Pflanzenwissen · Art
Jalape ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Prunkwinden (Ipomoea) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
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Belege
Batatas purga (Wender.) Peterm., Convolvulus officinalis G.Pelletan, Convolvulus officinalis Pelletan ex Steud.,
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Jalape ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Prunkwinden (Ipomoea) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
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Vegetative Merkmale Die Jalape ist eine kletternde, ausdauernde krautige Pflanze. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die kahle, dünne und häutige Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 11 Zentimetern herzförmig mit spitzem oder seltener zugespitztem oberen Ende. Der Blattrand ist ganz. Die Nebenblätter fehlen. Generative Merkmale Die Blütezeit liegt im Dezember. Ein bis drei gestielte Blüten befinden sich in einem zymösen Blütenstand. Die zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die kahlen Kelchblätter sind bei einer Länge von 4 bis 9 Millimetern ungleich lang und eiförmig mit stumpfem oder spitzem oberen Ende. Die Krone ist rot-violett bis rosafarben-violett, die schlanke, leicht trichterförmige, oben verengte Kronröhre ist bis zu 7 bis 8 Zentimeter lang, der Kronsaum ist radförmig ausgebreitet. Die fünf langen Staubblätter stehen am Schlund etwas vor, zwei davon sind etwas kürzer. Der zweikammerige Fruchtknoten ist oberständig mit einem langen schlanken Griffel. Es ist ein Diskus ausgebildet. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.
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Früher wurden die getrockneten Jalapewurzelknollen beziehungsweise das aus ihnen extrahierte Harz (Jalapenharz) als stark, „drastisch“ wirkende Abführmittel verwendet. Aufgrund der beträchtlichen Nebenwirkungen, wie z. B. krampfartige Schmerzen, wird die Anwendung heute nicht mehr empfohlen. Der Pharmakologe Paul Trendelenburg schrieb 1926: Die drastisch wirkenden Abführmittel „sind hauptsächlich während des 17. und 18. Jahrhunderts, als man an die heilende Wirkung starker Purgierungen völlig übertriebene Erwartungen knüpfte und nicht davor zurückschreckte, auch metallische Gifte wie die Stibiate zur dratischen Entleerung des Darmes zu verwenden, viel in Gebrauch gewesen. ... Die Japapenwurzel kam um 1620 aus Mexiko nach Europa. ... Nach hohen Dosen tritt schwerste blutige Gastroenteritis auf, die ... den Tod herbeiführen kann.“ Auch in der Homöopathie wurde das Harz verwendet.
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Die Erstbeschreibung erfolgte 1830 unter dem Namen (Basionym) Convolvulus purga durch Georg Wilhelm Franz Wenderoth in Pharmaceutisches Central-Blatt, Band 1, Seite 457. Die Neukombination zu Ipomoea purga (Wender.) Hayne wurde 1836 durch Friedrich Gottlob Hayne in Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse, Band 12, Tafel 33 veröffentlicht. Synonyme für Ipomoea purga (Wender.) Hayne sind: Batatas purga (Wender.) Peterm., Exogonium purga (Wender.) Benth., Convolvulus officinalis G.Pelletan, Convolvulus schiedeanus (Zucc.) D.Dietr., Ipomoea jalapa Nutt. nom. illeg., Ipomoea schiedeana Zucc. Die Art Ipomoea purga gehört zur Sektion Exogonium aus der Untergattung Quamoclit innerhalb der Gattung der Ipomoea.
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Eingeführt
Indien
Weitere
Brasilien, Taiwan, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast
Ipomoea purga kommt ursprünglich nur in den mexikanischen Bundesstaaten Veracruz, Hidalgo sowie Puebla vor. In Indien ist Ipomoea purga ein Neophyt.
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