Jaak Kaasiku · Jaak Kaasiku · CC BY-SA
20 - 50 cm hoch. Blaetter lanzettlich, 5 - 15 cm lang, 0,5 - 2 cm breit, aufrecht, oberste tragblattaehnlich. Bluetenstand 5 - 10 cm lang, zylindrisch, dichtbluetig. Tragblaetter lanzettlich, blattaehnlich, gruen, den Fruchtknoten wenig ueberragend. Blueten violett oder lila bis weiss, duftend (aehnlich wie Ligusterblueten); die 2 seitlichen, aeussern Perigonblaetter oval, 5 - 6 mm lang und etwa halb so breit (groesste Breite in der Mitte), Raender nach aussen umgebogen; oberes, aeusseres Perigonblatt oft schief aufwaerts gerichtet und etwas abstehend, mit kapuzenfoermiger Spitze, innere Perigonblaetter rundlich, etwas kuerzer als die aeussern; Lippe ungefaehr so lang wie die aeussern, seitlichen Perigonblaetter, oft breiter als lang, nach dem Grunde keilfoermig verschmaelert, bis auf 2 / 3 3 teilig, alle Abschnitte etwa gleich gross, abgerundet; Sporn am Grunde etwa 1 mm dick, vom Grunde an allmaehlich duenner werdend, spitz, sichelfoermig gebogen, abwaerts gerichtet, 1 1 / 2 - 2 mal so lang wie der Fruchtknoten. - Bluete: Frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 40: Material aus England; Meiose normal (Richardson 1934). Material aus der kollinen Stufe, aus trockenen, lichten Laub- und Foehrenwaeldern (Gebiet von Glattfelden, Zuerich) und aus der subalpinen Stufe (var. alpina Rchb. aus Cresta im Avers) (Heusser 1938); Material aus Lunz und Weidlingau in Oesterreich (Diannelidis 1948); von 5 Fundorten in Polen (Skalinska et al. 1957), von der Halbinsel Kola (Sokolovskaya und Strelkova 1960), aus Holland (Kliphuis 1963). 2 n = 80: Fruehbluehende Pflanzen aus Riedwiesen der kollinen Stufe (Gebiet von Ruemlang und Glattfelden, Zuerich) (Heusser 1938). Wo sich die verschiedenen Standorte beruehren, kommen Pflanzen mit 2 n - 40 und 2 n = 80 nebeneinander vor; wahrscheinlich liessen sich die verschieden chromosomigen Pflanzen auch nach aeussern Merkmalen unterscheiden (Heusser 1938). 2 n = 80 und 2 n = 40 wurden nach Tischler (1950) auch an Material aus Russland gefunden. An Material aus Schweden mit 2 n - 40 wurden in der Meiose aehnliche Unregelmaessigkeiten beobachtet wie bei Nigritella (Afzei. ius 1943). 2 n = 40, 80, 100, 120: Material aus Niederoesterreich; Meiosen normal, mit Ausnahme der Pflanzen mit 2 n = 100; Fremdbestaeubung; keine Hinweise auf apomiktische Fortpflanzung; systematische Unterscheidung der verschiedenen Chromosomensippen nach aeussern Merkmalen noch nicht moeglich: die Pflanzen der diploiden Sippe sind meist kleiner als jene der tetraploiden Sippe und bluehen frueher, doch gibt es unter den diploiden auch eine Monster-Sippe (alles nach Groll 1965),
Blüte. Violett bis lila (selten weiss). 6.
Veränderungen. = /> />. - f, g, h. -
Verbreitung. Ziemlich selten. 2: Ankenweid (1989, 1996): Falätsche (1994); ob Ries (1996); Filteranlagen Moos (1998,1030 Ex. 1999). 3: Gelbe Wand (1991). 7: Wehrenbachlobel. Kellen und Kleinkaliberstand (1990, 1998). 9: Hub (1992, 1997); 11 / 32: Katzenseegebiet (R. H. 1994). 11: südl. Bhf. Affoltern (R. H. 1980); Buhn (M. W. 1993). 23: Diebis (1990, 1995); nördl. Bliggisweid (1992). 24: Langweid (1998). U: 1, H: 2 / 2, E: 4> 3, W: 1. - Eurasien.
Verbreitung. Eurosibirische Pflanze: Europa (ohne Island und Suedspanien); in Asien zwischen 50 und 60 ° NB, ostwaerts bis Japan und Suedchina; Zentralasien (Kasachstan). Verbreitungskarte von Meusel (1964). - Im Gebiet verbreitet und ziemlich haeufig.
Standort. Kollin bis subalpin. Wechselfeuchte, nährstoffarme, humusreiche, dichte Böden. Riedwiesen, lichte Wälder. F 3 w, R 3, N 2. H 4, D 5, L 4. T 3, K 3. W: g. Literatur. Sch: Ütliberg. - K: ln Waldwiesen und feuchten Weiden überall. - B *: Uto.
Standort. Kollin, montan und subalpin, selten alpin. Kalkhaltige, zeitweise vernaesste, wasserzuegige, lehmige, naehrstoffreiche Boeden (selten trockene Boeden), Flachmoore, lichte Waelder, seltener Mesobrometen und trockene Weiden und Rasen.
Gefährdung. V / A / A.
Deutsch
Muecken-Nacktdruese
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