchtknoten kahl oder mit einzelnen, 0,1 mm langen, gegliederten Druesenhaaren. - Bluete: Spaeter Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 32: Material aus den Schaeren bei Stockholm; gelegentlich Stoerungen in der Meiose; Andeutungen von apomiktischer Embryosackentwicklung (Afzelius 1943). Material aus Skandinavien; apomiktische Fortpflanzung (Hagerup 1947).
Blüte. Weiss. 5 - 6.
Standort. Kollin und montan. Wechseltrockene, basenreiche, nährstoffarme Böden in halbschattigen, sonnenerwärmten Lagen. Lichte Hangwälder. Literatur. S + H: Bei Zürich. - K: In feuchten Gebüschen ziemlich selten. Uto, häufig. - Me: Sehr zerstreut. Keine näheren Angaben.
Standort. Kollin und montan. Trockene, kalkhaltige, humose, lockere Boeden in sonniger Lage. Flaumeichenwaelder, Foehrenmischwaelder.
Gefährdung. VU // VU / NT / LC.
Langblättriges Waldvögelein
Gefährdung. V / A / A.
mesotrophic
terrestrial
woodlands
longlived
mobile
cuddly
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Portugal (Portugal Continental)
Weitere
Dänemark, Norwegen, Österreich, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Central European Rus, China North-Central, China South-Central, China Southeast
Corse, Czechoslovakia, East Aegean Is., East European Russia, East Himalaya, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irland, Italien, Japan, Kasachstan, Kirgizstan, Krym, Lebanon-Syria, Marokko, Nepal, Niederlande, North Caucasus, Pakistan, Palestine, Polen, Portugal, Rumänien, Sardegna, Sicilia, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Taiwan, Tibet, Transcaucasus, Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey, Ukraine, Usbekistan, West Himalaya, West Siberia, Yugoslavia, Afghanistan, Albanien, Algerien, Assam
Das Verbreitungsgebiet des Langblättrigen Waldvögleins erstreckt sich von Nordafrika bis nach Mitteleuropa und bis in den östlichen Mittelmeerraum und weiter bis ins zentrale China. In Europa kommt es in fast allen Ländern vor; es fehlt nur in Island und Moldau und kam früher in den Niederlanden vor. Es fehlt im mitteleuropäischen Tiefland fast überall und kommt hier nur im östlichen Niedersachsen, Westthüringen und im westlichen Mecklenburg vereinzelt vor. Es steigt in den Mittelgebirgen mit kalkhaltigem oder sonst wie basenreichem Gestein und in den Alpen selten über Höhenlagen von 1200 Meter auf. In den Allgäuer Alpen kommt es zwischen Obertal und Engeratsgundsee in Bayern bis zu 1650 m Meereshöhe vor. Nach Baumann und Künkele hat es in der Alpenländern folgende Höhengrenzen: Deutschland 10–1300 Meter, Frankreich 1–1930 Meter, Schweiz 200–1580 Meter, Liechtenstein 445–1480 Meter, Österreich 300–1490 Meter, Italien 75–1940 Meter und Slowenien 20–1490 Meter. In Griechenland kommt die Art bis 2000 Meter, im Himalaja bis 4000 Meter Meereshöhe vor. Im Hunsrück wird es vereinzelt oder in kleinen Populationen angetroffen. Das Langblättrige Waldvögelein gedeiht am besten auf kalk- bzw. basenhaltigen, lockeren humusdurchsetzten Böden. Als Standort bevorzugt diese Halbschattenpflanze trockene Wälder und Säume, seltener auch Wiesen. Es bevorzugt Laubwälder und trockene Kiefernwälder oder Gebüsche auf Trockenrasen. Es bevorzugt eine geschützte Lage. Das Langblättrige Waldvögelein ist eine Charakterart der Kalk-Buchen-Wälder. Nach Oberdorfer ist es ein Charakterart der Klasse Querco-Fagetea, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Erico-Pinion vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w+ (frisch aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
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Verbreitung. Üetliberg- und Albiskette zerstreut; sonst selten; meist nur kleine Populationen. Südl. Sihlbrugg Dorf nicht vorhanden. 2 / 3 / 22 / 23: Üetlibergkette. Auch im überbauten Gebiet: z. B. 2: Rietberg (R. Irniger 1993). 7: Moussonstr. (1988, seither verschwunden); oberh. Zoolog. Garten (1992). 8: Bot. Garten Z (1994). 10: Hinterberg (R. Irniger 1994). 12: Ziegelhütte Schwamendingen (1992). Sonst: ADb. Steilhänge westl. Adliswil (2002). AEa: Steilhang südwestl. Langnauer Chopf (2001); Sprächerberg, 680.34 / 237.87 (1 Ex., 2004). BIa. Bewaldeter Steilhang südl. Maas (2002). HAa: südl. Schnabel (2001); nordöstl. Hochwacht, 682.77 / 235.81 (wenige Ex., 2005). HIc: Streuweid (2001); Steilhang östl. Neuhalden (2004). HOb: Howen unterhalb Albishorn, 683.71 / 23 4.32 (1 Ex., 2005). HOc: Hang südl. Schlegeltobel, 685.03 / 235.54 (2001). LAb: Summerhalden (2001). OBc: Stumpenhölzlimoos (2001). STa: Grat südl. Diebis (2002); Grat nördl. Massholdern, 679.76 / 243.87 (wenige Ex., 2004); Hätzental (2003); Wiese oberhalb Kirche, 679.6 / 242.15 (2003); nördlich Station Felsenegg, 680.78 / 240.50 (1 Ex., 2005). THc: Waldweier, 684.55 / 237.02 (wenige Ex., F. Hampel 1998). U: 1, H: 2 / 2, E: 5, W: I. - Europa, Westasien. Veränderungen. = /> />. - k. -
Verbreitung. Selten; meist nur kleine Populationen. 2 / 3 / 22 / 23: Ütlibergkette (zerstreut). Auch im überbauten Gebiet: z. B. 2: Rietberg (R. Irniger 1993). 7: Moussonstr. (1988, seither verschwunden); ob Zoolog. Garten (1992). 8: Bot. Garten Z (1994). 10: Hinterberg (R. Irniger 1994). 12: Ziegelhüttc Schwamendingen (1992). U: l. H: 2 / 2. E: 5, W: I. - Europa, Westasien. Veränderungen. = /> />. - k. -
Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordgrenze durch Irland, Suedskandinavien, Baltikum, Ural; Suedgrenze durch das Mediterrangebiet (Nordwestafrika, Kleinasien), Iran, ostwaerts bis in den Pamir. - Im Gebiet ziemlich verbreitet, nicht haeufig.
Verbreitungsmuster. q.