Pflanzenwissen · Art
Der Straußenfarn,, auch Straußfarn oder Trichterfarn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Matteuccia innerhalb der Familie der Onocleaceae.
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Belege
Matteuccia nodulosa (Schkuhr) Fernald, Matteuccia struthiopteris subsp. sinuata (Thunb.) Á.Löve & D.Löve,
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Der Straußenfarn,, auch Straußfarn oder Trichterfarn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Matteuccia innerhalb der Familie der Onocleaceae. Der Straußenfarn besitzt ein zirkumpolares Verbreitungsgebiet und ist die einzige Straußenfarn-Art, die auch in Europa vorkommt.
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Der Straußenfarn ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern. Das kräftige, aufrechte Rhizom tritt später bis 20 Zentimeter über den Boden hervor. Das Rhizom treibt bis 60 Zentimeter lange und bis 8 Millimeter dicke, kriechende, mit Niederblättern besetzte Ausläufer; sie treten am Ende über den Boden und bilden einen neuen Blatt-Trichter. Die doppelt gefiederten Blätter bilden eine aufrechte und auffallend trichterförmige Rosette. Die sterilen Blätter (Trophophylle) sind hellgrün und breit-lanzettlich im Umriss. Sie sind bis 170 Zentimeter lang und bis 35 Zentimeter breit und sehr kurz gestielt. Der Blattstiel ist 2 bis 12 Zentimeter lang und etwa 5 Millimeter dick und am schwarzbraunen Grund spreuschuppig. Die Blattspreite ist sehr stark nach dem Grund hin verschmälert und kurz und plötzlich zugespitzt. Sie hat auf jeder Seite 30 bis 70 Fiedern. Die Hauptfiedern sind fiederspaltig bis fiederschnittig. Der jeweils innerste Abschnitt besonders der untersten Fiedern ist sichelförmig über die Blattspindel gebogen. Die Sporophylle sind von den sterilen Blättern deutlich unterschieden und sind bei der Sporenreife dunkelbraun und straußenfedernähnlich. Sie haben einen lineal-lanzettlichen Umriss, die Hauptfiedern sind fiederlappig, die einzelnen Abschnitte sind zusammengerollt. Die Sporophylle sind 50 bis 60 Zentimeter lang und 5 bis 6 Zentimeter breit; anfangs grünlich, zuletzt dunkel-braun und überwintern trocken. Die Sori stehen in zwei Reihen an reduzierten Wedeln. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 78.
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In Europa wird Straußenfarn von Gärtnern gern als Zierpflanze genutzt, da er winterhart ist und auch mit schattigen Standorten kein Problem hat. Ein weiterer Grund für seine Beliebtheit ist seine hohe Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten. Im Frühjahr, vor dem Austreiben, lässt sich Straußenfarn durch Teilung des Rhizoms vermehren. In Nordamerika werden frische Farnspitzen des Straußenfarns als Wildgemüse genutzt. Man nennt sie Fiddleheads oder, im französischen Teil Kanadas, Tête de violon und verwendet sie, ähnlich wie Spinat, als Beilage. In Großstädten sind Farnspitzen zum Teil im Fachhandel erhältlich. Werden Farnspitzen roh oder unzureichend gekocht genossen, so kann es zu Vergiftungen kommen. In asiatischen Ländern wie China und Japan sind unterschiedliche Arten von Farnen bereits seit 3000 Jahren Teil des Speiseplans. Neben Straußenfarn, werden in der asiatischen Küche auch sämtliche Teile des Adlerfarns (einschließlich des Rhizoms) so zubereitet, dass sie bekömmlich sind.
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Heimisch
Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden
Eingeführt
Belgien, Tschechien, Frankreich, Niederlande (The Netherlands), Vereinigtes Königreich (Great Britain)
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Nordland, Fosnes in Namdalen, Støren in Dalene, and elsewhere, Helgeland