Pflanzenwissen · Art
Die Gelbrote Taglilie, auch Braunrote Taglilie oder Bahnwärter-Taglilie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Taglilien (Hemerocallis).
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Sortenvielfalt
Hemerocallis fulva var. angustifolia
Hemerocallis fulva var. angustifolia BakerHemerocallis fulva var. aurantiaca
Hemerocallis fulva var. aurantiaca (Baker) M.HottaHemerocallis fulva var. fulvaHemerocallis fulva var. littorea
Hemerocallis fulva var. littorea (Makino) M.HottaHemerocallis fulva var. longituba
Hemerocallis fulva var. longituba (Miq.) Maxim.Hemerocallis fulva var. pauciflora
Hemerocallis fulva var. pauciflora M.Hotta & M.MatsuokaHemerocallis fulva var. sempervirens
Hemerocallis fulva var. sempervirens (Araki) M.HottaMarktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Hemerocallis crocea Lam., Hemerocallis disticha Donn ex KerGawl.
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Die Gelbrote Taglilie, auch Braunrote Taglilie oder Bahnwärter-Taglilie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Taglilien (Hemerocallis). Sie stammt ursprünglich aus Ostasien und ist in Europa und Nordamerika ein Neophyt.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Bei der Gelbroten Taglilie handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 150 cm erreichen kann. Als Überdauerungsorgane hat sie Rhizome. Ihre Hauptwurzeln sind fingerartig geformt und fleischig geschwollen. Die schwertförmigen, paralleladrigen Grundblätter sind 30 bis 150 cm lang, 1 bis 3 cm breit und haben eine gelblich-grüne Farbe, eine zugespitzte Blattspitze und hängen bogenförmig zum Boden zurück. Generative Merkmale Der aufrechte Schaft des Blütenstandes ist rund und hohl, blattlos und verzweigt nach oben hin. Bis zu 20 oder mehr Blüten befinden sich im zymösen Blütenstand, dessen Blühdauer insgesamt bis zu sechs Wochen anhalten kann. Die zwittrige, dreizählige Blüte erscheint in den Monaten Juli und August morgens und schließt sich noch am selben Abend; sie ist geruchlos und nicht selbstbestäubend. Gefüllte Blüten kommen nur bei der Sorte 'Kwanso' (fälschlich 'Flore Pleno') vor. Die Blütenhüllblätter sind je nach Varietät gelborange bis rotorange, teilweise mit verschieden farbigen streifenförmigen Zonen um die Mitte herum („Auge“) oder an den Rändern. Die Blütenhülle beginnt als Röhre mit 2 bis 3 Zentimeter Durchmesser. Die äußeren Blütenhüllblätter sind 7 bis 8 cm lang und 2 cm breit. Die inneren Blütenhüllblätter sind 7,5 bis 8,5 cm lang und 3 cm breit und wellig-krausrandig. Es sind sechs Staubblätter vorhanden, die Staubfäden sind 4,5 bis 6,5 cm lang, die Staubbeutel 5 bis 7 mm lang und purpurschwarz. Der Fruchtknoten hat einen Durchmesser von 8 bis 10 mm und wird aus drei zentral verwachsenen Fruchtblättern gebildet. Der weiße bis blassorange Griffel ist 9 bis 10 cm lang. Die Frucht ist eine dreikammerige Kapselfrucht. Die Färbung der Blüten wird durch das Vorhandensein von Anthocyan-Pflanzenfarbstoffen in der Epidermis hervorgerufen, durch die die darunterliegenden, durch Zeaxanthin hellorange bis gelb gefärbten Chromoplasten betrachtet werden. Eine Ausnahme ist die Varietät Hemerocallis fulva var. aurantiaca, welche kein Anthocyan aufweist und daher rein hellorange gefärbt ist. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 2x = 22 (Diploidie) oder 2n= 3x = 33 (Triploidie).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Diese Pflanzenart wird in Ostasien als Nahrungsmittel, Heilpflanze und zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen verwendet. Zierpflanze Als Zierpflanze eignet sie sich besonders durch ihre großen Blüten, deren leicht zugängliche Geschlechtsorgane die Kreuzung auch für Amateure leicht machen. Taglilien sind als Zierpflanzen aufgrund der großen Blüten sehr beliebt. In vielen Dutzend Ländern haben sich Liebhaber dieser Pflanzengattung in Vereinen organisiert. Aus China stammt die Sorte 'Kwanso', die schon 1712 von Engelbert Kaempfer als „Ken, vulgo Quanso & Wasrigusa“ erwähnt wird und als erste 1830 von Philipp Franz von Siebold nach Europa eingeführt wurde. Weitere folgten, und in den 1890er Jahren begann in Europa die Erzielung eigener Sorten. Küche In Ostasien werden gelbrote Taglilien als Nahrung angebaut. Die gesamte Pflanze bis auf den Stängel ist verwertbar: die dickeren Wurzeln können geschält wie Kartoffeln zubereitet werden und schmecken nach Nüssen oder wie Kastanien; allerdings wird bei Überdosierung der Wurzel von Vergiftungserscheinungen berichtet; junge Blattschösslinge schmecken roh süßlich, gekocht wie Spargel oder Sellerie; reife Blätter eignen sich geschnitten für Salat oder in Suppen; reife Blüten werden getrocknet und dienen als Suppeneinlage und Würze, frische Blüten auch roh als farbig-fruchtiger und knuspriger Salatzusatz – der Nektar hat einen feinen Geschmack; grüne Blütenknospen eignen sich entsprechend als „Früchte“, auch gekocht oder in Öl gebraten; Samen können zerdrückt in Suppen verwendet werden. Insbesondere eignen sich die Kulturformen 'Kwanzo' und 'Flore pleno'. Vom rohen Verzehr der Blüte von H. fulva var. europaea wird abgeraten. Eine erhöhte Menge von Wurzelgewebe kann abführend wirken. Die Blätter der gelbroten Taglilie enthalten neben Vitamin A und C auch Eisen. Kräuterkundliche Verwendung und Ethnobotanik In China wird die Blüte der gelbroten Taglilie in der traditionellen chinesischen Medizin bei Schlaflosigkeit, das Rhizom als Mittel gegen Tuberkulose und Filariasis angewandt. In Korea dient das Essen der Wurzel als Mittel gegen Verstopfung und Lungenentzündung. Der Wurzelsaft wird bei Arsenvergiftung und Krebs verabreicht. Der Wurzeltee soll harntreibend wirken. In Ostasien knüpfen die Bauern aus den Blättern der gelbroten Taglilie Seile und Schuhwerk.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Gelbrote Taglilien bieten Lebensraum u. a. für Blattläuse der Art Myzus hemerocallis und Schmetterlingsraupen der Art Lycorea cleobaea.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
cbd_2014_pathway:escape_horticulture
established
Eingeführt
Albanien, Armenien, Belgien, Kanada (New Brunswick), Taiwan, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Eswatini, Frankreich, Georgien
Deutschland, Indien, Irland, Italien, Kirgisistan, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien, Schweden, Schweiz, Türkei, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Yugoslavia, East Africa, Tennessee, Texas, Tibet, Transcaucasus, Turkey, Ukraine, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Himalaya, West Virginia, Windward Is., Wisconsin, Alabama, Arkansas, Assam, Österreich, Bangladesch, Bulgarien, Central European Rus, Colorado, Connecticut, Costa Rica, Kuba, Czechoslovakia, Delaware, District of Columbia, Dominikanische Republik, East Himalaya, Florida, Georgia, Haiti, Honduras, Ungarn, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Jamaika, Kansas, Kentucky, Kirgizstan, Leeward Is., Louisiana, Maine, Maryland, Massachusetts, Mexico Central, Mexico Northeast, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nepal, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Carolina, North Caucasus, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pakistan, Panama, Pennsylvania, Primorye, Prince Edward I., Puerto Rico, Québec, Rhode I., South Carolina, South Dakota, South European Russi
Weitere
Brasilien, Dänemark, Griechenland, Norwegen, Slowakei, Türkei, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), China South-Central, China Southeast, Nansei-shoto, Korea
Japan, Taiwan, China North-Central
temperate Asia (WGSRPD:3)
Eastern Europe
Eastern Asia