Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Chelidonium, Mohngewächs, Giftpflanze, Heilpflanze
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Chelidonium cavaleriei H.Lév., Chelidonium dahuricum DC.,
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Das Schöllkraut ist eine Pflanzenart der monotypischen Gattung Chelidonium der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Das Schöllkraut ist eine sommergrüne, zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 70 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein verzweigtes Rhizom. Ihr Milchsaft ist gelb-orange, der Stängel ist leicht behaart. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die unterseits grün-graue „bereifte“, durch einen dünnen Wachsfilm wasserabstoßende Blattspreite ist zerschnitten mit bis zu neun grob, buchtig eingekerbten oder gezähnten, teils gelappten bis zerschnittenen, abgerundeten Lappen. Die Blattunterseite ist heller und locker behaart (Trichome). Die „Rhachis“ ist behaart und teils geflügelt wie auch der Blattstiel. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Es werden wenigblütige, lockere und doldige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen und lang gestielten Blüten sind vierzählig und etwa 2 Zentimeter groß. Die zwei Kelchblätter fallen früh ab. Die vier Kronblätter sind gelb. Es sind zwölf bis viele freie Staubblätter vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem länglichen und einkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Der kurze, dicke Griffel endet in einer zweilappigen Narbe. Die dünne, zweiklappige und kahle, schmale, längliche und mehrsamige, knotige Kapselfrucht weist eine Länge von etwa 5 Zentimetern auf. Die eiförmigen, schwarz-braunen bis schwärzlichen, feingrubigen und leicht glänzenden, eiförmigen Samen tragen eine kammförmige, weißliche Strophiole. Die Chromosomenzahl beträgt in Europa 2n = 12, in Japan, bei Chelidonium majus subsp. asiaticum H.Hara 2n = 10 oder 12.
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Schöllkraut ist ein hygromorpher Hemikryptophyt. Beim Abbrechen der behaarten Stängel oder beim Einreißen der Blätter tritt aus gegliederten Milchröhren ein gelb-orangefarbener Milchsaft aus. Der giftige Saft hat einen scharfen, bitteren und unangenehmen Geschmack. Bei kühlem, regnerischem Wetter sind die Blüten geschlossen, und die Blütenstiele senken sich ab. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Es erfolgt auch Selbstbestäubung. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), die durch die Caruncula angelockt werden.
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terrestrial
longlived
eutrophic
sedentary
cuddly
shrubs
plant
urban
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal (Madeira), Schweden
Eingeführt
Belgien, Bulgarien, Kanada (British Columbia), Tschechien, Frankreich, Irland, Kirgisistan, Niederlande (The Netherlands), Portugal (Açores), Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Usbekistan
Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Brazil South, British Columbia, Colorado, Connecticut, Delaware, Vereinigtes Königreich, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Carolina, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pennsylvania, Peru, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin, Brasilien, Portugal (Corvo Island)
Weitere
Kanada (Saskatchewan), Kanada (Newfoundland), Dänemark, Norwegen, Portugal (Madeira Island), Slowakei, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Italien, Kasachstan, Tuva, Khabarovsk
Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Krym, Madeira, Ukraine, Manchuria, Polen, Portugal, Primorye, Yugoslavia, Qinghai, Mongolei, West Siberia, Marokko, Niederlande, Yakutskiya, Rumänien, Albanien, Algerien, Altay, Amur, Sardegna, South European Russi, Österreich, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Spanien, Schweden, Bulgarien, Buryatiya, Canary Is., Central European Rus, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Chita, Schweiz, North Caucasus, Corse, Czechoslovakia, North European Russi, East European Russia, Finnland, Deutschland, Frankreich, Northwest European R, Griechenland, Ungarn, Transcaucasus, Turkey-in-Europe, Iran, Turkey, Irkutsk
Ursprünglich war Schöllkraut in den gemäßigten und warm-temperierten Gebieten Eurasiens sowie im Mittelmeerraum weit verbreitet. Nach Nordamerika wurde es von Siedlern mitgenommen, die es als Heilmittel bei Hautkrankheiten verwendeten und gilt daher dort als Neophyt. Diese stickstoffliebende Art wächst verbreitet in der Nähe von menschlichen Wohnstätten und Viehhaltung, etwa auf Schuttplätzen, an bestehenden und ehemaligen Misthaufen und Jauchegruben, Komposthaufen, an Wegesrändern, in Robinienbeständen und sogar in Mauerspalten, jedoch auch im Gebirge. Das Schöllkraut kommt in Mitteleuropa in Gesellschaften der Ordnung Glechometalia aber auch des Verbands Arction vor. In den Allgäuer Alpen steigt es im Tiroler Teil in der Ebene bei Steeg bis zu 1250 m Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Ellenberg für Chelidonium majus sind: L6 = Halbschatten- bis Halblichtpflanze, T6 = Mäßigwärme- bis Wärmezeiger, Kx = indifferentes Verhalten, F5 = Frischezeiger, Rx = indifferentes Verhalten, N8 = ausgesprochener Stickstoffzeiger, S0 = nicht salzertragend. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
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