Pflanzenwissen · Art
Die Weiße Lupine ist eine einjährige Pflanze aus der Gruppe der Schmetterlingsblütler (Faboideae), die im westlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist und in Mitteleuropa angepflanzt wird.
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Sortenvielfalt
Lupinus albus subsp. graecus
Lupinus albus subsp. graecus (Boiss. & Spruner) Franco & P.SilvaMarktplatz
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Belege
Lupinus albus subsp. graceus (Boiss. & Spruner) Franco & P.Silva, Lupinus hirsutus Eichawald
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Die Weiße Lupine ist eine einjährige Pflanze aus der Gruppe der Schmetterlingsblütler (Faboideae), die im westlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist und in Mitteleuropa angepflanzt wird.
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Die Weiße Lupine ist eine einjährige, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20 bis 100 (selten 200) Zentimetern erreicht. Die Stängel sind oben verzweigt und anliegend seidig-zottig behaart. Die gestielten Laubblätter sind fünf- bis neunzählig gefingert. Die ganzrandigen, abgerundeten bis spitzen, öfters stachelspitzigen Fiederblättchen sind kurz gestielt und verkehrt-eiförmig. Die der unteren Blätter sind 2,5 bis 3,5 Zentimeter lang und 1,4 bis 1,8 Zentimeter breit, die der oberen sind 4 bis 6 Zentimeter lang und ein bis 1,5 Zentimeter breit. Sie sind oberseits kahl und unterseits anliegend behaart. Die Nebenblätter sind borstenartig. Blüten und Früchte Die Blüten stehen in 5 bis 10 Zentimeter langen, lockeren und endständigen Trauben. Die zwittrigen Schmetterlingsblüten sind deutlich gestielt und sind wechselständig bis wirtelig an der Rhachis angeordnet. Die Deckblätter der Blütenstiele sind hinfällig. Der behaarte Kelch ist 8 bis 9 Millimeter lang. Die Oberlippe des Kelchs ist ungeteilt bis leicht zweizähnig, die Unterlippe ist ungleich dreizähnig und etwas länger als die Oberlippe. Die Krone ist 15 bis 20 Millimeter lang und weiß bis violett-blau. Die 10 Staubblätter sind einbrüderig verwachsen. Die Narbe ist kugelig und trägt an der Basis einen Haarkranz. Blütezeit ist in Mitteleuropa von Juni bis September, nach Helmut Gams April bis Juli. Die Hülsenfrüchte sind 6 bis 14 Zentimeter lang und 11 bis 20 Millimeter breit. Sie stehen aufrecht, sind geschnäbelt, steifhaarig, dann verkahlend und gelblich. Sie enthalten jeweils 3 bis 6 Samen, die flach, rundlich viereckig und 8 bis 14 Millimetern groß sind. Die Oberfläche ist glatt, matt und gelblich weiß. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 50.
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Die Weiße Lupine wird wegen ihres hohen Eiweiß- und Kohlenhydrat-Gehaltes kultiviert. Im Vergleich zu anderen Lupinen hohe Eiweiß- und Öl-Gehalte und das etwas höhere Ertragspotenzial machen die weiße zur meistkultivierten Lupinenart. Die Weiße Lupine ist eine geschätzte Nahrungspflanze und wird in manchen Mittelmeerländern kultiviert – besonders in Ägypten. Sie dient als Grün- oder Trockenfutterpflanze oder als Gründüngung. Alkaloidarme Sorten werden auch als Körnerfutter verwendet. In ihren traditionellen Anbaugebieten werden die Samen nach einer Bearbeitung, bei der Bitterstoffe entfernt werden, auch für die menschliche Ernährung genutzt: dem Brotmehl können 10 bis 20 % Lupinenmehl zugemischt werden. In vielen Ländern werden in Wasser eingeweichte und gekochte Lupinensamen auf Märkten verkauft und in Bars als Delikatesse (ähnlich Sonnenblumenkernen) als Imbiss angeboten. In Italien, Spanien, Portugal und manchen Regionen Brasiliens ist es ein sehr populärer Imbiss. (italienisch: lupini, portugiesisch: tremoços, spanisch: altramuces oder chochos, katalanisch: tramussos, baskisch: eskuzuria, galicisch: chícharos de raposo)
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Die Blüten werden von Hummeln und anderen Apiden bestäubt. Es ist eine Pollen-Schmetterlingsblume, die den Pollen durch einen Pumpmechanismus entlässt. Die Blüten sind proterandrisch. Eine Selbstbestäubung wird durch den Haarkranz an der Basis der Narbe nicht besonders erschwert. Die Pflanze ist zu mehr als 90 % Selbstbestäuber. Die Ausbreitung erfolgt durch das Ausstreuen der Samen (Ballochorie): Die reifen, trockenen Hülsen platzen bei trockener Witterung leicht auf, die Weiße Lupine ist also ein Austrocknungsstreuer. Dabei rollen sich die Fruchtklappen schraubig ein. Dies geschieht aufgrund der über Kreuz liegenden Zelluloselagen in der Fruchtwand. Die Samen werden dadurch teils mehrere Meter weit geschleudert.
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cbd_2014_pathway:escape_horticulture
casual
Eingeführt
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Weitere
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