Pflanzenwissen · Art
Das Sand-Hornkraut, auch Fünfmänniges Hornkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hornkräuter (Cerastium) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Das Sand-Hornkraut, auch Fünfmänniges Hornkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hornkräuter (Cerastium) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
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Vegetative Merkmale Das Sand-Hornkraut wächst als ein- bis zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 20 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind gelb- bis gras-grün und besitzen kurze (bis 0,3 Millimeter lange), meist drüsige Trichome. Es sind keine nichtblühenden Triebe vorhanden. Die Stängel sind meist aufrecht und am Grund verzweigt. Die gegenständigen Laubblätter sind kaum über 1,5 Zentimeter lang und oval mit stumpfem oder spitzem oberem Ende. Sie vertrocknen rasch. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von März bis Juni. Das unterste Deckblattpaar des Blütenstandes ist breit hautrandig mit nur einem kleinen grünen Mittelfeld, ebenso die Kelchblätter. Der Blütenstand ist einfach bis mehrmals gabelig verzweigt. Die Blütenstiele sind so lang oder wenig länger als der Kelch und nach der Anthese zurückgeschlagen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind bei einer Länge von 3 bis 5 Millimetern lanzettlich mit spitzem oberen Ende, breit hautrandig, kurz und am Rand drüsig behaart und an der oft gezähnelten Spitze kahl. Die fünf weißen Kronblätter sind nur auf etwa 1/8 der Länge ausgerandet und sind kürzer als die Kelchblätter. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden, die halb so lang wie die Kronblätter sind. Die Fruchtstiele sind ein- bis dreimal so lang wie der Kelch und nach der Anthese bis zum Beginn der Reife abwärtsgerichtet und am Grunde gekrümmt. Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 4,5 bis 6,5 Millimetern länglich-walzenförmig und springt mit zehn Zähnen auf. Die gelblich-braunen Samen sind 0,3 bis 0,6 Millimeter lang. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.
Pflege
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Belege
? abortivum Coss. & Germ., Alsine pellucida (Chaub.) E.H.L.Krause, Centunculus semidecandrus (L.) Scop.
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Standort. K ollin und montan. Trockene, lockere, offene, meist kalkhaltige, sandige Böden in warmen Lagen. Trockenwiesen, W egränder, Brachland, Bahnareale.
oligotrophic
terrestrial
shortlived
sedentary
cuddly
urban
plant
dunes
Heimisch
Belgien (Flanders), Portugal (Portugal Continental)
Eingeführt
Australien, Brasilien, Kanada (Newfoundland), Nebraska, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, East European Russia, North European Russi
Northwest European R, Arkansas, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Florida, Rhode I., Georgia, Baltic States, South Carolina, South European Russi, Belarus, Idaho, Illinois, Tasmania, Tennessee, Indiana, Brazil Southeast, Brazil South, British Columbia, Alabama, Maryland, Massachusetts, Michigan, Missouri, Kentucky, Connecticut, Krym, Louisiana, Ukraine, Kansas, Washington, Wisconsin, Central European Rus
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Yugoslavia, Afghanistan, Albanien, Algerien, Österreich, Baleares, Belgien, Bulgarien, Corse
Zypern, Czechoslovakia, East Aegean Is., Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irak, Irland, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Kriti, Lebanon-Syria, Libyen, Marokko, Niederlande, North Caucasus, Polen, Portugal, Rumänien, Sardegna, Sicilia, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Transcaucasus, Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey, Turkmenistan, Usbekistan
Cerastium semidecandrum ist ein subatlantisch-submediterranes Florenelement. Cerastium semidecandrum kommt von Süd-Skandinavien bis in den Mittelmeerraum vor und reicht östlich bis Kleinasien, zum Kaukasusraum sowie Russland. Es ist auch in Nordafrika heimisch. In Österreich ist es im pannonischen Gebiet mäßig häufig, ansonsten zerstreut bis selten anzutreffen. In der Schweiz ist es nur an wärmeren Standorten verbreitet zu finden. Das Sand-Hornkraut ist in Deutschland verbreitet und vielerorts häufig. Es steigt in der Schweiz im Vorderrheintal bis 1400 Meter und in Graubünden bei Malix bis 1110 Meter auf. Das Sand-Hornkraut wächst in Mitteleuropa in lückigen Trockenrasen, auf Äckern und an Wegen. Das Sand-Hornkraut gedeiht meist auf sommertrockenen, mäßig nährstoffreichen, humosen, lockeren Sand- oder Steingrusböden. Es ist ein Sandzeiger. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Sileno conicae-Cerastion semidecandri, kommt aber auch in lückigen Pflanzengesellschaften der Klasse Festuco-Brometea oder des Verbands Aperion vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).
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