Pflanzenwissen · Art
Liebstöckel bzw.
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Liebstöckel bzw. Garten-Liebstöckel ist eine Pflanzenart aus der Gattung Levisticum innerhalb der Familie der Doldenblütler. Das Liebstöckel ist bekannt als Gewürz- und Volksheilpflanze. Früher spielte es im Volksglauben eine bedeutende Rolle.
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Küchenkraut Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Die frischen Liebstöckelblätter finden Verwendung als Gewürz, z. B. für Suppe, Eierspeise, Pfifferlinge oder andere Pilzgerichte. Geschmack und Geruch erinnern an den von Sellerie und an Maggi-Würze. Feingehackte Blätter können zum Würzen von Suppen, Salaten, Obatztem und Eintopfgerichten verwendet werden. Die Blätter können den ganzen Sommer über geerntet, getrocknet oder eingefroren werden. Die getrockneten Samen können bei der Zubereitung von Eintöpfen und Braten als Würze verwendet werden. Auch sind die Früchte als aromatisierende Komponente für Käsegerichte, Brot und Gebäck zu verwenden. Auch das ätherische Öl wird zum Aromatisieren verwendet. Heilkraut Als pharmazeutische Droge dienen: Getrocknete Liebstöckelfrüchte (Levistici fructus) – sie werden volkstümlich bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen sowie im Haushalt als Gewürz verwendet. Getrocknete Blätter (Levistici herba) – es wird im Haushalt als Gewürz eingesetzt. Wurzelstock und Wurzeln (ganz oder geschnitten getrocknet: Levistici radix) – sie enthalten ätherisches Öl mit bis zu 70 % Phthaliden, darunter 3-Butylphthalid, 3-Butylidenphthalid (Ligusticumlacton) und 3-Propylidenphthalid. Man setzt die Droge zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten und zur Vorbeugung gegen Nierengrieß ein. Da die in der Droge enthaltenen Furocumarine nicht wasserlöslich sind, ist bei Teezubereitungen nicht mit phototoxischen Nebenwirkungen zu rechnen, nach dem „Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen“ ist jedoch bei starker Sonneneinwirkung mit Photodermatosen zu rechnen. Schon Dioskurides beschreibt Samen und Wurzel von griechisch ligystikón (lateinisch ligusticum bei Columella und Plinius) als erwärmend, verdauungsfördernd, diuretisch und emmenagog, auch gegen den Biss wilder Tiere. Allerdings ist die Zuordnung zu unserem Levisticum fraglich. Liebstöckel, etwa deren Wurzel (radix levistici) oder in Form von Liebstöckelsaft, war ein beliebtes Heilmittel in Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Hildegard von Bingen lobt ihn u. a. bei Halskrankheiten, Lonicerus als diaphoretisch, diuretisch, verdauungsfördernd und magenerwärmend, Matthiolus als emmenagog, stein- und windtreibend. Weinmann nennt ihn ein Antidot, Diuretikum, Diaphoretikum und Wundmittel, besonders bei Magenerkältung, Engbrüstigkeit und als Emmenagogum. Hufeland nutzte ihn oft bei Hydrops. Leclerc nennt ihn ein Karminativum und Diuretikum. Nach Schulz wird er auch bei chronischen Katarrhen und Menostase gebraucht. In der Schweiz und im Elsass trinke man bei Halsweh Milch durch die Pflanzenstängel. Auch fördere er bei Rindern das Kalben. In der Volksheilkunde wird Liebstöckel auch bei Menstruationsstörungen und als schleimlösendes Mittel eingesetzt. In der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin wird Liebstöckel u. a. bei Mittelohrentzündung gegeben. Andere Inhaltsstoffe Wässrige Extrakte von Liebstöckel zeigen unter UV-Bestrahlung mit Licht der Wellenlänge 365 nm eine blaue Fluoreszenz, die durch Umbelliferon, ein Cumarinderivat, ausgelöst wird. Aberglauben Dem stark aromatischen Duft des Liebstöckels wurde eine Abwehrwirkung gegen böse Geister, die Mensch und Vieh schaden wollen, zugeschrieben. In der Steiermark wurde das Kraut zur Fronleichnamsprozession mitgenommen und gesegnet, dies sollte vor Unwetter und Hexerei schützen. Zu Mariä Himmelfahrt enthielt das Wurzbüschel im Raurisertal als Schutz vor Zauberei stets auch Liebstöckel. Obwohl der Name Liebstöckel nicht auf die Wörter Liebe und Stock zurückzuführen ist, führte der Wortbestandteil „Lieb“ wohl dazu, dass das Kraut im Liebeszauber Anwendung fand. In Schlesien wurde beispielsweise die Wurzel mit sich geführt, um der Liebe zu begegnen. Bei den slawischen Bezeichnungen für Liebstöckel fand eine ähnliche volksetymologische Wortbildung statt, die die Beziehung zur Liebe nahelegte. Auch in diesem Sprachraum wurde die Pflanze als Liebesmittel genutzt. So versicherten sich in Slawonien angehende Ehefrauen mit einem Blick durch das Liebstöckel des zukünftigen Eheglücks.
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Die Lebensform des Liebstöckels entspricht der eines Hemikryptophyten. Dies bedeutet, dass sich die Überdauerungsknospen an der krautigen Sprossachse an der Erdoberfläche befinden und von der Laubdecke oder durch abgestorbene Blätter geschützt werden. Das Liebstöckel wird von Insekten bestäubt. Als typische Bestäuber treten Käfer, Fliegen, Syrphiden, Wespen und mittelrüsselige Bienen in Erscheinung, der Nektar ist freiliegend. Neben der Insektenbestäubung führt auch Selbstbestäubung zum Fruchtansatz. Die Vermehrung wird durch Samen und vegetativ sichergestellt. Die vegetative Vermehrung kann über das Rhizompleiokorm erfolgen. Ein Rhizompleiokorm ist als System mehrerer Jahre persistierender Sprossachsen definiert, die insbesondere während der ersten Jahre der Individualentwicklung meist dem Wurzelkopf der Hauptwurzel entspringen. Anfangs erfolgt die Innovation gewöhnlich aus basalen Achselknospen, bei der älteren Pflanze über die rhizomartigen, adventiv bewurzelten Sprossachsen. Diese können die Verbindung zur Hauptwurzel verloren haben, sodass selbständige Dividuen entstehen können. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental). Das Liebstöckel ist Wirtspflanze des Rostpilzes Puccinia bornmuelleri.
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cbd_2014_pathway:escape_agriculture
casual
Eingeführt
Albanien, Belgien, Kanada (Alberta), Chile, Tschechien, Dänemark, Estland, Falklandinseln, Frankreich, Island, Lettland, Litauen
Republik Moldau, Niederlande (The Netherlands), Russland, Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Yugoslavia, Finnland, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Ungarn, Inner Mongolia, Italien, Krym, Maine, Manchuria, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Niederlande, New Jersey, New Mexico, New York, North European Russi, Norwegen, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pennsylvania, Polen, Québec, Rumänien, Saskatchewan, South European Russi, Spanien, Schweiz, Ukraine, Vermont, Wisconsin, Österreich, Baltic States, Belarus, Bulgarien, Central European Rus, Chile South, China North-Central, China Southeast, Connecticut, Czechoslovakia, East European Russia
Weitere
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Sem, Stokke, Sør Odal, Sørland, Tjølling, Våler, Ytre Sandsvær, Åsner, Afghanistan, Iran, Vik, Stjørna, Balestrand, Åsnes, Askim, Brunlanes, Bø, Eidskog, Elverum, Grue Finnsog, Nord Odal
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Eastern Europe
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