Breitblättrige Lorbeerrose
Kalmia latifolia, auch Breitblättrige Lorbeerrose oder Berglorbeer, Kalmie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lorbeerrosen (Kalmia) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
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Vegetative Merkmale Der Berglorbeer wächst als immergrüner Strauch, selten auch als kleiner Baum, und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 12, überwiegend von 2 bis 8 Metern. Die Zweige mit rundem Querschnitt sind durch gestielte Drüsen drüsig-klebrig. Die wechselständig bis quirlig gehäuft angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 3 Zentimeter lang. Die einfache, dickledrige, ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 4 bis 12 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 5 Zentimetern elliptisch bis lanzettlich oder eiförmig bis verkehrt-eiförmig mit spitzem bis zugespitztem, feinstachelspitzigem oberen Ende. Auch sind die Blätter anfänglich durch Stieldrüsen klebrig und verkahlen dann. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die endständigen, klebrig-drüsig behaarten, schuppigen und dichten, schirmrispigen, -traubigen oder traubigen Blütenstände enthalten jeweils 20 bis 40 Blüten (selten auch weniger). Der schlanke Blütenstiel ist 2 bis 4 Zentimeter lang. Die zwittrigen, langstieligen, bis 3 Zentimeter großen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die kurz verwachsenen, kleinen und mehr oder weniger drüsig behaarten Kelchblätter sind grün bis rötlich gefärbt, sie sind eiförmig und am Ende spitz. Die fünf, außen drüsig behaarten, rippigen Kronblätter sind breit glockenförmig, napfförmig verwachsen, mit einer kurzen Kronröhre und kurzen, spitzen Zipfeln. Die Blüten sind meist rosafarben, können aber von weiß bis zu rot verschiedene Farben besitzen. Innseitig sind Taschen für die Staubbeutel und eine rote, wellige Linie am Schlund sowie manchmal auch rote Flecken. Es sind zehn Staubblätter und ein oberständiger, kugeliger, behaarter Fruchtknoten mit langem Griffel und kopfiger Narbe vorhanden. Es ist ein lappiger Diskus vorhanden. In Kultur gibt es verschiedene Cultivare mit dunkleren Blütenfarben bis hin zu Rot und Kastanienbraun. Die bis 7 Millimeter großen, etwas abgeflacht rundlichen, holzigen, drüsig behaarten, septiziden Kapselfrüchte mit beständigem Kelch und langem Griffel sind fünfkammerig. Die flachen, geflügelten Samen sind nur 0,5 bis 1 Millimeter lang. Die Früchte bleiben noch lange an der Pflanze stehen.
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Kalmia latifolia ist hauptsächlich in den östlichen Vereinigten Staaten verbreitet. Sie wird dort meist Mountain laurel genannt. Sie kommt zwischen Maine und Florida und im Westen noch in Indiana und Louisiana vor. Kalmia latifolia ist die Staatsblume von Connecticut und Pennsylvania. Mountain-laurel ist auch Namensgeber für die Stadt Laurel (Mississippi) (gegründet 1882). Kalmia latifolia gedeiht in Höhenlagen zwischen 0 und 1900 Metern. Die Naturstandorte von Kalmia latifolia befinden sich an steinigen Berghängen und als Unterbewuchs in Wäldern. Sie gedeiht auf sauren Böden am besten mit pH-Werten von 4,5–5,5. Oft bildet sie große Dickichte. In den Appalachen erreicht sie gelegentlich Baumhöhe und bildet einen wichtigen Bestandteil der Oak-heath forests. In niedrigen, nassen Gebieten wächst sie sehr dicht, in trockeneren Hochlagen entwickelt sie zunehmend lockeren Wuchs.
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Verwendung als Zierpflanze Die Breitblättrige Lorbeerrose wurde im 18. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa importiert. Wegen seiner schönen Blüten wird sie gepflanzt. Es gibt eine ganze Reihe Cultivare mit unterschiedlichen Blütenfarben. Viele davon entstammen der Connecticut Experiment Station in Hamden oder aus der Pflanzschule von Richard Jaynes. Jaynes hat viele Cultivare benannt und gilt als Autorität auf dem Gebiet der Kalmia latifolia. Der Cultivar ‘Pink Charm’ hat den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society gewonnen. Holz Das Holz des Berglorbeers ist mittelschwer und recht hart, aber spröde, mit einer engen, geraden Maserung. Es wurde nie zu kommerziellen Zwecken genutzt, weil es nicht in größeren Mengen vorkommt. Aber es ist gebräuchlich für Kränze, Möbel, Gefäße und Haushaltsgegenstände. Im frühen 19. Jahrhundert wurde es in Holzuhren verwendet. Maserknollen fanden Verwendung als Pfeifenköpfe. Die Äste finden auch Verwendung als Handläufe und Geländer. Traditionen der „Native Americans“ Die Cherokee benutzen Pflanzenauszüge als Analgetikum, indem sie einen Aufguss der Pflanze auf die schmerzende Stelle aufbringen oder in Kratzer an der schmerzenden Stelle reiben. Sie reiben auch die borstigen Blattkanten über rheumatische Stellen, benutzen die Blätter als Desinfektionsmittel von Wunden sowie Auszüge als Mittel gegen Ungeziefer und Krämpfe. Sie benutzen das Holz auch zum Schnitzen. Die Hudson Bay Cree benutzen einen Trank aus den Blättern als Mittel gegen Durchfall, halten die Pflanze jedoch allgemein für giftig. Die Mahuna halten die Pflanze für giftig, benutzen aber die Blätter als Futter für Hirsche und als Parfümstoffe.
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