Pflanzenwissen · Art
Der Orientalische Amberbaum ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Altingiaceae mit handförmigen Blattspreiten und Kapselfrüchten.
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Liquidambar imberbis Aiton, Liquidambar orientalis var. integriloba Fiori
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Der Orientalische Amberbaum ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Altingiaceae mit handförmigen Blattspreiten und Kapselfrüchten. Sein Verbreitungsgebiet liegt in der Südwest-Türkei und auf Rhodos. Die Art wird manchmal als Parkbaum gepflanzt.
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Die Bäume erreichen eine Höhe von 20 (maximal bis 35) Metern, bleiben jedoch häufig niedriger. Der Stammdurchmesser beträgt maximal 1,05 m. Die grau-braune Borke ist im Alter rissig bis furchig. Die einfachen Laubblätter sind wie bei allen Amberbäumen wechselständig angeordnet. Der Blattstiel ist 2.5 bis 5, nach anderen Angaben 4 bis 6 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist 5 bis 10 Zentimeter lang, 6 bis 13 Zentimeter breit und hat meist fünf handförmig angeordnete, länglich-eiförmige Lappen. Die drei oberen Lappen bilden oft ein bis zwei weitere, dreieckige und kurz zugespitzte Lappen. Der Blattrand ist meist gesägt. Die Blattober- und -unterseite sind unbehaart. Die Blüten sind einhäusig monözisch verteilt und ohne Blütenhülle. Die männlichen Blüten, mit einigen (4–8) Staubblättern, stehen zu vielen dicht gedrängt in endständigen, aufrechten und traubig-ährigen Blütenständen. Die weiblichen Blüten, mit einem halbunterständigen Fruchtknoten und meist zwei dicklichen Griffeln mit ausgebogenen Narbenästen sowie ein paar Staminodien (bis 8), stehen in achselständigen, kleinen, hängenden, kugelförmigen, vielblütigen und gestielten Köpfchen zusammen. Die Fruchtstände bzw. Fruchtverbände sind bis etwa 2,5 Zentimeter groß. Als Früchte werden zweifächrige, holzige, bis 5 bis 6 Millimeter lange Kapseln mit beständigen Griffeln gebildet, die in den Fruchtverbänden zusammenstehen. Die etwas abgeflachten Samen sind einseitig, kurz geflügelt. Die Blätter der laubwerfenden Art werden im natürlichen Areal im November bis Dezember abgeworfen, Neuaustrieb erfolgt im Februar, die Blüte Anfang März. Früchte sind ab Mitte April erkennbar, sie reifen bis September. Oft verbleiben die trockenen Früchte auf dem Baum, nachdem die Samen ausgefallen sind. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.
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Die Art wurde viele Jahrhunderte lang als Quelle des Styrax, eines aromatischen Baumharzes, verwendet. Dieses ist ähnlich demjenigen einer weiteren, mehr in der Vegetation der Macchie verbreiteten Strauchart, des Storaxbaums (Styrax officinalis). Das Harz bzw. als Arzneidroge der Balsam des Storaxbaums wird „Storax“, das des Amberbaums meist „Styrax“, türkisch „gunluk“ oder „sigla“ genannt. Es wird nach Verletzung der Rinde gebildet. Es wurde von März bis September von Bäumen mit einem Umfang von etwa 15 Zentimetern, dann etwa 10 Jahre alt, abgeerntet. Man unterschied rotes halbfestes (Styrax rubea), schwarzes festes (Styrax nigra) und weißes frisches und flüssiges (Styrax alba) Harz. Antike Berichte von Theophrast und Herodot über das Styrax sind auf den Amberbaum zu beziehen. Als Thymiana wurde (bei Valerius Cordus) die ausgekochte Rinde von Liquidambar officinalis bezeichnet. Der Orientalische Amberbaum wird – heute eher selten – wegen seiner bemerkenswerten Herbstfärbung als Park- oder Gartenbaum verwendet. In Gebieten mit kühlem Klima ist er frostempfindlicher und weniger wüchsig als Liquidambar styraciflua.
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Weitere
Taiwan, Global, East Aegean Is., Turkey
Distribution. Southwestern Turkey and on the Greek island of Rhodes. Representative specimens examined. Turkey: C 2 Mugla: Kaycepra, Goner 9145 (MO); C 2 Mugla: Kargi, 10 km N of Fethiye, G. Polunin 14923 (E); Mughla near Dogusbelen, Danish Bot. Trans-Asia Expedition III, No. 2081 (E); Mugla, between Koeycefiz and Kavak Aksoy 5203 (ISTO); Mugla: Distr. Marmaris, Er. Koezcegiz, Khan 45 (E); Isparta, Suetcueler, Karacaoeren Aksoy 5204 (ISTO); Koezcegiz, J. S. Andersen 2081 (E); near Severagno, Khan et al. 45 (E); Paludal place (marsh), 1 km NE of Marmaris, E. Murray 1020 (A, E, MO); Vil. Mughla near Dogus belen, P. H. Davis 13474 (E). GREECE: collini a sud di Severagno, G. Jannone s. n. (FI); Peveragno, secus rivulum " Pelicano ", K. H. Rechinger 8550 (E); convento d'Iskiati, A. Fiori 130 (FI), A. Fiori 230 (FI); era Alaeruna ed Apallaua, lengo il fiemme Saduras, A. Fiori 231 (FI); Rhodes Island, between Malona and Archangelos, K. Boratynska et al. 15 (K); between Malona and Archangelos, old trees along small stream, very frequent, K. Boratynska 164 (K); Salakos, hedges near stream, Davis 40317 (K); SE of Salakos, along stream, below orchard, K. Boratynska 15 (K). Cultivated: Italy: Rome, Martinetto s. n. (ASU). USA: Washington, University of Washington Arboretum, A. L. Bogle 1561 (ASU).