Pflanzenwissen · Art
Die oder der Wiesen-Bärenklau, auch Gemeine(r) Bärenklau genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bärenklau (Heracleum) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).
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Sortenvielfalt
Heracleum sphondylium subsp. algeriense
Heracleum sphondylium subsp. algeriense (Coss. ex Batt. & Trab.) DobignardHeracleum sphondylium subsp. alpinum
Heracleum sphondylium subsp. alpinum (Linnaeus, 1753) Linnaeus, 1753Heracleum sphondylium subsp. artvinense
Heracleum sphondylium subsp. artvinense (Manden.) DavisHeracleum sphondylium subsp. aurasiacum
Heracleum sphondylium subsp. aurasiacum (Maire) DobignardHeracleum sphondylium subsp. elegans
Heracleum sphondylium subsp. elegans (Crantz) Schübl. & G.MartensHeracleum sphondylium subsp. embergeri
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Belege
Heracleum aestivum Jord., Heracleum armoricum Boreau ex Nyman
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Die oder der Wiesen-Bärenklau, auch Gemeine(r) Bärenklau genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bärenklau (Heracleum) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist im Gegensatz zur Riesen-Bärenklau in Europa heimisch. Weil die lappig gestielten und behaarten Blätter Tierfüßen ähneln, hat diese auch Bärentap(p)e genannte Pflanzenart den Namen Bärenklau („Bärenklaue“) erhalten.
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Vegetative Merkmale Die Wiesen-Bärenklau ist eine zweijährige bis ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 Zentimetern bis zu 1,5 Metern erreicht. Die Grundachse ist dick, verzweigt und tiefwurzelnd. Die Pflanze verströmt einen unangenehmen Geruch und enthält reichlich ätherische Öle. Der Stängel ist aufrecht, kantig gefurcht, steifhaarig, und im oberen Teil verzweigt. Die Laubblätter sind einfach gefiedert, die Fiederabschnitte sind fiederspaltig sowie stumpf gesägt. Sie sind meist ober- und unterseits behaart. Die Blätter haben eine große, als Knospenschutz dienende Blattscheide (Ochrea). Die unteren Laubblätter können sehr groß werden; sie sind lang (bis 60 Zentimeter) gestielt. Der Blattstiel ist seitlich zusammengedrückt und oberseits tief rinnig. Generative Merkmale Blütezeit ist Mai bis Oktober. In einem doppeldoldigen Blütenstand stehen viele Blüten. Die Doppeldolde kann bis 20 Zentimeter Durchmesser haben; sie besitzt 15 bis 20 Strahlen. Es sind 0 bis 6 Hüllblätter vorhanden. Die Hüllchenblätter sind zahlreich; sie sind lanzettlich-pfriemlich, dicht behaart und bewimpert. Die Doldenstrahlen sind sehr ungleich lang. Ihre Blüten sind weiß, oft leicht grünlich oder hellrosa überlaufen. Die Kronblätter sind verkehrt herzförmig; sie sind vorn ausgerandet und haben ein eingeschlagenes Läppchen. Der Griffel steht zur Blütezeit fast aufrecht und ist 0,75 bis 4 Millimeter lang. Später ist er verbogen oder zurückgeschlagen. Der Nektar liegt ähnlich wie beim Wiesenkerbel offen in der Blüte und ist daher auch für kurzrüsselige Insekten gut erreichbar. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis September. Die Früchte sind geflügelte Doppelachänen. Die Früchte reifen zwischen Juli und September. Sie sind etwa 5 bis 11 Millimeter lang, ihr Flügelrand ist 0,5 bis 1 Millimeter breit. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.
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Die Wiesen-Bärenklau ist eine Halbrosettenpflanze. Die Blüten sind „Nektar führende Scheibenblumen“ und stehen in zusammengesetzten Dolden. Die Randblüten sind „strahlend“. Es ist die namengebende Art für den Heracleum-Typ. Die Blüten der Hauptdolde sind meist zwittrig, die übrigen besitzen neben zwittrigen Blüten oft männliche und durch sterile Staubbeutel oder Pollenkörner funktionell weibliche. Die Blüten sind vormännlich, d. h., die Staubblätter strecken sich nach ihrer Entfaltung nach außen und entladen den Pollen. Die Griffel mit der kopfigen Narbe entwickeln sich meist später. Sie sind von einem grünlichen, reichlich Nektar absondernden Diskus („Griffelpolster“) umgeben. Diese Pflanzenart wird von der auf Doldenblütler spezialisierten Bärenklau-Sandbiene (Andrena rosae) als Pollenquelle genutzt. Wichtige Bestäuber sind verschiedene Mücken, Fliegen, Hautflügler, Schmetterlinge, Fransenflügler und Käfer, z. B. der Echte Widderbock (Clytus arietis) oder Anaspis thoracica. Der Wiesen-Bärenklau ist die Raupen-Futterpflanze für die Schmetterlingsarten Silberpunkt-Höckereule, Weiderich-Blütenspanner, Bärenklau-Rauhaareule, Mondfleckiger Blütenspanner, Haarstrang-Blütenspanner, Brustwurz-Blütenspanner, Bärenklau-Blütenspanner und Purpurglanzeule. Die Früchte sind geflügelte Doppelachänen und verbreiten sich mit dem Wind als „Schirmchenflieger“ (Anemochorie). Die Hauptausbreitung erfolgt durch Wasserhaft- (Nautochorie) und Zufallsausbreitung durch Weidetiere (Zoochorie) und Stallmist.
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cbd_2014_pathway:contaminant_seed
terrestrial
shortlived
eurytopic
sedentary
eutrophic
cuddly
casual
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden
Eingeführt
Kanada (Newfoundland), Falklandinseln, Island, Irland, Russland, Buryatiya, East Himalaya, Finnland, Tibet, Haiti, New York, New Zealand North
New Zealand South, Newfoundland, North European Russi, Northwest European R, Vermont
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Schweden, Schweiz, Turkey-in-Europe, Turkey, Ukraine, Yugoslavia, Kamtchatka, Polen
Albanien, Algerien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Czechoslovakia, East European Russia, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Marokko, Niederlande, Portugal, Rumänien, Sicilia, Spanien
Die Wiesen-Bärenklau kommt ursprünglich in Europa und im nordwestlichen Afrika vor. In Island, Finnland und Neuseeland ist sie ein Neophyt. Sie kommt in allen Ländern Europas vor. Man findet die Wiesen-Bärenklau verbreitet in Fettwiesen und Staudenfluren, an Ufern und Gräben, in Auenwäldern und deren Säumen und in Hochstaudenfluren. Sie wächst bevorzugt auf lockerem, feuchtem Boden. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger mit ozeanischer Kontinentalitätszahl, ein Frischezeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine Ordnungscharakterart gedüngter Frischwiesen und -weiden (Arrhenatheretalia). Sie steigt im Kanton Wallis bis 2400 Meter auf, im Kanton Graubünden im Berninagruppe bis 2500 Meter.
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Eastern Europe
Eastern Asia
Heracleum sphondylium subsp. granatense
Heracleum sphondylium subsp. orsinii
Heracleum sphondylium subsp. pyrenaicum
Heracleum sphondylium subsp. suaveolens
Heracleum sphondylium subsp. ternatum
Heracleum sphondylium subsp. transsilvanicum
Heracleum sphondylium subsp. trifoliolatum
Heracleum sphondylium subsp. verticillatum
Heracleum sphondylium var. sphondylium