Pflanzenwissen · Art
Der Kreuz-Enzian, auch Kreuzblättriger Enzian genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Enziane (Gentiana) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).
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Gentiana cruciata subsp. phlogifolia
Gentiana cruciata subsp. phlogifolia (Schott & Kotschy) TutinMarktplatz
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Der Kreuz-Enzian, auch Kreuzblättriger Enzian genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Enziane (Gentiana) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).
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Vegetative Merkmale Der Kreuz-Enzian wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimetern. Die Laubblätter sind zu einer grundständigen Rosette und am Stängel verteilt kreuzgegenständig angeordnet. Die einfachen, etwas ledrigen Blattspreiten sind bei einer Länge von 5 bis 10, selten bis zu 15, Zentimeter sowie einer Breite von 1 bis 2,5, selten bis zu 3,5 Zentimeter meist ei-lanzettlich und meist drei-, selten fünfnervig. Die unteren Stängelblattpaare sind am Grund zu einer meist 1,5 bis 2,5, selten bis zu 4 Zentimeter langen Scheide verwachsen. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle und 2 bis 2,5 Zentimeter lang. Die vier innen hellblauen Kelchblätter sind eng röhrig-glockig verwachsen mit vier meist breit-dreieckigen und fein zugespitzten Kelchzähnen; die Kelchzähne sind viel kürzer als die Kelchröhre. Die vier Kronblätter sind außen schmutzig-blau bis etwas grünlich, innen rein blau und ungefleckt. Zwischen den Kronzipfeln befinden sich ein oder mehrere Zähne. Ein Griffel fehlt; die Narben sind zwei kurze, aufrechte und zuletzt zurückgerollte Lappen. Die braunen Samen sind bei einer Länge von 1 bis 1,3 Millimetern ellipsoid und ungeflügelt. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 52.
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Beim Kreuz-Enzian handelt es sich um einen mesomorphen, skleromorphen, überwinternd grünen Hemikryptophyten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten besonders Hummeln. Der Kreuzenzian-Ameisenbläuling (Phengaris rebeli) legt ausschließlich am Kreuz-Enzian seine Eier ab. Mit der Brachenleite bei Tauberbischofsheim wurde durch Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 17. Dezember 2014 ein Naturschutzgebiet mit einem Bestand von rund 900 Stöcken des Kreuz-Enzians geschaffen, in dem der noch seltenere Kreuzenzian-Ameisenbläuling ideale und fortan gesicherte Lebensbedingungen vorfindet.
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Die Erstveröffentlichung von Gentiana cruciata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 231. Das Artepitheton cruciata bedeutet gekreuzt und bezieht sich auf die vierzählige Blüte, deren Blütenkronzipfel kreuzförmig zusammenstehen. Linné hat die Artbezeichnung von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten: Gentiana cruciata L. subsp. cruciata Karpaten-Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata subsp. phlogifolia (Schott & Kotschy) Tutin): Dieser Endemit gedeiht nur in den Süd- und Ostkarpaten in Polen, Rumänien und in der Ukraine. Er unterscheidet sich von der Nominatform durch kleinere Blüten, die außen hell-blau und innen weiß sind.
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