Pflanzenwissen · Art
Art der Gattung Gurken (Cucumis)
Die Zuckermelone oder Melone ist eine aus den Tropen und Subtropen stammende Pflanzenart, deren Beerenfrüchte als Obst genutzt werden. Sie ist eine Art aus der Gattung der Gurken (Cucumis), daher mit der Gurke näher verwandt als mit der Wassermelone. Wie diese gehört sie jedoch zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
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Vegetative Merkmale Die Zuckermelone ist eine einjährige Pflanze und bildet ein bis fünf Meter lange, meist rankende Sprosse aus. Es gibt jedoch auch kompakte Cultivare mit kurzen Internodien. Die Sprossachsen sind rund, ihre Behaarung ist relativ weich verglichen mit der verwandten Gurke. Die Ranken sind unverzweigt und stehen einzeln an den Knoten. Die Blätter sind acht bis 25 Zentimeter lang und gleich breit. Sie sind im Umriss leicht herzförmig mit fünf abgerundeten Ecken. Der Blattrand ist fein gezähnt. Generative Merkmale Die Pflanzen sind monözisch, bilden also an einer Pflanze männliche und weibliche Blüten. Viele Kultivare sind jedoch andromonözisch (besitzen männliche und zwittrige Blüten an einer Pflanze). Die männlichen Blüten stehen in wenigblütigen Blütenständen, die weiblichen stehen einzeln. Die Kelchzipfel sind pfriemlich und kürzer als die Kelchröhre. Die Krone ist blassgelb und hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern. Die Frucht ist eine ovale bis runde Panzerbeere, die kopfgroß werden kann. Bei großen Früchten werden nur eine oder zwei pro Pflanze gebildet. Die Oberfläche ist je nach Varietät verschieden: glatt bei der Wintermelone, mit netzartigen Korkleisten bei der Netzmelone und mit warzig-wulstiger Oberfläche mit Längsrillen bei der Cantaloupe-Melone. Unreife Früchte sind behaart, reife sind kahl. Das Fruchtfleisch ist von grüner bis gelber, auch orangefarbener, weißer oder pinker Farbe und enthält zahlreiche längliche, abgeflachte Samen. Es gibt süße sowie nicht süße Sorten. Die Chromosomenzahl ist 2n = 24.
Pflege
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Sortenvielfalt
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Belege
? ameri Pangalo, ? cassaba Pangalo, Bryonia callosa Wall.,
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Die Erträge schwanken zwischen 4 und 50 Tonnen pro Hektar und Jahr. Die Weltjahresernte betrug 2006 27,6 Millionen Tonnen. Die größten Anbauländer waren China (15,5 Millionen Tonnen), Türkei (1,8 Millionen Tonnen), USA (1,2 Millionen Tonnen), Iran (1,1 Millionen Tonnen) und Spanien (1,0 Millionen Tonnen). Die Zuckermelone steht damit auf Platz sechs der kommerziell produzierten Gemüsearten. Neben Spanien sind in Europa noch Rumänien, Italien und Frankreich größere Anbauländer. In Deutschland wurden 2003 auf 70 Hektar Melonen angebaut. Für die menschliche Ernährung ist der in manchen Sorten hohe Anteil an Vitamin A und C vorteilhaft, ebenso der Gehalt an Lithium und Zink. Der Gehalt an Vitamin E, Folsäure, Eisen und Kalzium ist im Vergleich zu anderen Obst- und Gemüsearten gering.
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In der traditionellen Klassifikation wird die Zuckermelone mit einigen afrikanischen Arten (Cucumis hirsutus, Cucumis humifructus und Cucumis sagittatus) gruppiert. Phylogenetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Zuckermelone zu einer Klade mit asiatischen und australischen Arten gehört. Die Anzahl der Melonensorten ist überaus groß. Allein in der EU sind über 500 Sorten zum Anbau zugelassen. Es gibt verschiedene Klassifikationen innerhalb der Art. Grundlegende Arbeiten sind die von Naudin 1859 und die von Pangalo 1929. Pangalo hat die Art als eigene Gattung Melo mit mehreren Sektionen und einem Dutzend Arten geführt. Auf den Arbeiten von Naudin und Pangalo bauten die späteren Taxonomen auf. Ein einfaches System ist das von Munger und Robinson 1991, die die Art in sechs Varietäten (agrestis, cantalupensis, inodorus, flexousus, conomon, chito, momordica) einteilen. Die folgende Klassifikation beruht auf dem Vorschlag von Pitrat et al. 2000: Unterart Cucumis melo L. subsp. agrestis (Naudin) Pangalo: Mit kurzen Haaren am Fruchtknoten Varietät conomon Thunberg Varietät makuwa Makino Varietät chinensis Pangalo Varietät momordica Roxburgh Varietät acidulus Naudin Unterart Cucumis melo L. subsp. melo: Mit langen Haaren am Fruchtknoten Varietät cantalupensis Naudin Varietät reticulatus Varietät adana Pangalo Varietät chandalak Pangalo Varietät ameri Pangalo Varietät inodorus Jacquin Varietät flexuosus L. Varietät chate Hasselsquist Varietät tibish Mohamed Varietät dudaim L. Varietät chito Morren Phylogenetische Untersuchungen konnten die Untergliederung von Munger und Robinson im Wesentlichen bestätigen: die Cultivare der „westlichen“ Varietäten cantalupensis und inodorus waren deutlich von den übrigen, überwiegend nicht-süßen Sorten getrennt. Die beiden Varietäten waren auch voneinander im Wesentlichen unterschieden, jedoch waren einige Sorten in der jeweils anderen Klade gruppiert. Auch die übrigen Varietäten waren im Wesentlichen als eigene Kladen erkennbar.
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Kletterer
zufällig
Eingeführt
Angola, Australien, Belgien, Belize, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Burundi, Kanada, Kolumbien, Kongo-Kinshasa, Costa Rica, Kroatien, Zypern
Tschechien, Dänemark, Ecuador, Estland, Frankreich, Kirgisistan, Laos, Litauen, Mexiko, Niederlande (The Netherlands), Philippinen, Portugal, Ruanda, Seychellen, Schweden, Tonga, Türkei, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Usbekistan, Norwegen, Galápagos Islands, New Guinea, New Hampshire, New Mexico, New York, Nicaragua, Nicobar Is., Nigeria, Niger, North Carolina, Ohio, Oklahoma, Ontario, Pennsylvania, Rhode I., Samoa, Senegal, Society Is., Salomonen, South Carolina, South European Russi, Spanien, Tadzhikistan, Texas, Thailand, Transcaucasus, Trinidad-Tobago, Tunesien, Turkey, Turkmenistan, Utah, Venezuelan Antilles, Venezuela, Vietnam, Virginia, Wake I., West Virginia, Windward Is., Xinjiang, Zaïre, Alabama, Albanien, Algerien, Andaman Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Arizona, Arkansas, Assam, Österreich, Azores, Bahamas, Bangladesch, Benin, Bismarck Archipelago, Bolivien, Borneo, Burkina, California, Kambodscha, Kamerun, Canary Is., Cabo Verde, Caroline Is., Kaimaninseln, Central African Repu, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Connecticut, Cookinseln, Kuba, Czechoslovakia, Dominikanische Republik, East Himalaya, Ägypten, El Salvador, Fidschi, Finnland, Florida, Gambia, Georgia, Ghana, Gilbert Is., Guinea-Bissau, Guinea, Haiti, Illinois, Côte d’Ivoire, Jamaika, Japan, Jawa, Kasachstan, Kentucky, Kirgizstan, Korea, Leeward Is., Lesser Sunda Is., Libyen, Louisiana, Madeira, Malaya, Malediven, Mali, Manchuria, Marianas, Marquesas, Marshallinseln, Massachusetts, Mauretanien, Mexico Southwest, Michigan, Mississippi, Missouri, Marokko, Myanmar, Nauru, Nepal, Nevada, Neukaledonien, Kolumbien (Amazonas, Antioquia, Atlántico, Caldas, Chocó, Cundinamarca, La Guajira, Magdalena, San Andrés, Providencia y Santa Catalina, Tolima)
Weitere
Brasilien, Dänemark, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Griechenland, Norwegen, Portugal (Faial Island), Portugal (Santa Maria Island), Slowakei, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Northern Provinces, Northern Territory, Kenia
Complejo Humedales Hato Corozal. Cienaga Zapatosa, Sambia, Mosambik, Lebanon-Syria, Tansania, Eritrea, Äthiopien, Oman, Somalia, Pakistan, Palestine, Malawi, South Australia, Simbabwe, Jemen, New South Wales, Gulf States, Queensland, Uganda, Tschad, Indien, Iran, Bucaramanga, Distrito Regional de Manejo Integrado (DRMI) Laguna de Sonso, municipio de Guadalajara de Buga, Valle del Cauca, Colombia
Wildformen in natürlichen Habitaten gibt es von Südwest-Afrika über Süd-, Ost- bis Nordost-Afrika, in Südwest-, Südzentral- und Südasien sowie Australien. Sie tragen verschiedene Namen, aber laut Hybridisierungs- und Isoenzym-Studien gehören alle der afrikanischen Ursprungsart an. Unklar bleibt, ob die Melone in Afrika oder Süd-/ Ost-Asien zur Kulturpflanze wurde. Die Domestizierung fand wohl parallel auf beiden Kontinenten statt. In Ägypten wurden Samen gefunden aus der Zeit um 3800–3550 v. Chr. nahe Hierakonpolis (Nubische Wüste), weitere aus China (um 3000 v. Chr.), aus dem Iran (3000 v. Chr.). Die ältesten Belege auf dem europäischen Kontinent kommen aus Griechenland (ca. 1400–900 v. Chr.); Tiryns (Spätbronzezeit), Kastanas (früheisenzeitlich). Antike Texte - Hinweise: Sippen/Sorten: Plinius XIX (23) 67, Boden: Pall. IV 9,6, Saatgutvorbereitung, Aussaatzeitpunkt: Pall. IV 9,6; Geoponika XII 20, Diätik (s. auch Flaschenkürbis): Galen II 5, Kochrezepte: Apicius III 7. Die Zuckermelone wird heute weltweit in den Tropen und Subtropen angebaut, wo es regional eine Vielzahl an Varietäten und Sorten gibt. Das natürliche Verbreitungsgebiet wird in den Tropen von Mittel- und Vorderasien vermutet. Ein Mannigfaltigkeitszentrum befindet sich in Indien. Im Mittelmeergebiet dürfte sie seit dem Altertum angebaut worden sein. Wildwachsende Melonen kommen vorwiegend in Afrika und Asien vor, aber auch in Australien und im pazifischen Raum. In den Gebieten, wo sie angebaut werden, verwildern Melonen sehr leicht. Für Österreich wird angegeben, dass sie zwar selten und unbeständig verwildert, dann aber bevorzugt auf Klärschlammdeponien.
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Afrika (WGSRPD:2)