Gemeiner Bocksdorn
(c) Douglas Goldman, some rights reserved (CC BY-SA), uploaded by Douglas Goldman · (c) Douglas Goldman, some rights reserved (CC BY-SA), uploaded by Douglas Goldman · CC BY-SA
Der Gemeine Bocksdorn ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bocksdorne (Lycium) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In Mitteleuropa gilt er als Neophyt und er wird auch Gewöhnlicher Bocksdorn, Chinesische Wolfsbeere, Hexenzwirn oder Gemeiner Teufelszwirn oder nur Teufelszwirn genannt und ist nicht zu verwechseln mit der parasitären Schlingpflanze Teufelszwirn. Der Gemeine Bocksdorn wird auch als Zierpflanze verwendet.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vegetative Merkmale Der Gewöhnliche Bocksdorn ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 2 bis 4 Metern erreicht. Seine rutenförmigen Äste hängen bogenartig herab. Es sind wenige schlanke Dornen vorhanden. Die kurz gestielten, leicht fleischigen und (wechselständigen) Laubblätter sitzen einzeln oder gruppiert am Zweig. Der Blattstiel ist 2 bis 20 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern sowie einer Länge von 3,5 bis 7 Zentimetern eiförmig bis lanzettlich, länglich, seltener verkehrt-eiförmig mit gerundetem bis meist spitzem oberen Ende und ganzrandig. Generative Merkmale Die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorns reicht von Juni bis August und teils bis September. Der blattachselständige Blütenstand enthält eine bis drei Blüten. Der Blütenstiel ist 1 bis 2 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenkelch ist bei einem Durchmesser von 4 bis 5 Millimetern glockenförmig und etwas zweilippig. Die Oberlippe des Kelchs ist kurz zweizähnig und die Unterlippe ist dreizipfelig. Die Blütenkrone ist grün-violett und trichterförmig. Die Kronröhre ist 8 bis 10 Millimeter lang. Die sich spreizenden Kronlappen sind 5 bis 6 Millimeter lang und am Rand fast kahl. Die Staubblätter sind am Grund behaart. Die Staubbeutel sind eiförmig und springen der Länge nach auf. Der oberständige Fruchtknoten ist zweifächerig. Der lange, fadenförmige Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Die oben in der Kronröhre sitzenden Staubblätter und Griffel überragen die Blütenkrone etwas. Die bei Reife leuchtend roten oder orange-gelben Beeren sind bei einer Länge von 4 bis 20 Millimetern sowie einem Durchmesser von 5 bis 12 Millimetern länglich bis eiförmig. Der Geschmack wird unter anderem mit Paprika und Tomaten verglichen, wobei in der Regel ein scharf-herber, teils anhaltender Nachgeschmack vorhanden ist. Die Früchte reifen von August bis Oktober. Jede Frucht enthält 4 bis 20 Samen. Die braun-gelben, rundlichen und abgeflachten Samen sind etwa 1,5–2,5 Millimetern groß. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
Deutsch
Bocksdorn · Gewöhnlicher Bocksdorn
Englisch
Barbary matrimony-vine · Barbary Matrimony Vine · Barbary Matrimony-Vine · Chinese boxthorn · Chinese Boxthorn · Chinese wolfberry · Chinese Wolfberry · Common Matrimonyvine · Common Matrimony Vine · Duke of Argyll's teaplant · Duke of Argyll's Teaplant · Duke Of Argyll's Teaplant · Duke Of Argyll'S Teaplant · Duke of Argyll's teatree · Duke of Argyll's Tea-Tree · Duke Of Argyll'S Teatree · Duke Of Argyll'S Tea-Tree · goji-berry · Goji-Berry · Himalayan goji · Himalayan Goji · matrimony-vine · Matrimonyvine · Matrimony vine · Matrimony Vine · Matrimony-Vine · Tibetan goji · Tibetan Goji
Für diese Art gibt es noch keine aktiven Inserate.
Inserat erstellen →Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Nach Ellenberg ist der Gewöhnliche Bocksdorn eine Volllichtpflanze. Er kommt vorwiegend in und nahe den Städten im Osten Deutschlands vor, verwildert an Mauern und Zäunen. Weniger häufig sieht man ihn im Westen Deutschlands. Er verträgt weder Salz noch Schwermetalle. Durch die häufige Verwendung zur Dammbepflanzung und als Zierpflanze kommt Bocksdorn vor allem in südlichen Ländern verwildert vor. In Europa verhält er sich invasiv, weswegen seine Anpflanzung in freier Landschaft zu unerwünschter Verdrängung heimischer Ruderalvegetation führen kann. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Der Gewöhnliche Bocksdorn gilt als sehr winterhart und verträgt Frost bis −25 °C. Am Standort verbreitet sich Bocksdorn durch Wurzeln (Rhizome) und wird deshalb durch Rhizomsperren begrenzt. Als Verbreitungsmöglichkeit sind Ableger von herabhängenden Zweigen bekannt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen) oder Selbstbestäubung. Die Samen werden durch Tiere, die die Früchte fressen, ausgebreitet. Auf dem Bocksdorn wurden Schmetterlingsraupen des Tabakschwärmers (Manduca quinquemaculatus) und des Totenkopfschwärmers beobachtet. Besonders Echter Mehltau ist auf Bocksdorn zu finden. Als Schädlinge kommen Läuse der Gattungen Aphis und Paratrioza vor, gelegentlich auch Schnecken.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
cbd_2014_pathway:escape_horticulture
temperate Asia (WGSRPD:3)
Eastern Europe
Eastern Asia
established
Eingeführt
Weitere