Pflanzenwissen · Art
Die Kriech-Quecke, auch Gemeine Quecke, Gewöhnliche Quecke oder einfach Quecke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Quecken (Elymus) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Pflege
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Sortenvielfalt
Elymus repens subsp. arenosus
Elymus repens subsp. arenosus (Spenn.) MelderisElymus repens subsp. atlantis
Elymus repens subsp. atlantis (Maire) Ibn TattouElymus repens subsp. calcareus
Elymus repens subsp. calcareus (Cernjavski) MelderisElymus repens subsp. elongatiformis
Elymus repens subsp. elongatiformis (Drobow) MelderisElymus repens subsp. littoreus
Elymus repens subsp. littoreus (Schumach.) ConertElymus repens subsp. repensMarktplatz
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Belege
Agropyron altissimum (Schur) P.Candargy,
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Die Kriech-Quecke, auch Gemeine Quecke, Gewöhnliche Quecke oder einfach Quecke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Quecken (Elymus) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie ist nahezu weltweit verbreitet und stellt eine Pionierpflanze auf fast allen Böden dar.
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Vegetative Merkmale Die Kriech-Quecke ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120 (150) Zentimeter erreicht, wobei insbesondere sterile Triebe sehr hochwüchsig sind. Die Pflanzen bilden Horste oder, mit Hilfe von kriechenden Ausläufern, große Rasen. Die Halme sind kahl, aufrecht oder unten gebogen und weisen drei bis fünf kahle Knoten auf. Die schlaffen Laubblätter sind grün und dabei abwischbar blau bereift. Ihre einfachen Spreiten sind 6 bis 30 Zentimeter lang, 3 bis 5, selten bis zu 10 Millimeter breit, sind flach gerippt, oberseits rau und haben am Grund bewimperte, stängelumfassende Öhrchen. Das Blatthäutchen ist weniger als 1 Millimeter lang und häutig. Generative Merkmale Die schlanken, endständigen ährigen Blütenstände sind 5 bis 20, selten bis zu 30 Zentimeter lang. Ihre 10 bis 20 Millimeter langen Ährchen sitzen locker bis dicht. Diese weisen spitze, lanzettliche Hüllspelzen auf, die fünfnervig sind und 7 bis 12 Millimeter lang. Ihre Deckspelzen sind grannenlos oder kurz begrannt und 8 bis 12 Millimeter lang. Die zweinervigen Vorspelzen sind etwa so lang wie die Deckspelzen und auf den Kielen stachelhaarig. Die Staubbeutel sind 3,5 bis 6 Millimeter lang. Insgesamt ist die Kriech-Quecke ein außerordentlich variabel aussehendes Gras. Die Quecke blüht und bildet etwa 50 Samen erst im zweiten Jahr. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis August. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42, seltener 28 oder 56.
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Anbau in der Landwirtschaft In Nordeuropa, z. B. in Finnland, wird der Anbau als Futtergras empfohlen, wenn gut gedüngt wird. Auch die Wurzelstöcke und Ausläufer sind für Vieh nährstoffreich und werden verwendet. Anbau der Kriech-Quecke als Gemüse und Arzneipflanze In den GUS-Staaten existiert schon lange bedeutender Anbau von Quecke. Besonders im ukrainischen Regierungsbezirk Poltawa werden jährlich 33 Dezitonnen Ausläufer geerntet. Die Ernte der Ausläufer erfolgt im Herbst bis Frühjahr, wenn der Boden nicht gefroren ist und die Rhizome noch nicht austreiben. Der höchste Ertrag liegt bei 2,5 kg/m². Krankheiten und Schädlinge Die Quecke ist eine Wirtspflanze für Viren und übertragbare Pilze und ist besonders ein Wirt für den Mutterkorn bildenden Pilz Claviceps purpurea.
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terrestrial
longlived
eurytopic
eutrophic
cuddly
mobile
plant
Heimisch
Belgien (Flanders)
Eingeführt
Kanada (Labrador), Chile, Ägypten, Falklandinseln, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Grönland, Iran, Mexiko, Papua-Neuguinea, Portugal (Açores), Südafrika (Prince Edward Islands), Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
Cape Provinces, Marion Island, South Georgia, Alaska, Alberta, Antipodean Is., Argentina Northeast, Argentina South, Arizona, Arkansas, Azores, British Columbia, California, Kamerun, Canary Is., Caroline Is., Chatham Is., Chile Central, Chile South, Colorado, Connecticut, Crozet Is., Delaware, District of Columbia, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Japan, Kansas, Kentucky, Kerguelen, Labrador, Madeira, Maine, Manitoba, Marion-Prince Edward, Maryland, Massachusetts, Mexico Central, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, North Dakota, Northwest Territorie, Nova Scotia, Nunavut, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Peru, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Saskatchewan, South Australia, South Dakota, Tasmania, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Victoria, Virginia, Washington, West Virginia, Western Australia, Wisconsin, Wyoming, Yukon
Weitere
Brasilien, Chile (Araucanía Region, Region of Magallanes and Antártica Chilena, Metropolitana Region, Los Ríos Region), Grönland, Norwegen, Portugal (Faial Island), Vereinigte Staaten (Hawaii), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (Alaska), Altay, Amur, Tibet
Transcaucasus, Pakistan, Tunesien, Turkey-in-Europe, Österreich, Polen, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Portugal, Bulgarien, Buryatiya, Primorye, Turkey, Mongolei, Qinghai, Central European Rus, Marokko, Turkmenistan, Niederlande, China North-Central, China South-Central, Chita, Tuva, Rumänien, Corse, Sakhalin, Zypern, Czechoslovakia, Sardegna, Dänemark, Ukraine, East Aegean Is., East European Russia, East Himalaya, Sicilia, Finnland, Frankreich, Føroyar, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, West Himalaya, Usbekistan, Ungarn, Island, South European Russi, West Siberia, Spanien, Inner Mongolia, North Caucasus, Iran, Irak, Irland, Irkutsk, Italien, Schweden, Kamchatka, North European Russi, Kasachstan, Northwest European R, Schweiz, Khabarovsk, Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Krym, Kuril Is., Lebanon-Syria, Tadzhikistan, Libyen, Magadan, Yugoslavia, Manchuria, Afghanistan, Xinjiang, Albanien, Yakutskiya, Algerien
Das Verbreitungsgebiet der Kriech-Quecke erstreckt sich über die gemäßigten Gebiete Eurasiens und Nordafrika. Die Kriech-Quecke kommt auf Ackerflächen, nährstoffreichen Wiesen („Jauchewiesen“), überweidetem Grünland, an Wegen, in Ufersäumen und in Unkrautgesellschaften vor, etwa an Dämmen oder Schuttplätzen. Es handelt sich um eine Halblichtpflanze, die vor allem an stickstoffreichen Standorten wächst. Sie gedeiht auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen, humosen oder rohen, oft dichten Lehm- oder Tonböden. Sie ist eine Ordnungscharakterart halbruderaler Pionier- und Lockerrasen-Gesellschaften (Elymetalia repentis), kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Artemisietalia oder des Verbands Agropyro-Rumicion vor. In den Allgäuer Alpen steigt die Kriech-Quecke bis in eine Höhenlage von 1150 Metern auf. In Zermatt im Kanton Wallis erreicht sie sogar 2565 Meter. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w+ (mäßig feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).
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