Pflanzenwissen · Art
Die Kretische Hundszunge ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hundszungen (Cynoglossum) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
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Belege
Cynoglossum amplexicaule Lam., Cynoglossum apenninum Gouan, Cynoglossum atlanticum Murb., Cynoglossum cheirifolium Jacq.
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Die Kretische Hundszunge ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hundszungen (Cynoglossum) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Die Kretische Hundszunge ist eine zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern. Im ersten Jahr nach der Keimung wird nur eine dichte Blattrosette aus lanzettlichen, weich behaarten Laubblättern gebildet. Im zweiten Jahr erscheint der Blütenstand. Die Laubblätter sind im oberen Teil des Stängels sitzend, halbstängelumfassend und oft ohne deutliche Seitennerven. Die Stängelblätter sind bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 3 Zentimetern schmal-lanzettlich bis spatelförmig. Die Rosettenblätter sind bis 15 Zentimeter lang und 0,5 bis 4 Zentimeter breit. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die relativ kurz gestielten Blüten erscheinen in langen tragblattlosen Wickeln. Die Blütenstiele sind postfloral nur bogig abstehend und nicht nickend. Die zwittrige Blüte ist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind lanzettlich und dicht behaart und die Kelchzipfel sind 5 bis 7 Millimeter lang. Die fünf Kronblätter sind zunächst rosafarben, später blass-blau mit auffallend dunklen Nerven; sie sind röhrig verwachsen. Die Krone ist 7 bis 9 Millimeter breit, der stumpfe, fünflappige, kahle Saum ist etwa so lang wie die Kronröhre. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden, sie überragen die Blütenkrone. Die Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Die nussartigen Klausen sind gewölbt, dicht mit widerhakigen Stacheln besetzt, 5 bis 7 Millimeter breit und ohne verdickten Rand. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24, seltener 48.
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Heimisch
Portugal (Madeira)
Eingeführt
Armenien, Australien, Chile, Georgien, Kirgisistan, Portugal (Açores), Usbekistan, Mexico Northeast, Chile Central, Missouri, Chile South, New South Wales
Argentina Northeast, Texas, Argentina Northwest, Juan Fernández Is., Argentina South, Arkansas, Portugal (Corvo Island)
Weitere
Chile (Biobío Region, Araucanía Region, Los Ríos Region), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), North Caucasus, Palestine, Portugal, Rumänien, Sardegna, Sicilia, Spanien, Tadzhikistan, Transcaucasus, Tunesien
Turkey-in-Europe, Turkey, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Yugoslavia, Albanien, Algerien, Azores, Baleares, Bulgarien, Canary Is., Corse, Zypern, East Aegean Is., Frankreich, Griechenland, Iran, Irak, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Kriti, Krym, Lebanon-Syria, Madeira, Marokko
Die Kretische Hundszunge ist ursprünglich auf den Azoren, den Kanaren und Madeira, in Nordafrika, in Südeuropa und Osteuropa, auf Inseln im Mittelmeer, in Vorderasien und im Kaukasusraum bis Kasachstan weitverbreitet. In Australien, Argentinien und Chile ist Cynoglossum creticum ein Neophyt. Die Kretische Hundszunge wächst in Mitteleuropa auf Brachland, an Wegrändern, in Kiefernwäldern und auf offenen grasigen Flächen. In Südtirol steigt sie bis zu einer Höhenlage von etwa 550 Meter auf. In Südtirol scheint die Kretische Hundszunge um 1800 noch gefehlt zu haben. Sie wurde dort zuerst um 1820 von Cristofori gesammelt. Um 1830 war sie aber stellenweise schon häufiger als die Gewöhnliche Hundszunge (Cynoglossum officinale).
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