Pflanzenwissen · Art
Der Gelbe Frauenschuh oder Gelb-Frauenschuh wird auch Rotbrauner Frauenschuh, Marienfrauenschuh, Europäischer Frauenschuh oder noch häufiger einfach nur Frauenschuh genannt.
Der Gelbe Frauenschuh oder Gelb-Frauenschuh wird auch Rotbrauner Frauenschuh, Marienfrauenschuh, Europäischer Frauenschuh oder noch häufiger einfach nur Frauenschuh genannt. Die Form der Blüte führte auch zu dem Namen „Kriemhilds Helm“ bzw. „Krimhilds Helm“. Der Gelbe Frauenschuh ist eine der prächtigsten wildwachsenden Orchideenarten Europas und steht in allen Ländern nach FFH-Richtlinie Anhang II unter Schutz. Er gehört zur Gattung der Frauenschuhe (Cypripedium) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist Typusart dieser Gattung.
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Calceolus alternifolius St.-Lag.,
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Der Gelbe Frauenschuh ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 cm erreicht. Am etwas gebogenen und behaarten Stängel befinden sich drei bis fünf breit-elliptische, stängelumfassende Laubblätter, die nach außen spitz zulaufen. Diese weisen eine Länge zwischen 5 und 13 cm auf. Die hellgrünen Laubblätter zeigen an der Blattunterseite eine feine flaumige Behaarung. Auch die kräftige Nervatur ist deutlich erkennbar. Die Blätter sind durch Längsfalten versteift und leiten dadurch das Regenwasser zum Stängel hin ab. In der Regel sind die einzelnen Triebe einblütig, oft tragen sie bei gutem Wachstum der Pflanze auch zwei Blüten, selten drei oder vier. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig. Die vier äußeren purpur- bis schokoladenbraunen Perigonblätter sind etwa 5 cm lang. Sie zeigen eine spitz-lanzettliche Form und umgeben breit abstehend den gelben „Schuh“. Die schmalen Petalen sind häufig etwas gedreht. Die sehr große, kräftig gelbe Lippe wird von einem inneren Perigonblatt gebildet und zu einem bauchigen Schuh umgeformt. Durch Überkrümmung des Blütenstiels drehen sich bei Öffnung die Blüten um 180°, was bedeutet, dass das Labellum ursprünglich das obere, innere Perigonblatt der Blüte ist. Der Schuh erreicht eine Länge von 4 bis 8 cm. Die Blüten des Frauenschuhs zählen damit zu den größten unserer Flora und stellen die größten Einzelblüten unter den europäischen Orchideen dar. Es sind zwei Staubblätter fruchtbar. In Mitteleuropa beginnt die Blütezeit des Frauenschuhs Mitte Mai und dauert bis Ende Juni an. Der Frauenschuh wird von Insekten bestäubt. Aufgrund seiner kesselfallenähnlichen Bestäubungsvorrichtung ist Selbstbestäubung praktisch ausgeschlossen. Als Früchte werden einfächrige Trockenkapseln gebildet, die winzige Samen enthalten. Sie werden durch den Wind als Körnchenflieger ausgebreitet. Die Fruchtreife erstreckt sich von Juli bis September. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20 oder 22.
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Blüte. Äussere Perigonblätter braunrot, Lippe (« Schuh ») gelb. 5 - 6.
Blüte. Äussere Perigonblätter braunrot, Lippe („ Schuh “) gelb. 5 - 6.
Der Gelbe Frauenschuh ist seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Gebrauch. Wegen seines Naturschutzstatus dürfen nur Pflanzen aus gärtnerischer Kultur verkauft werden.
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Standort. Kollin bis subalpin. Wechseltrockene, basenreiche, nährstoffarme Böden in halbschattigen Lagen. Lichte Hangwälder, Gebüsche. F 2 w, R 4, N 2, H 3, D 4, L 3, T 3, K 3. W: g. Literatur. G: Schattige Orte in Berggegenden. Bei uns häufig. {Albis}; Zürich (1). - M: An dem Hütleinberge. - Sch: Ütliberg. - Wa: z. B. auf dem Gipfel des Ütliberges. - S + H: Ütliberg, beim Höckler. - K: In feuchten Bergwäldern häufig. In der ganzen Kette des Ütliberges; ob dem Höckler; im Sihltal. B *: Uto; Falätsche; Entlisberg. - K + L: Goldbrunnegg; Rossweidliegg; Denzlerweg; Kolbenhoferegg; Falätsche.
Standort. Kollin bis subalpin. Wechseltrockene, basenreiche, nährstoffarme Böden in halbschattigen La- gen. Lichte Hangwälder, Gebüsche. Literatur. G: Schattige Orte in Berggegenden. Bei uns häufig.
Gefährdung. EN // EN / EN / VU. Verbreitungsmuster. q.
Gefährdung. E / V / V.
Heimisch
Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Belgien, Bulgarien, Buryatiya, Central European Rus, Chita, Czechoslovakia, East European Russia, Finnland, Frankreich
Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Inner Mongolia, Irkutsk, Italien, Japan, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Krym, Manchuria, Mongolei, North European Russi, Northwest European R, Polen, Primorye, Rumänien, Sakhalin, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tuva, Ukraine, West Siberia, Yakutskiya, Yugoslavia, Global, Algerien, Altay, Amur, Österreich, Baltic States, Belarus
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nord- über Mittel- bis Ost-Europa, über Asien bis Japan, wobei der Gelbe Frauenschuh die einzige natürlich in Deutschland vorkommende Frauenschuhart ist. Bevorzugt wächst er vereinzelt in schattigen Laubwäldern (wie etwa Buchenwälder) oder an buschigen Berghängen bis zu Höhenlagen von 2000 m. In Europa kommt er in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Portugal, Irland, Island, den Niederlanden, Moldau, Albanien und im europäischen Teil der Türkei. Früher kam er auch in Belgien und Griechenland vor. Bekannte Vorkommen werden Jahr für Jahr zur Blütezeit von größeren Menschenmengen besucht. In der Schweiz ist es zum Beispiel das Gasterntal im Berner Oberland, das Bergsturzgebiet in Goldau (Gemeinde Arth) und das Val Sinestra bei Vnà / Sent im Unterengadin. In Österreich hat das Lechtal die größten Vorkommen. In Niedersachsen in der Nähe des Ortes Bevern gibt es am sog. Burgberg ein größeres Vorkommen. Auch in Thüringen ist der Frauenschuh bei Großkochberg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu finden. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w (mäßig feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental). Vertikale Verbreitung In den Allgäuer Alpen steigt er in Bayern zwischen Bergerhöfle und Angerer-Hütte südwestlich Einödsbach bis zu 1550 Metern Meereshöhe auf. Nach Baumann und Künkele hat die Art in den Alpenländern folgende Höhengrenzen: Deutschland 10–1540 Meter, Frankreich 500–1820 Meter, Schweiz 360–2000 Meter, Liechtenstein 440–1700 Meter, Österreich 250–1850 Meter, Italien 500–2200 Meter, Slowenien 700–1500 Meter. In Europa kommt sie zwischen 0 und 2200 Metern vor und steigt im Himalaja bis 3640 Meter Meereshöhe auf. Pflanzensoziologie Der Frauenschuh gedeiht in Mitteleuropa in der Assoziation Seggen-Buchenwald (Carici-Fagetum) im Unterverband der Orchideen-Buchenwälder (Cephalanthero-Fagenion). Die Assoziation charakterisiert ein submontaner artenreicher Laubwald, in dem der Rotbuche als dominante Art Traubeneiche, Echte Mehlbeere und Waldkiefer beigemischt sind. Kennarten sind die Orchideen Weißes und Rotes Waldvöglein sowie die Kleinblättrige Stendelwurz. Er kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Kiefern-Steppenwälder (Cytiso ruthenico-Pinion), trockenwarme Blutstorchschnabel-Saumgesellschaften (Geranion sanguinei), der Ordnung Wärmeliebende Eichenmischwälder (Quercetalia pubescentis) oder des Unterverbands Tannen-Mischwälder, Weißtannenwälder (Galio-Abietenion) vor.
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Verbreitung. Selten; kleine Populationen. Nur noch an der Ütlibergkette, z. B.: 2: Falätsche (1993, 1996); Ankenweid (1990, 1997); Haberweid (1991). 3: Gelbe Wand (1993). 9: nördl. Hohenstein (1988). 23: Grat nördl. Hagni (50 Ex. 1993); Grat gegen Ofengüpf (1991); unterh. Station Ütliberg (I. Stehlik 1997); unterh. Pt. 747.8 (G oedickemeier 1992; 1995). 24: Baldern (1992). U: 1, H 2 / 2, E: 5, W: I. - Eurasien. Veränderungen. = /> />. - k, o. -
Verbreitung. Im mittleren und nordwestlichen Teil des Gebiets ziemlich selten, sonst nicht mehr vorhanden. U: 1, H 2 / 2, E: 5, W: I. - Eurasien. Veränderungen. = /> />. - k, o. -