Pflanzenwissen · Art
Der Echte Steinsame, kurz auch Steinsame genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steinsamen (Lithospermum) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
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Lithospermum erectum Garsault, Lithospermum majus Gilib.,
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Der Echte Steinsame, kurz auch Steinsame genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steinsamen (Lithospermum) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
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Vegetative Merkmale Der Echte Steinsame ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Es wird ein aufrechtes, kurzes, mehrköpfigem, holziges Rhizom gebildet. Je Pflanzenexemplar sind mehrere Stängel vorhanden, die steif, reichästig, rund und rau sind. Die Laubblätter sind sitzend, am Grund während der Anthese hinfällig. Die derben Blattspreiten sind bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern lanzettlich oder länglich-lanzettlich und ganzrandig. Generative Merkmale Die von Mai bis Juli erscheinenden Blüten sind in Doppelwickeln angeordnet. Die kurzen Blütenstiele sind aufrecht. Die Blüten sind grünlich-gelblich-weiß, 4 bis 5 Millimeter lang, 3 bis 5 Millimeter breit. Die Kelchzipfel sind linealisch, stumpf und von abstehenden Trichomen zottig behaart. Die Krone überraget den Kelch nicht oder nur wenig. Die Kronzipfel sind stumpf und mit kleinen flaumig behaarten Schlundsülsten versehen. Die Teilfrüchtchen sind 3 bis 4 Millimeter lang, glatt, glänzend, weiß, mit wenigen Grübchen. Die Teilfrüchtchen steinhart, was dieser Pflanzengattung Steinsamen (Lithospermum) ihren Namen gegeben hat. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
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Gemäß der Signaturenlehre nahm man den Echten Steinsamen (genannt, in Bezug auf seine weißen, glänzenden steinähnlichen Teilfrüchte, auch „Weiße Steinbreche“ und lateinisch Saxifraga alba sowie Cauda porcina, womit im Süden auch die Rindszungen-Art Lithospermum tenuiflorum L. und ansonsten gemäß Pritzel auch die Sorghumhirse bezeichnet wurden) bzw. dessen „Samen(korn)“ (lateinisch granum solis, grana solis, milium solis [„Sonnenhirse“] und lithospermum, deutsch auch „Meerhirse“) früher gegen Steinleiden. Auch gegen Rheuma sollte er helfen. Die Wurzel enthält Lithospermin, dieses ist in Ostasien jedoch in Europa kaum zu Färbezwecken verwendet worden. Bei der nahe verwandten Art, Lithospermum erythrorhizon Siebold & Zucc., die auch schon als Varietät zu Lithospermum officinale gestellt wurde, wurde die Wurzel in Ostasien zu Färbezwecken verwendet. Besonders im alten China nutzte man sie zum Färben von Wolle und Seide. Der darin enthaltene Naphthochinonfarbstoff Shikonin liefert violette und purpurne Farbtöne.
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Beim Echten Steinsame handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Blüten sind schwach vorweiblich. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder es erfolgt Selbstbestäubung. Die kugeligen, senfkorngroßen Teilfrüchte sind kleinen Steinen ähnlich und reich an Kieselsäure und Karbonat. Die Teilfrüchte werden hauptsächlich durch fließendes Wasser transportiert.
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terrestrial
mesotrophic
sedentary
longlived
shrubs
cuddly
dunes
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Norwegen, Portugal (Portugal Continental), Schweden
Eingeführt
Australien, Bulgarien, Kanada (British Columbia), Japan, Schweden, Pennsylvania, Illinois, Québec, Rhode I., Indiana, New Hampshire, Ontario
Vermont, New Jersey, Argentina South, Wisconsin, New Brunswick, Ohio, Kolumbien, Connecticut, New York, Maine, Manitoba, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Kolumbien (Cundinamarca)
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Niederlande, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Pakistan, Polen, Portugal, Rumänien
Sardegna, Sicilia, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Transcaucasus, Turkey-in-Europe, Turkey, Turkmenistan, Tuva, Ukraine, Usbekistan, West Himalaya, West Siberia, Xinjiang, Yugoslavia, Afghanistan, Albanien, Altay, Österreich, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Buryatiya, Central European Rus, China North-Central, Corse, Czechoslovakia, East European Russia, East Himalaya, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Island, Inner Mongolia, Iran, Irland, Irkutsk, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Krasnoyarsk, Krym, Nepal
Der Echte Steinsame ist auf der Nordhalbkugel in Europa, Westasien, im Kaukasusraum, Sibirien, in Zentralasien, in Pakistan, Nepal, Bhutan, Indien, in der Mongolei, in China sowie in Nordamerika weitverbreitet. In Europa wird er nördlich von Elbe und Weichsel zunehmend seltener. Die nördlichsten europäischen Vorkommen liegen in Norwegen bei 70° nördlicher Breite. Auf der Südhalbkugel ist er ein Neophyt und tritt dort selten auf. In Mitteleuropa kommt er im Tiefland vereinzelt nur östlich der Elbe; in den Mittelgebirgen mit Kalkstein nur in milden Lagen vor; im Jura und im Alpenvorland ist er fast erloschen, in den Alpen tritt er nur in warmen Tälern auf. In den Allgäuer Alpen steigt er im Vorarlberger Teil am Fuß der Felsabstürze am Gopfberg bis zu einer Höhenlage von 1180 Metern auf. Im Schweizer Jura erreicht er eine Höhenlage von 1205 Meter, in Südtirol am Monte Baldo 1570 Meter. Der Echte Steinsame siedelt in Mitteleuropa zerstreut als Stromtalpflanze in verlichteten Eichen-Ulmen-Auenwäldern, an Waldwegen und in Gebüschsäumen, lichten, warmen, doch nicht zu trockenen Laubwälder und Waldsäumen. Der Echte Steinsame gedeiht in Mitteleuropa meist auf frischen, nährstoff- und kalkreichen, mull- und kalkhaltigen, lockeren Lehm- und Tonböden. Der Echte Steinsame ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung der Trockenwaldsäume und der Staudensäume an Gehölzen (Origanetalia vulgaris), kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Berberidion oder im Querco-Ulmetum des Verbands Alno-Ulmion vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
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