Pflanzenwissen · Art
Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine Pflanzenart, die zur gleichnamigen Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) gehört.
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Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine Pflanzenart, die zur gleichnamigen Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) gehört.
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Diese bläulichgrüne, mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 50 cm und hat dicht beblätterte Stängel. Es gibt an den Pflanzen meist zwei unterschiedlich aussehende Formen von Trieben. Die nichtblühenden Triebe sind tannenwedelartig „zypressenähnlich“ aussehend, wovon sich der Name ableitet. Die Blätter sind schmal linealisch, dünn, 1–3 cm lang und nur 2–3 mm breit. Die Hauptdolde (Scheindolde) ist vielstrahlig; Hochblätter der oberen Verzweigung sind nicht verwachsen, gelb und zuletzt rot. Die Nektardrüsen sind halbmondförmig, zweihörnig, wachsgelb. Die Kapselfrucht ist feinwarzig. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und September. Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 20 oder 40.
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Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine sommer-, selten auch wintergrüne Schaftpflanze und ein Wurzelknospen-Geophyt sowie ein Wurzelkriechpionier. Sie wurzelt bis 60 Zentimeter tief. Bei Verletzungen der Pflanze wird aus ungegliederten Milchsaftschläuchen sofort ein weißer Milchsaft ausgeschieden. Dieser enthält bis zu 15 % Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz und wurde früher, wie andere Gummiharze sukkulenter Wolfsmilcharten, in getrockneter Form (als Euphorbium), auch als Ersatz für Scammonium, in der Heilkunde verwendet. Die Blüten sind streng vorweibliche „Nektar führende Scheibenblumen“. Die Nektarien sind kleine, goldgelbe Drüsen, die den nach Honig duftenden Nektar absondern. Die Blüten werden häufig von Insekten, besonders von Bienen besucht. Für die Raupen des Wolfsmilchschwärmers sind diese Pflanzen die wichtigste Nahrungsquelle. Er gilt in ganz Deutschland als gefährdet, weil die Zypressen-Wolfsmilch als „xerophytische Wanderpflanze“ immer weniger Standorte findet. Wie bei den meisten der sehr vielen Wolfsmilch-Arten zerfallen die dreiköpfigen Kapselfrüchte explosionsartig durch einen Mechanismus, der die Samen von der Pflanze fortschleudert (Ballochorie). Zusätzlich besitzen die Samen auch einen Ölkörper, der die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt (Myrmekochorie). Ameisenhaufen sind deshalb am unteren Außensaum oft dicht mit der Zypressen-Wolfsmilch bewachsen.
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oligotrophic
terrestrial
grasslands
sedentary
longlived
cuddly
plant
Heimisch
Belgien (Flanders)
Eingeführt
Australien, Belgien, Bulgarien, Kanada (Newfoundland), Estland, Frankreich, Island, Irland, Japan, Lettland, Litauen, Niederlande (The Netherlands)
Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), New Brunswick, Maine, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, North Dakota, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Primorye, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Rumänien, Sardegna, Saskatchewan, South Carolina, Tasmania, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin, Wyoming, Alabama, Arkansas, British Columbia, California, Kolumbien, Colorado, Connecticut, Corse, Delaware, District of Columbia, Georgia, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Kolumbien (Cundinamarca)
Weitere
Dänemark, Island, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Alaska), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Belgien, Krym, Bulgarien, Portugal, Central European Rus, Spanien
Schweden, Schweiz, Ukraine, Czechoslovakia, Northwest European R, East European Russia, Finnland, Frankreich, Føroyar, West Siberia, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Yugoslavia, Niederlande, Turkey-in-Europe, Italien, Turkey, South European Russi, Albanien, Polen, Österreich, Baltic States, Belarus
Die Zypressen-Wolfsmilch (früher auch Tithymalus cyparissias genannt und lateinisch (wie die Esels-Wolfsmilch) auch als esula bzw. esula minor bezeichnet) ist in ganz Europa bis in die alpinen Höhenstufen (bis 2300 Meter) verbreitet; teilweise ist sie auch nach Asien vorgedrungen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie häufig anzutreffen. Das Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis in die nordwestliche Türkei. Die Art ist aber in vielen weiteren Ländern ein Neophyt. Aufgrund seiner Fraßschutzgifte und seiner Fähigkeit zu klonaler Ausbreitung kann dieser Wurzelkriechpionier auf Schaf- und Pferde-Intensivweiden zur fast flächendeckenden Plage werden, sofern ein „Nachmähen“ unterbleibt. Vorzugsweise wächst sie auf Kalk, Magerrasen, Schafweiden, trockenen Abhängen und Felsen. Sie ist eine schwache Festuco-Brometea-Klassencharakterart und kommt auch in Gesellschaften der Klasse Sedo-Scleranthetea, der Ordnung Agropyretalia oder der Verbände Violion oder Erico-Pinion vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil am Südostfuß der Rothornspitze bis zu 2130 m über Meereshöhe auf. Im Wallis wurde sie oberhalb Zermatt sogar in 3050 Meter Meereshöhe gefunden. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
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