Pflanzenwissen · Art
Der Gewöhnliche Gilbweiderich, auch Rispen-Gilbweiderich und Gewöhnlicher Felberich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich (Lysimachia) in der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) inne…
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Belege
Lysimachia capillaris Opiz, 1841, Lysimachia dittrichii Opiz, 1841
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Der Gewöhnliche Gilbweiderich, auch Rispen-Gilbweiderich und Gewöhnlicher Felberich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich (Lysimachia) in der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) innerhalb der Familie Primelgewächse (Primulaceae). Sie ist in Eurasien verbreitet.
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Vegetative Merkmale Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 150 Zentimetern erreicht. Der aufrechte Stängel ist stumpfkantig, behaart und im oberen Bereich oft verzweigt. Die Laubblätter sind gegenständig oder zu dritt bis viert quirlig am Stängel angeordnet. Die Blätter sind kurz gestielt und ganzrandig. Die Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 12, selten bis zu 15 Zentimetern und einer Breite von 3,5 Zentimetern eiförmig-lanzettlich und nicht drüsig punktiert. Generative Merkmale Der Gewöhnliche Gilbweiderich blüht von Juni bis August. Endständig und in den Achseln der oberen Blätter befinden sich rispige oder traubige Blütenstände. Die Blütenstiele sind etwa 1 Zentimeter lang und damit 1,5- bis 3-mal so lang als die linealen Hüllblätter. Die Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 2 bis 4 Millimeter lang und bis fast zum Grund in breit-lanzettliche zugespitzte Zipfel geteilt. Die Kelchzipfel sind häufig rötlich überlaufen oder berandet. Die fünf gelb und häufig innerseits rötlich gefärbten Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die 7 bis 12 Millimeter langen Kronblattzipfel sind am Rand kahl. Die Staubfäden der fünf Staubblätter sind zu einer Filamentröhre verwachsen, die den Fruchtknoten einschließt. Der Griffel ist fadenförmig, nach oben verbreitert und etwas länger als die Staubblätter. Die Blütenformel lautet: ⋆ K 5 C ( 5 ) A 5 G 1 _ {\displaystyle \star K_{5}\;C_{(5)}\;A_{5}\;G_{\underline {1}}} . Die aufrechte, einfächerige Kapselfrucht ist 4 bis 5 Millimeter lang und öffnet sich mit fünf Fruchtklappen. Die Samen sind 1 bis 1,8 Millimeter lang, dreikantig und dicht mit langen Warzen bedeckt. Die Chromosomengrundzahl beträgt x =14; der Ploidiegrad ist unterschiedlich mit Chromosomenzahlen von 2n = 28 (diploid) oder 2n = 56 (hexaploid).
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Die Erstveröffentlichung von Lysimachia vulgaris erfolgte 1753 durch Carl von Linné. Ein Synonym für Lysimachia vulgaris L. ist Lysimachia westphalica Weihe. Es gibt von Lysimachia vulgaris zwei Unterarten: Lysimachia vulgaris L. subsp. vulgaris Lysimachia vulgaris subsp. glandulosovillosa (Beck) Peev: Sie kommt im früheren Jugoslawien und in Bulgarien vor.
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mesotrophic
terrestrial
longlived
eurytopic
sedentary
cuddly
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal (Portugal Continental), Schweden
Eingeführt
Australien, Kanada (British Columbia), Japan, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pennsylvania, British Columbia, Illinois, Prince Edward I., Québec, Rhode I.
Indiana, New Brunswick, West Virginia, Wisconsin, Minnesota, Montana, New York, Colorado, Connecticut, Kentucky, New Jersey, New Hampshire, Maine, Maryland, Vermont, Washington, Massachusetts, Michigan
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Transcaucasus, Turkey-in-Europe, Turkey
Tuva, Ukraine, Usbekistan, West Himalaya, West Siberia, Xinjiang, Yakutskiya, Yugoslavia, Global, Albanien, Algerien, Altay, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Buryatiya, Central European Rus, Corse, Czechoslovakia, East European Russia, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irak, Irland, Irkutsk, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Krasnoyarsk, Krym, Niederlande, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Polen, Portugal, Rumänien, Sicilia
Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist ein boreales und mediterranes Florenelement. Er ist ursprünglich in Europa verbreitet und kommt außerdem in Algerien, in der Türkei, im Kaukasusraum, in Zentralasien, in Sibirien und im westlichen Xinjiang vor. Er steigt in den Bayerischen Alpen bis 1840 Meter Meereshöhe auf. In Mitteleuropa kommt er besonders in Gesellschaften des Verbandes Magnocaricion, Filipendulion oder Molinion vor. Den Gewöhnlichen Gilbweiderich findet man häufig an lichten Waldstellen, in Sumpfgebüschen, Röhrichten, Bachsäumen und auf feuchten Wiesen in ganz Deutschland. Zerstreut kommt er zudem in Kalk- und Trockengebieten vor. In Österreich tritt der Gewöhnliche Gilbweiderich in feuchten Gebüschen, Niedermooren, Sumpfwiesen und Erlenbruchwäldern auf der collinen bis montanen Höhenstufe in allen Bundesländern häufig auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w+ (nass aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
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