Pflanzenwissen · Art
Das Sibirische Tellerkraut, auch Sibirische Claytonie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tellerkräuter (Claytonia) innerhalb der Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae).
Das Sibirische Tellerkraut, auch Sibirische Claytonie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tellerkräuter (Claytonia) innerhalb der Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae).
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Sortenvielfalt
Claytonia sibirica var. heterophylla
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Belege
Calandrinia heterophylla (Torr. & A.Gray) Rydb., Claytonia alsinoides Sims, Claytonia alsinoides var. heterophylla Torr. & A.Gray
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Vegetative Merkmale Das Sibirische Tellerkraut ist eine einjährige bis meist kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 40, selten bis zu 60 Zentimetern erreicht. Sie bildet schlanke, fleischige Pfahlwurzeln und kurze Rhizome und kleine Knollen. Je Pflanzenexemplar werden einige bis mehrere ausgebreitete bis aufrechte Stängel gebildet. Die realtiv vielen Laubblätter sind fast alle in einer grundständigen Rosette, aber zwei gegenständig am Stängel angeordnet. Die 3 bis 20 Zentimeter langen Grundblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist relativ lang und zwei- bis dreimal so lang wie ihre Blattspreite. Ihre einfache, fleischige Blattspreite ist bei einer Länge und Breite von 1 bis 4, selten bis zu 8 Zentimetern lanzettlich bis rhombisch-eiförmig, verkehrt-lanzettlich bis eiförmig, dreieckig bis deltaförmig oder breit-eiförmig mit zugespitztem oberen Ende drei- bis fünfnervig. Bei den sitzenden und nicht miteinander verwachsenen Stängelblättern sind die einfachen Blattspreiten bei einer Länge von 1 bis zu 8 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 5 Zentimetern lanzettlich bis eiförmig oder verkehrt-eiförmig-rhombisch bis breit-lanzettlich mit spitzem bis gerundetem oberen Ende. Generative Merkmale Die Blütezeit erstreckt sich in Mitteleuropa von April bis Juni. Die ein bis drei Tragblätter der Blütenstände sind laubblattähnlich und 5 bis 30 Millimeter lang, stehen den Deckblättern gegenüber und sind nicht miteinander verwachsen. Die end- und achselständigen, traubigen Blütenstände enthalten viele (10 bis 22) Blüten. Die im Knospenstadium händgenden und später ausgebreiteten Blütenstiele sind 1,5 bis 5 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 8 bis 20 Millimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die nur zwei grünen, stumpfen Kelchblätter sind 2,5 bis 5, selten bis zu 6 Millimeter lang und sind deutlich kürzer als die Kronblätter. Die fünf tief-rosafarbenen, selten weißen, oft mit dunkleren Adern Kronblätter sind 6 bis 12 (3 bis 14) Millimeter lang, tief ausgerandet bis zweispaltig. Es ist nur ein Kreis mit drei bis fünf Staubblättern vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu einem einkammerige Fruchtknoten verwachsen, der drei Samenanlagen enthält. Der Griffel endet in drei spreizenden, linealischen Narben. Die Frucht ist von den Kelchblättern umgeben und diese sind etwa so lang wie die Frucht. Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 2,5 bis 3,5 Millimetern eiförmig mit zugespitztem oberen Ende; sie enthält meist einen, manchmal drei Samen. Die schwarzen, glänzenden oder matten Samen sind bei einer Länge von 1,5 bis 2, selten bis zu 3 Millimetern kugelig bis elliptisch. Die Samen besitzen ein Elaiosom. Chromosomensatz Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6; es liegen unterschiedliche Ploidiegrade vor mit Chromosomenzahlen von 2n = 12, 18, 24, 30 oder 36.
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Claytonia sibirica wird als Zierpflanze verwendet. Die Laubblätter werder roh oder gegart gegessen; gut geeignet für Salat. Sie schmecken mild und weisen eine Textur. Solange die Exemplare noch jung sind, schmecken die Laubblätter am Besten, später, besonders im Sommer am trockenen sowie heißen Standort werden die Laubblätter bitter. Obwohl die Laubblätter relativ klein sind, kann durch den oft dichten Bestand relativ schnell geerntet werden. Die Stängel und Blüten werden als Zugabe zu Salaten roh gegessen. Die relativ kleinen Knollen sind aufwendig beim Erten und werden roh gegessen. Die unterirdischen Pflanzenteile werden gekocht und geschält; sie schmecken kokosnussartig. Die Laubblätter enthalten Vitamin C und werden als Heilmittel verwendet.
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Beim Sibirischen Tellerkraut handelt es sich um einen sommergrünen, mesomorph ein- bis mehrjährigen Therophyten. Blütenökologisch handelt es sich um Scheibenblumen mit mehr oder weniger verborgenen Nektar mit Nektarien an der Basis der Staubblätter. Bestäuber sind Syrphiden, Bienen und Falter. Es liegt Proterandrie vor, wobei dier Blüten zuerst männlich und später weiblich sind. Diasporen (Ausbreitungseinheit) sind die Samen.
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cbd_2014_pathway:escape_horticulture
established
Heimisch
Kanada (British Columbia)
Eingeführt
Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Island, Irland, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Russland, Schweden
Vereinigtes Königreich (Great Britain), Czechoslovakia, Finnland, Føroyar, Vereinigtes Königreich, Niederlande
Weitere
Dänemark, Island, Norwegen, British Columbia, Montana, California, Oregon, Washington, Kamchatka, Idaho, Alaska, Aleutian Is.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Claytonia sibirica reicht von vielleicht Kamtschatka, wohl erst von den Kommandeurinseln über Alaska bis British Columbia und vom US-Bundesstaat Washington sowie westlichen Montana, Idaho, Oregon bis zum nördlichen Kalifornien. In Mitteleuropa ist das Sibirische Tellerkraut ein Neophyt in Neuseeland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, in Bulgarien, Tschechien, in den Baltischen Staaten, in der Region Kaliningrad (LatviaB,C); Belgium, with (BelgiumD); BulgariaE,F,G; DenmarkA; Faroe islandsH; FinlandA,F,G,I; Former Czechoslovakia (Czech RepublicF); Frankeich, Monaco, im Vereinigten Königreich, in Irland, Island, Norwegen, Schweden, europäischen Teil Russlands in Deutschland in Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie im Gebiet von Berlin sowie Brandenburg. In Deutschland ist das Sibirische Tellerkraut ein in Einbürgerung befindlicher Neophyt. Das Sibirische Tellerkraut wurde im Zeitraum vor 1928 erstmals in Deutschland gefunden. Die natürlichen Habitate sind meist schattige, feuchte Waldländer und feucht Ufer von Fließgewässern.
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Northern America (WGSRPD:7)