Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung der Waldvöglein (Cephalanthera) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae)
Das Rote Waldvöglein, auch Purpur-Waldvöglein, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Waldvöglein (Cephalanthera) in der Familie der Orchideen (Orchideaceae) und zählt zu den auffälligsten Orchideen unserer Regionen. Es wurde zur Blume des Jahres 1982 gewählt.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Cephalanthera comosa Tineo, Cephalanthera rubra f. alba Raynaud, Cephalanthera rubra f. comosa (Tineo) Robatsch
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Habitus und Blätter Das Rote Waldvöglein ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine durchschnittliche Wuchshöhe von 20 bis 70 Zentimeter erreicht. Dieser Geophyt bildet kräftige, kurze, kriechende und abwärtsgerichtete Rhizome als Überdauerungsorgane, die meist verzweigt sind und durch Adventivsprosse zur Büschelbildung der Pflanzen beitragen. Der zierliche, etwas kurvig gewachsene Stängel ist im unteren Teil kahl und im oberen Teil dicht drüsig behaart. Am Grunde des Stängels entstehen einige Schuppenblätter. Die zwei bis acht schmalen, lanzettlichen bis lineal–lanzettlichen Laubblätter sind 5 bis 14 Zentimeter lang und 1 bis 3 Zentimeter breit und werden zum Blütenstand hin kleiner. Auch die Tragblätter werden zur Stängelspitze hin kleiner. Blütenstand und Blüten Der lockere Blütenstand, eine Ähre, ist langgestreckt und besteht aus einigen wenigen bis zu über 20 Blüten. Die rosaroten bis fast violetten und selten weißen Blüten werden bis 5 Zentimeter groß. Die kahlen, 15 bis 20 Millimeter langen und 7 bis 10 Millimeter breiten Kronblätter (Petalen) sind oval–lanzettlich. Die Kelchblätter (Sepalen) sind länglich–lanzettlich, 16 bis 23 Millimeter lang, 6 bis 7 Millimeter breit und außen behaart. Die 15 bis 20 Millimeter lange Lippe (Labellum) hat keinen Sporn, sondern am hinteren Teil eine an einen Sack erinnernde Ausstülpung. Sie ist zweigliedrig und im vorderen Teil dreieckig zugespitzt mit violettem Rand und gekräuselten, gelblichen Leisten. Der Fruchtknoten ist kurz, aufrecht und behaart und wird meist von den drüsigen Tragblättern überragt. Die Blütezeit beginnt Ende Mai und erstreckt sich bis Ende Juli, gelegentlich bis Anfang August. Die Hauptblütezeit ist Mitte Juni bis Anfang Juli. Die Reifezeit der Früchte beginnt ab Oktober.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Blüte. Rot. 5 - 7.
Das Rote Waldvöglein bevorzugt lichte, trockene Laubwälder (besonders Buchenwälder), Kiefern- und Fichtenwälder, Waldränder und Gebüsche bis 2600 Meter und ist seltener auf Halbtrockenrasen zu finden. Es liebt kalkhaltige Böden mit einem pH-Wert von 5,9 bis 8,2; kommt jedoch auch auf Sand- und Lehmböden vor (z. B. in Rheinland-Pfalz). Wie intensiv die Färbung der Blüten ausgeprägt ist, wird stark vom Kalkgehalt des Bodens bestimmt. Je kalkreicher der Untergrund ist, umso kräftigere Farben bilden sich heraus. Die roten Blüten werden trotz fehlenden Nektars von Scherenbienen der Gattung Chelostoma besucht. Offenbar verwechseln die Bienen die Blüten mit blau blühenden Glockenblumen-Arten der Gattung Campanula desselben Standorts, da die Reflexionsmuster beider Arten in dem für sie sichtbaren Wellenbereich fast identisch sind. Das Rote Waldvögelein wird meist von Fliegen bestäubt, aber auch Selbstbestäubung ist erfolgreich, weil die Pollenpakete nach unten neigen und die Narben berühren. Es blüht oft mehrere Jahre nicht. Das Rote Waldvöglein findet sich in den Pflanzengesellschaften der Verbände Cephalanthero-Fagion, Cytiso ruthenici-Pinion, Carpinion, Geranion sanguinei oder Erico-Pinion. (Aufschlüsselung siehe: Pflanzensoziologische Einheiten nach Oberdorfer).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Standort. Kollin und montan. Trockene, basenreiche, nährstoffarme Böden in halbschattigen, sonnenerwärmten Lagen. Lichte Wälder, Waldschläge, Gebüsche. F 2, R 4, N 2, H 4, D 4, L 3, T 4, K 4. W: g. Literatur. Wa: z. B. auf dem Gipfel des Ütliberges reichlich. - S + H: Zürich. - K: In sonnigen Waldabhängen ziemlich selten. Uto; Dübendorf. - BL zerstreut und selten; Uto.
Standort. Kollin und montan. Trockene, basenreiche, nährstoffarme Böden in halbschattigen, sonnenerwärmten Lagen. Lichte Wälder, Waldschläge, Gebüsche. Literatur. Wa: z. B. auf dem Gipfel des Üetliberges reichlich. - S + H: Zürich. - K: In sonnigen Waldabhängen ziemlich selten. Uto; Dübendorf. - Me: Zerstreut. Keine näheren Angaben.
Gefährdung. VU // VU / NT / LC.
Gefährdung. V / A / A.
Rotes Waldvögelein
Heimisch
Portugal (Portugal Continental), Schweden
Weitere
Dänemark, Norwegen, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Central European Rus, Corse, Zypern, Czechoslovakia, East Aegean Is., East European Russia
Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Italien, Kriti, Krym, Marokko, Niederlande, North Caucasus, Northwest European R, Polen, Portugal, Rumänien, Sardegna, Sicilia, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Transcaucasus, Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey, Turkmenistan, Ukraine, Yugoslavia, Albanien, Algerien, Österreich, Baleares
Verbreitung. Selten; nur kleine Populationen; etwas unbeständig. 1: Freigut (1987); Kantonsschulstr. (1988, 20 Ex. 1994; 1996 durch Strassenbau bis auf 4 Ex zerstört, 1998). 2: Manegg (1994); Rietberg (R. Irniger 1993). 7: Loorenkopf (1992); Katzenschwanzstr. (A. Hegi 1990); Wehrenbachhalde (1998). 10: Bhf. Wipkingen (A. Borer 1997); Hinterweid (Irniger 1994). 23: südl. Pt. 749.8 (1987); ob Hagni (1998); Ofengütsch (1999). 31: Gubrist, südöstl. Pt. 609.5 (1997). 37: Wisbachtobel (1990); Müsleren (1992). U: 2. H: 2 / 2, E: 4. W: I. - Europa, Mittelmeergebiet. Veränderungen. = / = / =. - o. -
Verbreitung. Ziemlich selten, ganz im Süden nicht vorhanden. U: 2, H 2 / 2; E: 4, W: I. - Europa, Mittelmeergebiet. Veränderungen. = / = / =. - o. -
Verbreitungsmuster. d.