Pflanzenwissen · Art
Die Schutt-Kresse, auch Stink-Kresse oder Weg-Kresse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kressen (Lepidium) innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).
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Die Schutt-Kresse, auch Stink-Kresse oder Weg-Kresse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kressen (Lepidium) innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie ist in Eurasien weitverbreitet.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Erscheinungsbild und Blatt Die Schutt-Kresse wächst als überwinternd grüne, ein- oder zweijährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 10 bis 35 (5 bis 55) Zentimetern. Sie riecht meist unangenehm mit starkem Kressegeruch, besonders beim Zerreiben. Es wird eine Pfahlwurzel gebildet. Die oberirdischen Pflanzenteile sind oft mit bleistiftförmigen, zylindrischen, papillösen Trichomen flaumig behaart. Der aufrechte bis aufsteigende, meist besonders im oberen Bereich stark verzweigte Stängel ist mit ungleich langen Trichomen behaart, dabei gibt es mehr konische (dornförmige) und zugespitzt keulenförmige behaart oder kahl. Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette und am Stängel wechselständig verteilt angeordnet. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind 1 bis 2, selten bis zu 3,2 oder bis zu 5,3 Zentimeter lang gestielt und ihre meist 3 bis 5 (1,5 bis 7,2) Zentimeter lange und meist 0,7 bis 2 (0,5 bis 2,5) Zentimeter breite Blattspreite ist selten einfach, meist zwei- oder dreifach fiederteilig oder bis auf die Mittelrippe fiederschnittig; sie sind kahl bis auf den bewimperten Blattrand. Der Endabschnitt der unteren Laubblätter ist länglich mit spitzem oberem Ende und glattem oder selten gezähntem Rand. Die mittleren bis oberen Stängelblätter sind sitzend und bei einer Länge von meist 1 bis 2 (0,4 bis 3) Zentimeter sowie einer Breite von meist 0,5 bis 2,5 (0,3 bis 3,5) Millimeter linealisch bis lanzettlich und ganzrandig mit keilförmigem bis verschmälertem Spreitengrund (ohne Öhrchen), stumpfem bis fast spitzem oberem Ende und meist glattem, bewimpertem Rand. Die schmalen Blattabschnitte sterben früh ab. Blütenstand und Blüte Die Blütezeit erstreckt sich je nach Standort von Mai bis Juli, Oktober oder sogar November. Bei den anfangs schirmtraubigen Blütenständen verlängern sich die flaumig behaarten, zylindrischen Blütenstandsachsen bis zur Fruchtreife. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier papilliös flaumig behaarten Kelchblätter sind bei einer Länge von meist 0,5 bis 0,9, selten bis zu 1 Millimeter sowie einer Breite von 0,2 bis 0,4 Millimeter länglich und ihr Rand und Spitze ist weiß. Kronblätter fehlen oder sind manchmal rudimentär vorhanden und dann weiß, bei einer Länge von 0,5 bis 0,5 Millimeter sowie einer Breite von etwa 0,1 Millimeter linealisch. Es sind Staubblätter meist zwei oder seltener vier vorhanden. Die Staubfäden sind 0,7 bis 0,8 Millimeter lang. Die Staubbeutel sind bei einer Länge von 0,1 bis 0,2 Millimeter eiförmig. Fruchtstand, Frucht und Samen Der traubige Fruchtstand ist locker. Die bei einem Durchmesser von 0,1 bis 0,15 Millimeter relativ dünnen und 2 bis 4 (1,5 bis 5) Millimeter langen Fruchtstiele sind abgespreizt bis horizontal, gerade oder leicht gekrümmt und rundherum flaumig behaart. Die Schötchen sind bei einer Länge von 1,8 bis 2,5 (1,5 bis 3) Millimeter und einer Breite von meist 1,5 bis 2, selten bis zu 2,3 Millimeter eiförmig bis breit elliptisch oder oval und im oberen Bereich schmal geflügelt und ausgerandet. Der Griffel ist kaum erkennbar oder mit bis zu 0,1 Millimeter viel kürzer als die Ausrandung des Schötchens und in die obere 0,1 bis 0,2 Millimeter tiefe Einkerbung eingesenkt. Die Fruchtklappen sind dünn, glatt, ohne erkennbare Nervatur und kahl. Die braunen Samen sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimeter und einem Durchmesser von 0,6 bis 0,7 Millimeter länglich bis eiförmig-länglich, ungeflügelt und fein papilliös. Chromosomensatz Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8; es kommen Populationen mit Diploidie und Tetraploidie vor, also mit den Chromosomenzahlen 2n = 16 oder 32.
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Lepidium ruderale wird gegen die ansteckende Hautkrankheit Impetigo, beispielsweise Impetigo contagiosa eingesetzt. Das Kraut galt in Russland als Volksmittel gegen Wechselfieber. In Dalmatien wurde das getrocknete Pulver zur Vertreibung von Insekten verwendet. Die nach Kresse schmeckenden Blätter werden roh oder gekocht gegessen.
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Die Schutt-Kresse ist ein Hemikryptophyt oder Therophyt. Es findet Insektenbestäubung oder Selbstbestäubung statt. Reife Früchte sind schon nach wenigen Wochen vorhanden. Es findet Windausbreitung oder Menschenausbreitung statt. Die Pflanze kann sich auch als Ganzes durch Windverwehung als „Steppenhexe“ ausbreiten.
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Bluete Juni-Oktober. Standort: Wegraender, Bahnareale, Schuttstellen, kollin-montan (- subalpin). Sehr vereinzelt in allen Kantonsteilen (3, 7 L). Oek. Z. 9 x 7 - 4 x 6 - T, H. (1108)
terrestrisch
mesotroph
kurzlebig
kuschel
stadt
Heimisch
Belgien (Flanders), Finnland, Portugal (Portugal Continental), Schweden
Eingeführt
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