Pflanzenwissen · Art
Gomphocarpus physocarpus, im Deutschen auch, zusammen mit Gomphocarpus fruticosus, Schwanen-Seidenpflanze oder Ballonpflanze genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Gomphocarpus aus der Unterfamilie der Seidenpflanz…
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Asclepias brasiliensis (E.Fourn.) Schltr., Asclepias physocarpa (E.Mey.) Schltr., Gomphocarpus brasiliensis E.Fourn.
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Gomphocarpus physocarpus, im Deutschen auch, zusammen mit Gomphocarpus fruticosus, Schwanen-Seidenpflanze oder Ballonpflanze genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Gomphocarpus aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae), die ursprünglich im südlichen Afrika beheimatet war und inzwischen in weiten Teilen der Welt verwildert ist.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Erscheinungsbild und Blatt Gomphocarpus physocarpus wächst als Halbstrauch oder Strauch, der eine Wuchshöhe von 1 bis zu 2,5 Metern erreicht. Alle Pflanzenteile enthalten einen weißen, giftigen Milchsaft. Sie bildet eine Pfahlwurzel mit faserigen Wurzeln. Die wenigen unten verholzten Stämme sind verzweigt. Die Rinde der jungen, hohlen Zweige ist hell gelblich-grün und abstehend, weiß, flaumig behaart (Trichome). Die gegenständig angeordneten Laubblätter besitzen einen 3 bis 12 mm langen Blattstiel. Die ganzrandige Blattspreite ist 5 bis 10 (bis 12) cm lang und 0,5 bis 1,5 (bis 2) cm) breit, schmal länglich bis schmal lanzettlich mit einer keilförmigen Spreitenbasis und einem zugespitzten oder spitzen Ende. Die Blattunterseite ist spärlich flaumig behaart und die fast kahle Blattoberseite besitzt Haare vor allem entlang der Mittelrippe. Blütenstand und Blüte Der außerhalb der Blattachseln stehende, nickende, doldenartige Blütenstand enthält fünf bis zwölf Blüten. Der 1,5 bis 3,5 cm lange Blütenstandschaft ist dicht flaumig behaart, die Flaumhaare stehen ab. Die Tragblätter sind hinfällig. Die dicht flaumig behaarten Blütenstiele messen (1 bis) 1,5 bis 2 (bis 3) cm in der Länge. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und radiärsymmetrisch. Die fünf flaumig behaarten Kelchblätter sind 3 bis 4 mm lang sowie 1 mm breit, schmal dreieckig oder lanzettlich und spitz auslaufend. Die fünf stark zurückgebogenen Kronblätter sind weiß und außen kahl. Sie sind innen mit kleinen Papillen besetzt, am rechten inneren Rand mit langen weißen Haaren. Die Blütenkrone weist einen Durchmesser von 1,4 bis 2 cm auf. Die an den Rändern dicht behaarten, zurückgebogenen Kronblattzipfel sind 5 bis 8 mm lang und 3 bis 4,5 mm breit, eiförmig und zugespitzt. Das Gynostegium steht auf einem 1,5 bis 2 mm hohen Stiel. Die weißen, häufig auf rosa- oder purpurfarben getönten Nebenkronzipfel sind kapuzenförmig und so hoch wie das Gynostegium. Der obere Rand ist proximal in zwei kurze, nach außen gebogene oder auch gerade, etwa 0,5 mm lange „Zähne“ ausgezogen mit einer großen Nektardrüse. Die innere Höhlung ist ohne „Zahn“. In der Seitenansicht sind sie annähernd quadratisch bis rechteckig, 2 bis 3 mm hoch und 1,5 bis 2 (bis 2,5) mm breit. Die Narbe ist flach. Die Flügel der Staubbeutel sind 1,8 bis 2 mm lang, die Ränder sind schwach sinusartig gebogen. Das schwarz gefärbte Corspuculum ist eiförmig bis annähernd zylindrisch und misst 0,4 mm in der Höhe und 0,15 mm in der Breite (Dicke). Die seitlichen Krempen sind durchscheinend. Die ca. 0,3 mm langen Caudiculae sind abgeflacht und abgeknickt. Die abgeflachten Pollinien messen 1,6 in Höhe und 0,4 mm in der Breite und haben ein verkehrt-lanzettliche Form. Die Blüten sind sehr nektarreich. Häufig hängt ein Tropfen Nektar an der Blüte. In geeigneten Habitaten kann Gomphocarpus physocarpus das gesamte Jahr über blühen. Früchte und Samen Die Balgfrüchte sind 6 bis 8 cm lang bei einem Durchmesser von 2,5 bis 5 cm, schräg eiförmig, rundlich oder annähernd rundlich und etwas abgeflacht auf einer Seite sowie schräger Basis. Die besitzen aber keinen schnabelartigen Fortsatz am apikalen Ende, das gerundet ist. Sie sind anfangs wollig behaart mit fadenförmigen Trichomen (auch „weiche Borsten“ oder „weiche Stacheln“ genannt), die bis 1 cm lang sein können. Bei Reife verkahlen sie. Die Samen sind etwa 4,5 mm lang und etwa 2 mm breit, eiförmig mit einer konvexen und einer konkaven Seite. Die Samenschale ist warzig. Der glänzend weiße Haarschopf ist etwa 3 cm lang. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.
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Die Erstbeschreibung von Gomphocarpus physocarpus erfolgte 1838 durch den deutschen Botaniker Ernst Heinrich Friedrich Meyer. Das Artepitheton physocarpa leitet sich von den griechischen Wörtern physa für Blasen und karpos für Frucht ab und bezieht sich auf aufgeblähte, blasenartige Frucht. 1885 beschrieb Eugène Pierre Nicolas Fournier die Art Gomphocarpus brasiliensis aus Brasilien. Bei der Nachuntersuchung stellte sich heraus, dass dieses Taxon identisch mit Gomphoceras physocarpus ist. Dadurch ist belegt, dass diese Art bereits deutlich vor 1885 nach Brasilien verschleppt wurde. Weitere Synonyme für Gomphocarpus physocarpus E. Mey. sind Asclepias brasiliensis (E. Fourn.) Schltr. und Asclepias physocarpa (E. Mey.) Schltr.
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Shrub
Eingeführt
Angola, Australien, Botsuana, Burundi, Kongo-Kinshasa (the Democratic Republic of the Congo), Cookinseln, Kuba, El Salvador, Frankreich, Honduras, Indien, Madagaskar
Panama, Portugal, Ruanda, Senegal, Seychellen, Südafrika (Garden Route National Park), Sudan, Sambia, Venezuela, Queensland, Rodrigues, Society Is., South Australia, Spanien, Sri Lanka, St.Helena, Tansania, Uganda, Argentina Northeast, Bangladesch, Bermuda, Bolivien, Brazil Northeast, Brazil Southeast, Brazil South, Brazil West-Central, Kamerun, Central African Repu, China Southeast, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Griechenland, Guatemala, Hainan, Hawaii, Jamaika, Jawa, Kenia, Kriti, Leeward Is., Marquesas, Mauritius, Mexico Southwest, Neukaledonien, New South Wales, Nicaragua, Nigeria, Niger, Norfolk Is., Peru, Puerto Rico, Brasilien
Weitere
Kolumbien (Antioquia, Nariño, Valle), Griechenland, Vereinigte Staaten (Hawaii), KwaZulu-Natal, Mosambik, Cape Provinces, Socotá, Northern Provinces, Eswatini
Das Verbreitungsgebiet von Gomphocarpus physocarpus war ursprünglich auf Südafrika, Eswatini und das südliche Mosambik beschränkt. Gomphocarpus physocarpus kommt heute in Afrika auch in Kenia, Tansania und Uganda in geeigneten Habitaten vor. Sie ist heute fast weltweit in geeigneten Lebensräumen verwildert. Bereits 1868 wurde Gomphocarpus physocarpus als verwildert in Australien publiziert. Sie wächst auf zeitweise feuchtem Weideland und saisonalen Überflutungsbereichen, aber auch in von Menschen beeinflussten Habitaten. Sie kommt in Höhenlagen von 0 bis etwa 1000 Meter vor, lokal auch höher, bis zu 1800 Meter in der Nähe von Johannesburg oder auch in Ostafrika.
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Africa