Pflanzenwissen · Art
Der Filz-Brandlattich, auch Zweifarbiger Brandlattich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brandlattich (Homogyne) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Der Filz-Brandlattich, auch Zweifarbiger Brandlattich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brandlattich (Homogyne) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Petasites discolor (Jacq.) Baumg., Tussilago alpina Scop., Tussilago discolor Jacq.
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Vegetative Merkmale Der Filz-Brandlattich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern. Der unverzweigte Stängel ist wollig behaart und besitzt meist zwei bis drei schuppenförmige Stängelblätter. Die grundständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist rundlich-nierenförmig mit einem Durchmesser von 1 bis 3 Zentimetern und rundum gekerbt. Die glänzende Blattoberseite ist fast kahl und dunkelgrün, mit eingesenkten Nerven, wodurch die Blattspreite runzelig erscheint. Die Blattunterseite ist dicht grau- bis weißfilzig. Auch der Blattstiel ist wollfilzig. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der Stängel ist unter dem Blütenkopf verdickt. Das endständigen Blütenkörbchen ist bei einer Länge von bis 15 Millimetern breit-eiförmig. Die einreihigen Hüllblätter sind breit-lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende, kahl oder nur am Grund wollig und braun-rot. In einem Blütenkörbchen befinden sich 30 bis 40 hell-purpurfarbene bis blass-rötliche Röhrenblüten: Sie sind etwas länger als die Korbhülle. Die Scheibenblüten sind 7 bis 8 Millimeter lang. Die Narbenlappen sind keulenförmig. Die Achänen sind 3 bis 5 Millimeter lang mit einem 5 bis 7 Millimeter langen schmutzigweißen Pappus. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1775 unter dem Namen (Basionym) Tussilago discolor durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Florae Austriacae, sive plantarum selectarum in Austriae archiducatu sponte crescentium, icones, Band 3, Seite 27. Die Neukombination zu Homogyne discolor (Jacq.) Cass. wurde 1821 durch Alexandre Henri Gabriel de Cassini in F. Cuvier: Dictionnaire des Sciences Naturelles, 2. Auflage, Band 21, Seite 413 veröffentlicht. Ein weiteres Synonym für Homogyne discolor (Jacq.) Cass. ist Tussilago alpina Scop. non L. Das Artepitheton discolor leitet sich aus dem Lateinischen ab für „verschiedenfarbig, bunt“ und verweist auf die verschiedenfarbigen Laubblätter. Nahe verwandt ist der Alpen-Brandlattich (Homogyne alpina), der sich aber durch unterseits grüne Laubblätter auszeichnet. Homogyne alpina ist vermutlich eine Hybride aus Homogyne discolor und Homogyne sylvestris.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Weitere
Österreich, Deutschland, Italien, Yugoslavia
Der Filz-Brandlattich ist nur von den Ostalpen von Bayern über Österreich, Italien, Slowenien bis Bosnien und Herzegowina verbreitet. In Deutschland kommt der Filz-Brandlattich nur in den Berchtesgadener Alpen vor. In Österreich ist der Filz-Brandlattich in den Kalkalpen häufig, in den Zentralalpen sehr selten von der subalpinen bis alpinen Höhenstufe; er fehlt im Westen (Vorarlberg und Tirol) sowie im Burgenland und Wien. Standorte dieser Kalkzeiger sind meist steinige Rasen, Zwergstrauchheiden und Schneeböden. Der Filz-Brandlattich gedeiht in Höhenlagen von 1400 bis 2400 Metern. Der Filz-Brandlattich ist eine Charakterart des Verbandes Arabidion caeruleae, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Poion alpinae vor.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle