Pflanzenwissen · Art
Der Gewöhnliche Strandflieder, auch Halligflieder genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Strandflieder (Limonium) innerhalb der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae).
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Limonium behen Kuntze, Limonium commune Gray,
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Der Gewöhnliche Strandflieder, auch Halligflieder genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Strandflieder (Limonium) innerhalb der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Strandflieder ist nur ein Trivialname und er ist nicht näher mit dem Flieder (Syringa) verwandt.
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Vegetative Merkmale Der Gewöhnliche Strandflieder ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die aufrechten Stängel sind verzweigt. Sie besitzt einen dicken, knorrigen, innen oft roten und oberwärts von dunkelbraunen Blattresten umhüllten „Wurzelstock“, der früher als „rote Behenwurzel“ bezeichnet wurde. Die Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Die etwas ledrige, hellgrüne, ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 4 Zentimetern verkehrt-eiförmig mit spitz zulaufendem oberen Ende. Die Blattspreite ist allmählich in den am Grund scheidig verbreiterten Stiel verschmälert. Die Blattspreite ist immergrün, knorpelrandig und oft von den vorgewölbten Schleimdrüsen uneben. Generative Merkmale Die Blütezeit erstreckt sich von August bis September. Es entwickelt sich meist nur ein Blütenstand pro Blattrosette. Die sitzenden Blüten sind in einseitswendigen, schirmrispigen, ährigen Blütenständen angeordnet. Die Teilblütenstände sind lockere oder dichte Schraubel aus ein- bis dreiblütigen, kurzen Wickeln mit je drei unterwärts krautigen, oberwärts schmal trockenhautrandigen und zugespitzten, meist farblosen oder hell bräunlichen bls bläulichen Tragblättern. Die zwittrige Blüte ist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der röhrige Kelch ist im trockenen Zustand trockenhäutig, abstehend behaart mit trichterförmigem, häutigem, kahlem weißlich bis helllila gefärbtem Saum mit fünf großen dreieckigen Kelchzipfeln. und dient der reifen Frucht als Ausbreitungsorgan. Die fünf meist blassblau- oder pink-violett, selten weiß gefärbten Kronblätter sind miteinander verwachsen. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einfächrigen Fruchtknoten verwachsen; er besitzt eine grundständige Samenanlage. Sowohl die Narben als auch der Pollen weisen einen Dimorphismus auf. Die relativ kleine Nussfrucht ist vom Kelch umschlossen. Der trockenhäutige Blütenkelch bildet einen speziellen Saum, der als Flugapparat für die Nussfrucht dienen kann. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.
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Wie für einen Hemikryptophyten typisch liegen die Erneuerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche. Als Anpassung an den Standort Salzwiese verfügt die Blattepidermis über spezielle auf Salzausscheidung spezialisierte Drüsen, über die durch Durchtrittsporen überflüssige Salze ausgeschieden werden können. Die aktive Salzausscheidung über Absalzdrüsen bewirkt, dass die Salzanreicherung in den Blättern bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet. Die Epidermis des Gewöhnlichen Strandflieders enthält pro cm² Blattoberfläche bis zu 3000 Absalzdrüsen, wobei pro Salzdrüse bis zu 0,5 ml Salzlösung in der Stunde nach außen transportiert werden kann. Diese Strategie bedeutet für die Pflanze einen hohen Energieaufwand, da die Ionen aktiv gegen ein osmotisches und elektrisches Gefälle in die Drüsen befördert werden müssen. Salzausscheidung durch Absalzdrüsen wird innerhalb der Fähigkeit der Salzresistenz von Salzpflanzen zu den salzregulierenden Strategien gezählt und in dieser Gruppe den salz-eliminierenden Mechanismen zugeordnet. Der Gewöhnliche Strandflieder wird von Dipteren, Apiden, Käfern und Wanzen bestäubt. Auch Selbstbestäubung führt gelegentlich zum Fruchtansatz. Im Herbst werden Diasporen, die aus den kleinen Nussfrüchten mit trockenhäutigem Saum des Blütenkelchs, der als Flugapparat für die Nussfrucht dienen kann, bestehen, durch den Wind ausgebreitet. Der gewöhnliche Strandflieder ist in Mitteleuropa die einzige Wirtspflanze des Halligflieder-Spitzmausrüsslers (Pseudaplemonus limonii), einem Rüsselkäfer. Auch die Raupe des Salzwiesen-Kleinspanners (Scopula emutaria) ernährt sich nur von Gewöhnlichem Strandflieder. Aufgrund ihrer besonderen Biotopansprüche weist die Art eine geringe Bestandsdichte auf und ist in Deutschland nur noch im Küstenbereich der Nordseeinseln Amrum und Sylt sicher nachgewiesen. Auf den Blättern treten die Pilze Uromyces limonii und Erysibe polygoni auf.
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terrestrisch
langlebig
mesotroph
kuschel
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Norwegen, Portugal (Açores), Schweden
Eingeführt
Kanada (Ontario)
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Belgien, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden