Märzenbecher
Heimisch
Belgium
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Die Frühlings-Knotenblume, auch Märzenbecher, Märzbecher, Märzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Es ist eine der beiden noch in der Gattung Leucojum verbliebenen Arten; die zweite Art ist die Sommer-Knotenblume.
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Vegetative Merkmale Die Frühlings-Knotenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Sie bildet unterirdische Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die etwa 2 Zentimeter dicken Zwiebeln werden vom scheidenförmigen Blattgrund gebildet und liegen circa 30 Zentimeter tief im Erdreich. Bereits im Frühsommer werden die Laubblätter wieder eingezogen – die Frühlings-Knotenblume gehört folglich zu den vorsommergrünen Pflanzen. Meist drei bis fünf breit-linealische, dunkelgrüne Laubblätter stehen an der Basis der Pflanze. Sie sind bis zu 20 Zentimeter lang und etwa 1 Zentimeter breit. Generative Merkmale Ein charakteristisches Merkmal dieser Pflanzenart ist die etwa 3,5 Zentimeter lange einblättrig-wirkende und häutige „Blattscheide“; diese besteht aus zwei miteinander verwachsenen Hochblättern und überragt den ansonsten blattlosen Stängel. Die Blütezeit erstreckt sich gewöhnlich von März bis April. An günstigen Standorten können jedoch bereits im Februar die auffälligen Blüten ausgebildet werden. Der deutschsprachige Trivialname Frühlings-Knotenblume leitet sich von der frühen Blütezeit und dem knotenartigen, unterständigen Fruchtknoten ab. Die Blüten hängen meist einzeln, selten zu zweit, nickend am Blütenstandsschaft. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind glockenförmig und dreizählig. Die sechs weißgefärbten Blütenhüllblätter sind fast gleich lang und weisen an den stumpf-zipfelig auslaufenden und verdickten Blütenblattspitzen eine gelbgrüne, fleckenartige Färbung auf. Es sind sechs freie Staubblätter mit orangefarbenen Staubbeuteln vorhanden. Der Griffel ist keulenförmig. Die birnenförmige, fleischige, fachspaltige Kapselfrucht enthält schwarze, kugelige Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20, 22 oder 24. Blüten
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Bei der Frühlingsknotenblume handelt es sich um einen Zwiebel-Geophyten. Die Nektarabsonderung der Frühlings-Knotenblume ist gering und damit ökologisch ohne Belang. Jedoch besitzt die Pflanze dünnwandige, saftreiche Diskuszellen, die von diversen Insekten angebohrt werden können. Bienen und Tagfalter treten als Hauptbestäuber in Erscheinung. Angelockt werden sie u. a. von dem veilchenartigen Blütenduft, der an den Saftmalen besonders intensiv ausgeprägt ist. Der befruchtete Fruchtknoten senkt sich nach der Anthese langsam zum Boden ab. Ausgebreitet wird die Frühlingsknotenblume durch Tiere, die deren Frucht, eine birnenförmige und fleischige fachspaltige Kapselfrucht, fressen und den schwarzen kugeligen Samen wieder ausscheiden. Die Frühlingsknotenblume wird von den Rostpilzen Caeoma leucoji-verni und Puccinia sessilis var. sessilis mit Spermogonien und Aecidien befallen.
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Die Erstveröffentlichung von Leucojum vernum erfolgte 1753 in Species Plantarum, Tomus I, S. 289. Der Gattungsname Leucojum leitet sich vom Griechischen leukos für „weiß“ und ion für „Veilchen“ (der Geruch ist veilchenartig) ab. Das Artepitheton vernum kommt vom Lateinischen Wort ver für „Frühling“. Je nach Autor gibt es etwa zwei Varietäten: Leucojum vernum L. var. vernum (Syn.: Leucojum vernum var. vagneri Stapf): Sie kommt von den Pyrenäen bis Belgien und bis zur Ukraine vor. Leucojum vernum var. carpathicum Sweet: Sie kommt in den Karpaten von Tschechien, Rumänien und der Ukraine vor.
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Leucojum vernum var. carpathicum
Leucojum vernum var. carpathicum SweetLeucojum vernum var. vernumDeutsch
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