Pflanzenwissen · Art
Der Zwergstendel, auch Zwerg-Knabenkraut oder Zwergorchis genannt, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Chamorchis innerhalb der Pflanzenfamilie der Orchideen (Orchidaceae).
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Belege
Aceras alpinum (L.) Steud., Arachnites alpinus (L.) F.W.Schmidt, Chamaeorchis alpinus (L.) Rich.,
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Der Zwergstendel, auch Zwerg-Knabenkraut oder Zwergorchis genannt, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Chamorchis innerhalb der Pflanzenfamilie der Orchideen (Orchidaceae). Sie ist unscheinbar und gedeiht in der hochalpinen Höhenstufe. Wegen ihrer geringen Größe und der unauffälligen Blüten ist es nicht leicht, sie zu finden.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Glabrous. Stem 4 - 10 cm. Leaves 4 — 8, about equalling stem, linear, erect. Flowers 3 - 10 in a short, rather lax spike. Perianth-segments greenish-yellow, variably tinged with purplish-brown, the outer 3 - 5 mm, broadly oblong, the inner narrower and slightly shorter. Labellum 4 mm, yellowish-green. 2 n = 42.
Mountain pastures; calcicole.
Weitere
Norwegen, Global, Österreich, Czechoslovakia, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, North European Russi, Polen, Rumänien, Schweden
Schweiz, Yugoslavia
Verbreitung Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über diejenigen Teile der Alpen und der Karpaten, die Hochgebirgscharakter besitzen, sowie über das westskandinavische Gebirge. Das gesamte Verbreitungsgebiet umfasst das subarktische und subalpine Europa. Der Zwergstendel ist (nach Buttler) ein alpisches, skandinavisches, karpatisches, lapponisches Florenelement. Standortbedingungen Der Zwergstendel ist eine kalkliebende Pflanze und bevorzugt extreme Standorte oberhalb der Baumgrenze mit wenig Schneebedeckung und häufigem Wind. Auch die Sonneneinstrahlung ist an diesen Standorten hoch. Das Edelweiß und die Weiße Silberwurz wachsen oft in seiner Nähe. Seltener wächst er zusammen mit Kohlröschen-Arten, welche die extremen Standorte weitgehend meiden. Er findet sich in der Pflanzengesellschaft Polsterseggenrasen (Assoziation Caricetum firmae) aus dem Verband Seslerion. Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa Der Zwergstendel gedeiht am besten auf kalkreichen, lockeren und daher oft steinigen, humushaltigen und eher etwas feuchten als trockenen, kühlen Böden. Er wächst fast nur über Kalkgestein oder Dolomit, seltener über kalkhaltigen Schiefern (z. B. Bündnerschiefer). Er kommt in Mitteleuropa ausschließlich in den Alpen vor und besiedelt dort vorzugsweise Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er am Sattel zwischen Biberkopf und Hochrappenkopf in Bayern bis in eine Höhenlage von 2320 Metern auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 1 (sehr nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental). Der unscheinbare Zwergstendel ist ausgesprochen kältefest und erträgt auch Zugluft. Man findet ihn daher besonders an windausgesetzten Stellen (z. B. auf Graten, an Felsvorsprüngen oder in Rasenbändern in Steilwänden).
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