Pflanzenwissen · Art
Der Farnblättrige Lerchensporn, auch Farn-Lerchensporn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lerchensporne (Corydalis) in der Unterfamilie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae) innerhalb der Familie der Mohn…
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Corydalis daucifolia H.Lév. & Vaniot, Corydalis petroselinifolia H.Lév.
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Der Farnblättrige Lerchensporn, auch Farn-Lerchensporn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lerchensporne (Corydalis) in der Unterfamilie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Er kommt in den westzentralen Regionen Chinas vor und wird gelegentlich als Zierpflanze genutzt.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Der Farnblättrige Lerchensporn ist eine krautige, mehrjährige (wenn auch oft kurzlebige), sommergrüne und in milden Wintern auch immergrüne Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 (selten bis 40) Zentimetern erreicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Corydalis-Arten bildet sie keine Knollen, sondern eine Pfahlwurzel. Oberirdisch bildet sie eine dichte, breite Blattrosette mit einem Durchmesser von bis zu 45 Zentimetern. Die gestielten, beiderseits kahlen, lanzettlichen Laubblätter sind 10 bis 25 Zentimeter lang, 3 bis 6 Zentimeter breit, farnartig und fiederschnittig. Sie besitzen 6 bis 12 schmal länglich-lanzettliche Fiederpaare. Jedes Fiederblatt hat 4 bis 6 Paare breit bis schmal eiförmiger, zugespitzter Blättchen. Im Laufe des Jahres ändert sich die Blattfarbe von Hellgrün über Dunkelgrün mit silbrigem Schimmer zu Bronzefarben im Winter und Frühjahr. Generative Merkmale Von April bis Mai erscheinen 10 bis 25 Zentimeter lange, aufstrebende, traubige Blütenstände mit vielen (oft mehr als 60) kurz gestielten, blassgelben bis goldgelben Blüten. Die äußeren Kronblätter sind manchmal zum Kiel hin bräunlich gefärbt. Die schmal lanzettlichen Hochblätter sind etwa so lang wie die Blütenstiele. Die eiförmigen bis lanzettlichen Kelchblätter sind 3 bis 4 Millimeter lang und gezähnt. Das 12 bis 17 Millimeter lange, obere Kronblatt mit dem etwa 6 Millimeter langen, stumpf endenden Sporn ist aufwärts gebogen. Der zunächst dichte Blütenstand verlängert sich während der Blütezeit und ist zur Fruchtzeit von Mai bis Juli stark gestreckt. Die linearen, grünen Schoten sind gerade oder leicht gebogen. In ihnen sitzen in einer Reihe schwarz glänzende, runde und leicht abgeflachte Samen, die etwas über 1 Millimeter groß sind und ein auffälliges, keulenförmiges Elaiosom besitzen. Chromosomensatz Die Chromosomengrundzahl ist x = 8; es tritt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 16 auf.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Der Farnblättrige Lerchensporn als Zierpflanze Der Farnblättrige Lerchensporn wird gelegentlich als Zierpflanze genutzt und ist seit spätestens 1904 in Kultur. Er eignet sich gut für Moorbeete, halbschattige Gehölzränder und feuchte, unvermörtelte Mauern. Er lässt sich auch gut zur Dachbegrünung an absonnigen Stellen nutzen, beispielsweise hinter oder unter Solarmodulen, sofern etwas bewässert wird. Der Farnblättrige Lerchensporn ist pflegeleicht und toleriert auch mäßig trockene, sonnige Standorte. Er gilt als winterhart bis −23 °C (Zone 6). Das farbig wechselnde, zarte Laub und die Blüten gelten gleichermaßen als attraktiv und kommen besonders gut zwischen grobem Gestein zur Geltung. Sehr schön wirkt die Pflanze zwischen Rhododendren und in Alpengärten. Bei guten Bedingungen versamt sich der Farnblättrige Lerchensporn stark. Die Samen sind trockenresistent und bleiben lange keimfähig. Zur Vermehrung kann er auch leicht geteilt werden, sogar unbewurzelte Rosetten lassen sich direkt verpflanzen. Der Farnblättrige Lerchensporn als Arzneipflanze Extrakte aus dem Farnblättrigen Lerchensporn wirken in vitro gegen viele bakterielle und pilzliche Krankheitserreger des Menschen. Die ober- und unterirdischen Pflanzenteile enthalten zahlreiche Alkaloide, darunter Coptisin, Berberin, Protopin und Sanguinarin. Darüber hinaus sind weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Chlorogensäure, Quercetin und Vanillin vorhanden. Bereits eine geringe Konzentration des Extrakts, die für menschliche Leberzellen kaum noch toxisch ist, erwies sich in vitro als sehr effektiv gegen den Biofilm von Helicobacter pylori. Dazu wurde der Extrakt zusammen mit synthetischen Arzneimitteln auf Matten aus bakterieller Nanocellulose aufgetragen. Auf dieser Grundlage könnte eine neue Therapieform gegen antibiotikaresistente Bakterienstämme in der Magenschleimhaut entwickelt werden.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
cbd_2014_pathway:escape_horticulture
casual
Eingeführt
Belgien, Frankreich, Niederlande (The Netherlands), Vereinigtes Königreich (Great Britain), Irland, Österreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Czechoslovakia
Weitere
China South-Central, China North-Central
Das Verbreitungsgebiet des Farnblättrigen Lerchensporns liegt in westzentralen Regionen Chinas und erstreckt sich von der Provinz Gansu über Sichuan und Hubei bis in die Provinzen Yunnan, Guizhou und Guangxi. Der Farnblättrige Lerchensporn besiedelt schattige Hänge, Felsspalten und steinige Bachufer in Höhenlagen von 800 bis 1700 Metern. Neophytische Vorkommen des Farnblättrigen Lerchensporns gibt es in Irland, Großbritannien, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Deutschland. Bei Marktheidenfeld, München und Braunschweig ist er lokal verwildert und besitzt das Potenzial zu weiterer Ausbreitung.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
temperate Asia (WGSRPD:3)
Eastern Europe
Eastern Asia