Pflanzenwissen · Art
Der Löwentrapp, wissenschaftlicher Name Leontice leontopetalum, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Berberitzengewächse.
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Der Löwentrapp, wissenschaftlicher Name Leontice leontopetalum, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Berberitzengewächse.
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Der Löwentrapp ist eine kahle, aufrecht wachsende krautige Pflanze, er erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 60 Zentimeter, meist 30 bis 50 Zentimeter. Unterirdisches Überdauerungsorgan ist eine Knolle von 5 bis 15 Zentimeter Durchmesser mit einer korkigen, braunen Oberfläche, sie sitzt in etwa 40 Zentimeter Tiefe im Boden. Der einzelne, aufrechte Spross entspringt einer basalen Blattrosette von zwei bis drei basalen, gestielten Laubblättern, er trägt außerdem etwas kleinere, ungestielte Stängelblätter. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, der Blattstiel 5 bis 20 Zentimeter lang mit einer auffallenden, bei den basalen Blättern gerippten Blattscheide. Auch die Blättchen der Fiederblätter sind gestielt. Die Blättchen sind etwas blaugrün gefärbt, meist eiförmig bis verkehrteiförmig und ganzrandig, sie erreichen 2 bis 8 Zentimeter Länge bei 2,5 bis 6 Zentimeter Breite. Der endständige Blütenstand ist im Umriss pyramidenförmig bis schirmrispig, etwa von derselben Länge wie der vegetative Trieb. Er besteht aus 3 bis 7 traubigen Teilblütenständen, die mit Ausnahme des endständigen, aus der Achsel eines Tragblatts entspringen. Jeder ist zur Blütezeit 6 bis 15 Zentimeter lang, mit 15 bis 30 Einzelblüten. Die Einzelblüten sind gestielt und abstehend bis aufrecht, die Stiele zur Fruchtreife markant verlängert. Die leuchtend gelben Einzelblüten haben eine Blütenhülle aus sechs (selten bis zu acht) Blütenblättern (eigentlich kronblattartige Kelchblätter), ihr Durchmesser ist 6 bis 15 Millimeter. Die Kronblätter sind zu 1 bis 2 Millimeter langen Nektarblättern reduziert. Es sind 6 Staubblätter von 3 bis 4 Millimeter Länge vorhanden. Der elliptische bis verkehrteiförmige Fruchtknoten ist 2 bis 3 Millimeter lang. Zur Fruchtzeit entwickelt sich daraus eine ballonartige aufgeblasene Frucht mit papierartig dünnem Perikarp. Die runde bis birnenförmige Frucht erreicht 3 bis 4 Zentimeter Länge bei 2 bis 3 Zentimeter Breite, sie öffnet sich bei Samenreife durch unregelmäßiges Aufreißen der Wand. Die jeweils ein bis zwei kugeligen, erbsenartigen Samen haben 5 bis 8 Millimeter Durchmesser. Die Blütezeit des Löwentrapps ist im Frühjahr, von Februar bis April. Die Art ist der einzige Vertreter ihrer Gattung in Europa. Von der habituell ähnlichen Gattung Gymnospermium unterscheidet vor allem der Bau der Früchte: Die Fruchtwand reißt bei Gymnospermium früh auf, der Samen entwickelt sich dadurch freiliegend, sie ist nicht ballonartig aufgeblasen. Gmymnospermium besitzt außerdem nur ein einziges Stängelblatt.
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Leontice armeniaca Belanger
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Die Art wird, selten, als Zierpflanze verwendet, in Mitteleuropa ist dies nur geschützt im Alpinhaus möglich. Sie ist frosthart bis zu Temperaturen von etwa −5 °C. In Extrakten der Art wurden zahlreiche Wirkstoffe mit pharmakologischem Potenzial nachgewiesen. Eine Nutzung als Heilpflanze ist aber nicht üblich. In Notzeiten sollen die Speicherknollen als Stärkelieferanten früher besammelt worden sein.
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Eingeführt
Frankreich
Weitere
Algerien, Bulgarien, Zypern, Ägypten, Griechenland, Iran, Irak, Kriti, Lebanon-Syria, Libyen, Palestine, Sinai
Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey
Der Löwentrapp ist verbreitet von Südosteuropa, in Bulgarien und Griechenland, über die Levante und Kleinasien bis Iran und Zentralasien. Im Süden umfasst das Areal unter anderen die Ägäischen Inseln, die Inseln Kreta und Zypern und das östliche Nordafrika, westlich bis Libyen.
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