Pflanzenwissen · Art
Der Weiche Storchschnabel ist eine Pflanzenart aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).
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Der Weiche Storchschnabel ist eine Pflanzenart aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Der Weiche Storchschnabel ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis zu 45 cm erreicht. Er ähnelt dem Kleinen Storchschnabel sehr. Die Stängelblätter sind meist wechselständig angeordnet, ihre Blattspreiten sind fünf- bis neunteilig. Es sind Nebenblätter vorhanden. Die paarweise stehenden Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf kurz bespitzten, behaarten, grünen Kelchblätter sind meist 2,5 bis 5,5 (1 bis 6) mm lang. Die rosa bis purpur-rot gefärbten Kronblätter sind etwa 3 bis 8,5 (selten bis 10,5) mm lang, tief ausgerandet und länger als der Kelch. Die fünf Nektarien bilden einen Ring. Die Narben sind violett. Die Spaltfrucht ist 0,8 bis 1,4 cm lang. Die Fruchtklappen sind meist kahl und zart querrunzelig. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.
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Er ist einjährig überwinternd oder sommerannuell. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die oft vormännlichen Blüten werden von Hautflüglern bestäubt. Bei der Fruchtreife lösen sich die Fruchtklappen mit den Grannen durch Austrocknen plötzlich von der Mittelsäule. Die Granne rollt sich dabei ein, trennt sich vom Fruchtfach und schleudert dieses mitsamt dem darin liegenden Samen weg (Autochorie) oder die Samen bleiben an Tieren haften und werden auf diese Weise fortgetragen. Der Weiche Storchschnabel wurzelt bis 50 Zentimeter tief.
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terrestrial
mesotrophic
shortlived
grasslands
sedentary
cuddly
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Finnland, Norwegen, Portugal (Madeira), Schweden
Eingeführt
Australien, Bulgarien, Kanada (British Columbia), Chile, Taiwan, Falklandinseln, Georgien, Island, Japan, Mexiko, Polen, Portugal (Açores)
Südafrika, Schweden, Michigan, Alabama, Antipodean Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Arkansas, British Columbia, California, Cape Provinces, Chatham Is., Chile Central, Chile South, Connecticut, Delaware, District of Columbia, Georgia, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Mexico Northwest, Missouri, Montana, New Hampshire, New Jersey, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Norfolk Is., North Carolina, Nova Scotia, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Québec, Rhode I., South Australia, South Carolina, Tasmania, Tennessee, Uruguay, Utah, Vermont, Victoria, Virginia, Washington, West Virginia, Western Australia, Wisconsin, Portugal (Faial Island)
Weitere
Kanada (Nova Scotia), Chile (Valparaíso Region, Maule Region, Biobío Region, Araucanía Region, Los Ríos Region), Dänemark, Island, Norwegen, Slowakei, Ukraine, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Polen, Österreich, Azores
Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Portugal, Bulgarien, Yugoslavia, Canary Is., Marokko, Central European Rus, Niederlande, Transcaucasus, Rumänien, Sardegna, Corse, Zypern, Czechoslovakia, Saudi-Arabien, Sicilia, East Aegean Is., East European Russia, Ägypten, Sinai, Finnland, Frankreich, Tunesien, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Turkey-in-Europe, Ungarn, North Caucasus, Northwest European R, South European Russi, Spanien, Iran, Irak, Irland, Schweden, Italien, Schweiz, Kriti, Krym, Lebanon-Syria, Libyen, Madeira, Albanien, Algerien, Turkey, Palestine
Der Weiche Storchschnabel stammt ursprünglich aus dem mediterranen und submediterranen Raum, ist jedoch mittlerweile auch in anderen Teilen Europas eingebürgert. Er wächst bevorzugt auf sonnigen lockeren Rasen auf Kultur- und Brachland sowie Sanddünen. Er ist zumeist auf Sandböden verbreitet, an relativ trockenen Ruderalstellen und teils gestörten Wiesen. Die Pflanze gilt zudem als Kulturfolger des Menschen. Er ist des Weiteren in Teilen West-Asiens und Nordamerikas verbreitet. Der Weiche Storchschnabel kommt in Mitteleuropa vor allem in Gesellschaften des Verbands Cynosurion, seltener in denen des Verbands Alliarion oder der Klasse Chenopodietea vor. Er steigt im Tessin bis 1000 Meter und im Berner Oberland bis 1300 Meter Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch), Salztoleranz 1 = tolerant.
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