Pflanzenwissen · Art
Das Großblütige Heusenkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heusenkräuter (Ludwigia) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).
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Adenola grandiflora (Michx.) Raf., Jussiaea grandiflora Michx., Jussiaea grandiflora f. natans Glück
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Das Großblütige Heusenkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heusenkräuter (Ludwigia) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).
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Vegetative Merkmale Ludwigia grandiflora ist eine im Wasser untergetaucht (submers), über die Wasseroberfläche emporragend (emers) oder auch über nassen Boden oder Schlamm kriechend (terrestrisch) wachsende, krautige Pflanze. Die an den Knoten wurzelnden oberirdischen Sprossachsen entspringen einem überdauernden, unterirdischen „Kriechspross“ (Rhizom). Die meist rötlich gefärbten Sprossachsen erreichen Durchmesser von 5 bis 20 Millimetern und Längen bis zu 6 Metern. Die vegetativen Pflanzenteile können von dicht samtig behaart bis nahezu oder ganz kahl sein. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der relativ kurze Blattstiel ist 1 bis 2 Zentimeter lang (oft an untergetauchten Trieben) bis zu etwa 10 Zentimeter lang oder nur 1 bis 5 Millimeter lang. Die Blattspreite ist äußerst variabel, es kommen bei einer Länge von 4 bis 5 Zentimetern alle Übergänge zwischen rundlich-eiförmigen und lanzettlichen, zugespitzten Blättern (oft an Lufttrieben) vor. Die Nebenblätter sind langgestreckt-dreieckig und wenig drüsig. Generative Merkmale Die Blüten stehen einzeln in Blattachseln von sich aufrichtenden Trieben. Die Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind bei einer Länge von 7 bis 10 Millimetern schmal-lanzettlich. die fünf, selten bis zu sieben leuchtend gelben Kronblätter sind 11 bis 15 Millimeter lang, niemals kürzer als 10 Millimeter. Die Blütenröhre ist relativ kurz, wesentlich kürzer als der Blütenstiel. Es sind meist zehn, selten bis vierzehn Staubblätter vorhanden. Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 13 bis 2,5 Zentimetern fast zylindrisch und zur Basis, aber nicht zur Spitze hin verengt; sie ist in der Regel behaart, an ihrem Vorderende sitzen die perennierenden Kelchblätter. Die Samen sind im harten, holzigen Endokarp eingeschlossen, sie sind etwa 1,5 Millimeter lang und ihr Querschnitt ist dreieckig.
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Die Erstbeschreibung erfolgte 1803 unter dem Namen (Basionym) Jussiaea grandiflora durch André Michaux in Fl. Bor.-Amer., Volume 1, Seite 267. Die Neukombination zu Ludwigia grandiflora (Michx.) Greuter & Burdet wurde 1987 durch Werner Greuter und Hervé Maurice Burdet in Willdenowia, Volume 16, Seite 448 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Ludwigia grandiflora (Michx.) Greuter & Burdet sind: Adenola grandiflora (Michx.) Raf., Ludwigia clavellina var. grandiflora (Michx.) M.Gómez, Jussiaea michauxiana Fernald, Jussiaea repens subsp. grandiflora (Michx.) P.Fourn., Jussiaea repens var. grandiflora (Michx.) Micheli, Jussiaea repens var. grandiflora Micheli nom. illeg., Jussiaea repens var. hispida Hauman, Jussiaea repens var. major Hassl., Jussiaea repens var. uruguayensis Hassl., Jussiaea uruguayensis Cambess., Jussiaea uruguayensis var. genuina Munz, Ludwigia uruguayensis (Cambess.) H.Hara, Ludwigia uruguayensis var. major (Hassl.) Munz. Die Gattung Ludwigia umfasst mehr als 80 Arten und ist weltweit verbreitet. Ludwigia grandiflora gehört zur Sektion Oligospermum, einem Komplex aus (je nach Auffassung) etwa sieben Arten mit pantropischer Verbreitung. Die Arten sind untereinander sehr ähnlich, äußerst variabel mit breiter Merkmalsüberlappung und treten in unterschiedlichen Ploidiestufen (mit unterschiedlicher Anzahl verdoppelter Chromosomensätze) auf. Die Taxonomie ist daher verworren, zahlreiche Taxa werden, je nach Autor, als Formen oder Unterarten einer Art bzw. als eigenständige Arten aufgefasst.
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cbd_2014_pathway:release
Heimisch
Brasilien, Kuba (Archipiélago de Cuba)
Eingeführt
Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, Japan, Niederlande (The Netherlands), Spanien, Schweiz, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Griechenland
Weitere
Dänemark, Griechenland, Norwegen, Schweden, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Oklahoma, Oregon, Paraguay, Pennsylvania, South Carolina, Texas, Uruguay
Virginia, Washington, West Virginia, Tennessee, Alabama, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Arkansas, Bolivien, Brazil South, California, Kuba, District of Columbia, Florida, Georgia, Guatemala, Kentucky, Louisiana, Mississippi, Missouri, New Jersey, New York, North Carolina
Ludwigia grandiflora ist in der Neuen Welt in Süd- und Mittelamerika, vom nördlichen Argentinien bis Guatemala, und in einem getrennten (disjunkten) Teilareal im Südosten der USA und auf Kuba natürlich verbreitet. Die Art ist als Neophyt eingeschleppt in große Teile der USA und nach Afrika (Kenia). In Europa werden etablierte Vorkommen aus Belgien, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Spanien (küstennahe Regionen Kataloniens und Valencias) und Großbritannien gemeldet. Das bisher einzige deutsche Vorkommen wurde 2004 in der Leda, einem Nebenfluss der Ems in Niedersachsen entdeckt, wo sie 2009 bereits große Bestände ausbildete. In Baden-Württemberg wurde die Art 2011 an einer Stelle bei Unterensingen nachgewiesen. In der Schweiz existiert zurzeit ein Vorkommen in der Nähe von Genf. Aufgrund der ökologischen Probleme wird Ludwigia grandiflora auf der Schwarzen Liste invasiver Arten. für Deutschland und die Schweiz aufgeführt, in der Schweiz ist zudem auf Rechtsgrundlage der Verordnung über den Umgang mit Organismen in der Umwelt (Freisetzungsverordnung, FrSV) das Inverkehrbringen Ludwigia grandiflora verboten (siehe Liste der gebietsfremden invasiven Pflanzen der Schweiz). Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5w+ (überschwemmt aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch). Ludwigia grandiflora besiedelt stehende und langsam fließende, in der Regel eutrophe Gewässer, wie Tümpel, Teiche, Gräben, langsam fließende Fließgewässer und ihre Altarme. Die lang flutenden Stängel bilden zahlreiche Adventivwurzeln aus, die auch ohne Bodenkontakt Nährstoffe aus dem freien Wasser aufnehmen können. Sie kann bei sinkendem Wasserstand auf dem trockenfallenden Gewässergrund weiterwachsen und ist auch imstande, in Sümpfe und Feuchtgebiete vorzudringen. Im Westen Frankreichs hat sich die Art so in mehreren Regionen, zum Beispiel im Regionalen Naturpark Brière auf im Winter überflutetem Niedermoorgrünland etabliert. Ansiedlung und Weiterverbreitung von Ludwigia grandiflora erfolgte nachweislich oder vermutlich in der Regel über Verschleppung durch den Menschen, insbesondere absichtliche Einbringung oder illegale Entsorgung von Aquarien- oder Teichpflanzen in die freie Natur. Der Bestand im Naturpark Brière ging auf ein zwischen den Einsätzen nicht gereinigtes Mähwerk zurück, auch andere technische Geräte wie Grabenfräsen, oder Angler, sind an der Verschleppung beteiligt. Es ist aber experimentell nachgewiesen, dass auch Wasservögel wie die Stockente beim Abweiden mit aufgenommene und im Kot keimfähige Samen in neue Gebiete verschleppen.
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Northern America (WGSRPD:7)
Southern America (WGSRPD:8)
South America